(Einspieldatum: 21.02.2017)

Neue Ansichten! Kunst – Kultur – Wissenschaft – Nachhaltigkeitspolitik im Dialog

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Impressionen von Vilm, Quelle: Ralf Grunewald

Folgende Ausschreibung leiten wir gerne an Interessierte weiter:

Können Kunst und Kultur den Wandel hin zu einer nachhaltigen und damit zukunftsfähigen Gesellschaft befördern? Und lassen sich ökologische Fragestellungen in der künstlerischen Praxis und in kulturpolitischen Konzeptionen verankern? Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) und das Umweltbundesamt (UBA) schreiben erstmalig im Rahmen eines Forschungsvorhabens ein Aufenthaltsstipendium für Kunstschaffende aus. Das Stipendium umfasst einen insgesamt sechswöchigen Arbeitsaufenthalt auf der Insel Vilm bei Rügen und richtet sich an Kunstschaffenden aus den Sparten Bildende Kunst einschließlich Performances, Installationen, Fotografie sowie Literatur und Musik. Bewerbungsschluss ist am 17.03.2017. Der Beginn des Aufenthaltsstipendiums ist für Anfang Juni 2017 geplant. Eine prominent besetzte Jury wählt unter den eingereichten Bewerbungen die Stipendiaten aus.

Kunst und Kultur können nicht nur Identität erzeugen, Orientierung bieten und Sinn stiften. Sie können und sollen aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen reflektieren, Transformationsprozesse kritisch begleiten und neue Perspektiven, Denkweisen und Modelle aufzeigen, wie wir unsere Gesellschaft besser und anders organisieren. Zur kulturellen Dimension der Nachhaltigkeit liegen derzeit noch geringe theoretische und praktische Ansätze vor. Das BMUB will gemeinsam mit dem UBA einen Dialog anstoßen zwischen Kunstpraxis und Kulturpolitik sowie Wissenschaft und Nachhaltigkeitspolitik. Ziel des Vorhabens ist es, neue Kommunikationsformate zur Kultur der Nachhaltigkeit im Sinne der Ziele der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie und der von den Vereinten Nationen beschlossenen „Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung“ zu entwickeln und Anknüpfungspunkte kultureller Diskurse und künstlerischer Praxis an die Nachhaltigkeitspolitik aufzuzeigen.

Ausgangsort und Startpunkt für den Dialog zwischen Kunst, Kultur, Wissenschaft und Nachhaltigkeitspolitik ist die Insel Vilm. Die Insel ist Bestandteil des Biosphärenreservats Südost-Rügen und repräsentiert die unvergleichliche Vielfalt und Schönheit der Natur in ihrer ursprünglichen Form. Seit zweihundert Jahren kommen Künstler, Forscher und Naturfreunde nach Vilm, um die Natur zu erleben und Inspiration für ihre Arbeit zu finden. Seit 1990 betreibt das Bundesamt für Naturschutz dort eine Außenstelle, zu der die Internationale Naturschutzakademie Insel Vilm gehört. Die Akademie fungiert als Ideenschmiede, internationales Trainingszentrum und Ort des Erfahrungsaustausches zum Schutz der Natur. An den zahlreichen Veranstaltungen nehmen Experten aus dem In- und Ausland teil.

Die Stipendiaten – aus Literatur und Musik jeweils eine/r, aus der Gattung Bildende Kunst maximal zwei – verbringen in dem Zeitraum Anfang Juni bis Ende August 2017 einen maximal sechswöchigen (2 x 3 Wochen) Arbeitsaufenthalt in den Räumlichkeiten der Internationalen Naturschutzakademie auf Vilm. Dort haben sie die Möglichkeit, an der inhaltlichen Ausgestaltung eines künstlerischen Konzepts zu arbeiten. Es ist vorgesehen, die entstandenen Werke in einer für 2019 geplanten Gruppenausstellung in Berlin zu zeigen oder in das Begleitprogramm zur Ausstellung zu integrieren. Während des Arbeitsaufenthalts auf Vilm können die Stipendiaten an den öffentlichen Veranstaltungen der Akademie teilnehmen und den Dialog mit den dort anwesenden Arbeitseinheiten des Bundesamtes für Naturschutz suchen. Außerdem sollen sich die Stipendiaten auf Vilm aktiv an einem transdisziplinären Workshop mit Vertretern aus Kunst, Kultur, Wissenschaft und Nachhaltigkeitspolitik beteiligen, der im Zeitraum 6. bis 9. Juni stattfindet. Darüber hinaus können bei Interesse Kontakte zu Mitarbeitern des BMUB und der zugehörigen Ämter sowie die Teilnahme an Veranstaltungen des BMUB vermittelt werden. Hierfür stehen keine zusätzlichen Reisekosten zur Verfügung.

Das Residence-Programm umfasst die kostenfreie Unterkunft in der Internationalen Naturschutzakademie. Es stehen Einzel- und Doppelzimmer mit Internetanschluss in neun gut ausgestatteten Gästehäusern zur Verfügung. Die Förderung beinhaltet einen Zuschuss zu den Lebenshaltungskosten in Höhe von 1.400 € brutto pro Monat während des Arbeitsaufenthalts. Zusätzlich werden den Stipendiaten einmalig die Reisekosten (An- und Abfahrt nach/von Vilm) erstattet. Die aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen sind bis zum 17. März 2017 ausschließlich per E-Mail einzureichen an neue.ansichten@uba.de.

Fragen zur Ausschreibung beantwortet: Fotini Mavromati, Tel. 0049 (0)340 2103 2318, E-Mail: fotini.mavromati@uba.de
Fragen zur Insel Vilm beantwortet: Dr. Norbert Wiersbinski, Tel. 0049 (0) 38301-86 113, E-Mail: norbert.wiersbinski@bfn.de

Mehr Infos:
https://umweltbundesamt.de/ausschreibung
https://bfn.de

chk

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