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(Einspieldatum: 13.01.2017)

Zur Eröffnung in den neuen Räumen der daadgalerie

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Raumansicht, Minouk Lim »New Town Ghost GAGA HOHO«, Detail

Am gestrigen Abend bildeten sich lange Schlangen vor der daadgalerie. Viele wollten sich die neuen Galerieräume inklusive des Eröffnungsprogramms ansehen. Kein Wunder, der DAAD (Deutscher Akademischer Austauschdienst) bestreitet mit seinem Berliner Künstlerprogramm bereits seit 50 Jahren eines der weltweit renommiertesten Artist-in-Residence-Programme.

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Die Institution hat in den Bereichen Literatur, Musik, Film und Bildende Kunst über 1000 Stipendiaten gefördert, allein 402 im Bereich Bildende Kunst. Von denen nahmen übrigens 116 an einer documenta teil. Darüber hinaus waren beispielsweise auch 83 DAAD-Stipendiaten auf der art basel miami beach 2014 vertreten.

Zu den geförderten Künstlern gehörten u.a. Allora & Calzadilla, Pawel Althamer, Eija-Liisa Ahtila, Guy Ben-Ner, Mariana Castillo Deball, Ayse Erkmen, Nan Goldin, Mona Hatoum, Maria Lassnig oder Klassiker wie Christian Boltanski und Marcel Broodthaers, um nur einige zu nennen.

Aus der Zimmerstraße (ab 2005) und zuvor aus der Kurfürstenstraße (ab1978) ist die daadgalerie nun in die Oranienstraße gezogen. Zwischen Moritzplatz und Oranienplatz, in unmittelbarer Nähe zu Bazon Brocks Denkerei oder etwas weiter die Straße entlang das Aufbauhaus, die Neue Gesellschaft für Bildende Kunst, die Prinzessinnengärten und natürlich die typische Kreuzberger Mischung aus Läden, Kneipen, Clubs und Restaurants nicht zu vergessen. Im Vergleich zur Zimmerstraße, die inzwischen fast nur noch von Touristenströmen bevölkert wird, bietet der neue Standort sicher ein lebendigeres Umfeld und vor allem mehr Platz.

Auf rund 500 qm ist die Galerie jetzt angewachsen, verteilt auf 2 Etagen: im Erdgeschoss ein großzügig offener Ausstellungsraum, der sich zur Straße hin durch große Schaufenster öffnet und bereits von außen viel Sichtbarkeit gewährleistet. Darüber liegt ein räumlich variabel zu gestaltender Veranstaltungs- und Arbeitsraum sowie eine Bibliothek. Einzelne Veranstaltungen wie Konzerte etc. müssen jetzt nicht mehr ausgelagert werden.
Umgebaut wurde das 1912 von Oskar Kaufmann errichtete Gebäude durch das Berliner Architekturbüro Kuehn Malvezzi (Johannes Kuehn, Simona Malvezzi, Wilfried Kuehn).

Im unteren Galerieraum zeigte die südkoreanische Künstlerin Minouk Lim im Rahmen ihrer Ausstellung »New Town Ghost GAGA HOHO« eine Performance, die leider aufgrund der Menschenmenge kaum zu verfolgen war. Thematisiert werden bei Minouk Lim politisch wichtige Ereignisse der jüngeren koreanischen Geschichte. Sie konterkariert offizielle Narrative durch Recherche und Neubewertung der Fakten. Analog zur südkoreanischen Tradition ´beseelte` sie im Rahmen ihrer Performance die neuen Räume in der Oranienstraße.


Raumansicht, Performance Ivana Sajko/Alen Sinkauz, Detail

Vor einer weiteren, eigens für das Eröffnungsprogramm entwickelten, Performance von Ivana Sajko, eine der führenden Erneuerinnen der südosteuropäischen Theaterszene, und Alen Sinkauz, folgten Eröffnungsreden von Prof. Dr. Margret Wintermantel (Präsidentin des Deutschen Akademischen Austauschdienstes), Heidrun Tempel (Beauftragte der Abteilung Kultur und Kommunikation des Auswärtigen Amts), Dr. Torsten Wöhlert (Staatssekretär für Kultur des Landes Berlin), Katharina Narbutovič (Leiterin des Berliner Künstlerprogramms des DAAD), Ariane Beyn / Bettina Klein / Julia Gerlach (Spartenleiterinnen).

Vom 12.01.2017 – 22.01.2017 ist in der daadgalerie das Ausstellungsprojekt Topophilia / Topophobia zu sehen, u.a. mit Lim, Minouk, Yutaka Makino, Metwaly, Jasmina & Rizk, Philip, Yan Jun, Sajko, Ivana.

Öffnungszeiten der Ausstellung:
13.–22.1.2017, täglich 12–19 Uhr

daadgalerie, Galerie & Studio, Oranienstraße 161, 10969 Berlin.
daadgalerie.de/

chk

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