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B3 Biennale

(Einspieldatum: 04.11.2016)

Ausschreibung: Chorist_innen für die documenta 14

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documenta 14 Summer Intensive, Guillermo Galindo resonance exercise, photo: Olga Holzschuh

In Vorbereitung für die documenta 14 (Arbeitstitel Von Athen lernen) werden Chorist_innen gesucht.

Profil
– Spaß an der aktiven Auseinandersetzung über aktuelle Fragen mit Besucher_innen aus kulturell und sozial diversen Hintergründen
– Erfahrungen im Bereich zeitgenössischer Kunst
– Sensibilität gegenüber verschiedenen Meinungen und die Fähigkeit, Gruppendiskussionen zu moderieren
– Bereitschaft, selbstständig künstlerische Inhalte der documenta 14 zu recherchieren
– Ein allgemeines Interesse an aktuellen und politischen Ereignissen
– Kreatives, kritisches und eigenständiges Denken mit der Fähigkeit, zielstrebig zu kommunizieren
– Teilnahme an regelmäßigen Treffen in Vorbereitung der documenta 14 in Kassel oder Athen
– Die Bewerber_innen sollten verantwortungsbewusst und selbstständig sein und über gutes Zeitmanagement verfügen
– Sehr gute Englischkenntnisse
– Gebärdensprache und weitere Fremdsprachen wünschenswert (z.B. Griechisch, Türkisch, Arabisch)
– Bereitschaft zu flexiblen Arbeitszeiten in Teilzeit

Standorte
– Athen
– Kassel
Die Reise- und Übernachtungskosten während der Bewerbungsgespräche (Kassel: Dezember 12–16, 2016, Athen: Dezember 19–20, 2016), der Schulungs- und Vorbereitungstage; sowie über den Zeitraum der documenta 14 in Kassel oder Athen (je nach Einsatzort) müssen von den Bewerber_innen übernommen werden.

Bewerbung
Bewerber_innen für den Chor werden gebeten, dieses Onlineformular https://documenta14-jobs.jobbase.io/job/fgh91fvt auszufüllen.

Bewerbungsschluss: 5. Dezember 2016

Über das Vermittlungsprogramm heißt es im der Pressemitteilung im Zusammenhang mit der Ausschreibung:

"Über „eine Erfahrung", das Vermittlungsprogramm der documenta 14
„Eine Erfahrung“ ist die offene Suche aller Besucher_innen der documenta 14, Kunst auf verschiedene Art und Weise zu hinterfragen, zu diskutieren und zu denken.
Das Programm entwickelt gemeinsame Projekte mit Bildungseinrichtungen sowie künstlerischen und nachbarschaftlichen Initiativen, die mit Projekten von Künstler_innen der documenta 14 in Verbindung stehen. Wie im Arbeitstitel Von Athen lernen angedeutet wird, ist die documenta 14 eine ganzheitliche Annäherung an eine Ausstellung im Prozess ihrer Entstehung, an ihre Öffentlichen Programme und ihre Vermittlung.
„Eine Erfahrung“ will ein breites und vielschichtiges Publikum erreichen, das offen über die soziale Rolle von Kunst und Künstler_innen in der heutigen Gesellschaft nachdenkt. „Was verändert sich?“ „Was treibt?“ „Was bleibt?“ lauten die drei Fragen, die die Atmosphäre für das Vermittlungsprogramm „eine Erfahrung“ der documenta 14 schaffen, in der das Verhältnis von Kunst, Bildung und der Ästhetik des menschlichen Zusammenlebens durch die kollektive Aktivierung des Körpers im Wechsel von Tag und Nacht untersucht wird. Was bedeutet es, zueinander zu finden? Wie und wo finden wir zueinander? Und was können wir bewegen, wenn wir zueinander finden?
Die documenta 14 wird nicht wie ein Raumschiff in Athen landen, bevor sie nach Kassel weiterzieht. Es ist ein Projekt, das auf kollektive Aktion und individuelle Fähigkeiten angewiesen ist, die aus dem Kontext heraus entstehen. Während es wächst, wachsen auch Freundschaften. Daher entwickelt „eine Erfahrung“ einen von Künstler_innen geleiteten, prozessbasierten Ansatz: Durch Recherche, persönliche Begegnungen, durch Zuhören und Unterhalten, Spazieren, Lesen und Betrachten. Die Begegnung zwischen Kunst, Kunstschaffenden und der Öffentlichkeit ist unser Ausgangspunkt, von dem aus wir uns auf eine Reise mit unbekanntem Ziel begeben und dabei von Gruppen und Individuen lernen, mit denen wir Synergien entwickeln. Das Programm „eine Erfahrung“ für Von Athen lernen positioniert sich als eine lebendige Währung, die zwischen den Macher_innen der documenta 14 und der Öffentlichkeit ausgetauscht werden kann und die nicht nur Wissen sammelt, sondern auch in Umlauf bringt.
Die documenta 14 ist eine Erfahrung, die sich ausbreitet, indem sie Wissen versammelt und körperlich erlebbar macht.

„Eine Erfahrung": Eine Vielzahl von Stimmen
Der Besuch der documenta 14 kann von einem Mitglied des Chors begleitet werden. Die Aufgabe des Chors ist es, auf die Interessen der Besucher_innen einzugehen, ihre Bedürfnisse zu hören und durch das Anschauen und Erfahren der Arbeiten der documenta 14 Dialoge, Diskussionen und Debatten anzustoßen. Historisch bestand der Chor in der griechischen Tragödie aus einer Gruppe von Laien und Bürger_innen, die zwischen dem Publikum und den Schauspielenden als Kommentierende, Gestaltwandler und Empath_innen operierten. Während der historische griechische Chor oft den Text des Stücks mit kollektiver Stimme aufsagte, laden die Mitglieder des Chors der documenta 14 die Besucher_innen der Ausstellung ein, eine aktive Rolle im gemeinsamen kritischen Denken über die künstlerischen Projekte einzunehmen, tiefergehende Fragen anzusprechen und dabei eine breite Perspektive im Bezug auf den jeweiligen Kontext der documenta 14 einzubeziehen. Auf diese Art und Weise werden die Besucher_innen zu Beitragenden der documenta 14 und verhandeln im gegebenen Zeitrahmen Seite an Seite mit den Chorist_innen die Routen, Reaktionen und künstlerischen Arbeiten. Das Ziel des Vermittlungsprogramms „eine Erfahrung" ist es, eine Vielzahl an Stimmen zu kreieren, die außerhalb der Ausstellung, in weiteren Fragen, Mythologien, Dialogen, Geschichten, Debatten und Gerüchten weiterklingen. Die Stelle der Chorist_innen ist in Teilzeit.

Stellenausschreibung
Eine Bewerbung als Mitglied des Chors der documenta 14 ist bis zum 5. Dezember 2016 möglich.
Die Städte Athen und Kassel teilen die Sehnsucht nach dem Erzählen und Wiedererzählen von Geschichten. Wir suchen Mitglieder für den Chor, die daran interessiert sind, offene Unterhaltungen zu führen, Ideen zu hinterfragen, und Gruppendiskussionen zu ermöglichen, indem sie ihre Erfahrung im Betrachten von und Nachdenken über zeitgenössische und historische künstlerische Praxis einsetzen. Mitglieder des Chors versuchen, einen diskursiven Raum für eigenständiges Denken zu schaffen, in dem während des Besuchs der documenta 14 Ideen ausgetauscht und Geschichten erzählt werden können. Die Mitglieder des Chors laden die Besucher_innen ein, mit ihnen zu experimentieren und zu diskutieren und schlagen Interventions- und Aktionsmöglichkeiten vor. Der Chor der documenta 14 besteht aus lokalen und internationalen Künstler_innen, Studierenden, Aktivist_innen, Historiker_innen, Ökonom_innen, Architekt_innen, kritisch Denkenden, Tänzer_innen, Politikwissenschaftler_innen, Kunstvermittler_innen, Designer_innen, Nachbarschaftsinitiativen... Neugierige sind eingeladen, sich zu bewerben und Mitglieder des Chors zu werden." (PM)

chk

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