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B3 Biennale

(Einspieldatum: 01.01.2017)

Berlin. Die Stadt der Kreativen.

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Abbildung 1: Die Museumslandschaft Berlins ist vielseitig. Das Bode-Museum auf der Museumsinsel ist nur eine Möglichkeit, die kulturelle Seite Berlin zu erleben.

Die Hauptstadt Deutschlands hat auf ganz unterschiedliche Art und Weise eine kreative Ader. Die Zeit bemühte in diesem Zusammenhang sogar ein Wortspiel und beschreibt Berlin nicht nur als „kreative Stadt“, sondern als „Kreativstadt“. Woran man diese Einschätzung festmachen kann und, welche kreativen Köpfe neben den Kreativindustriellen die Stadt prägen, verrät dieser Beitrag.

Die „Kreativindustrie“ der Hauptstadt

Als Kreativindustrie wird die Zusammenführung von Start-up-Unternehmen aus der IT-Technik und einem Finanz- und Beratungssektor beschrieben und dabei malt der Autor des Zeit-Artikels auch ein klares Bild der Zukunft: „Das Land der Ideen überlebt im Globalen nur durch Innovation. Das Geld wird in Zukunft auf smarte Weise verdient, leichthändig und einfallsreich, aber immer digital.“

Als Sportstadt, Wissenschafts- und Kulturstadt wird Berlin skizziert und die Unternehmerlandschaft mit diesen Zahlen untermauert: „… waren 2011 im weit gefassten Bereich der digitalen Wirtschaft etwa 5800 Unternehmen tätig, die meisten davon Klein- und Kleinstunternehmen. Das macht ungefähr 63.000 Arbeitsplätze. Die Bruttowertschöpfung betrug etwa vier Milliarden Euro, also 4,2 Prozent der wirtschaftlichen Gesamtleistung.“

Doch die Kreativindustriellen sind nur ein Teil derer, die Berlin zur Kreativstadt machten.

Die kulturell Kreativen: eine Studie zu den Kreativräumen der Stadt

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Abbildung 2: Doch auch dieses kunterbunte Gemälde präsentiert die Berliner Kunst- und Kulturszene. Beide Beispiele zeigen, wie vielseitig die Berliner Kulturszene ist.

Auch wenn sich der Zeit-Redakteur in erster Linie mit der technischen Seite der Kreativität befasst hat, so wird doch auch die klassische Kreativität in der Hauptstadt deutlich forciert. Eine Studie der Berliner Stadtentwicklung mit dem Fokus „Kreativräume in der Stadt“ zeigt, wie Kreativität in Berlin noch gelebt werden kann. Ausgemacht wurden in dieser Untersuchung vier Säulen der Kultur:

1.) Die öffentlich geförderte Kultur in Form von Theatern, Museen, Schauspielhäusern und Galerien.
2.) Die organisierte Kultur der Zivilgesellschaft in Form von Vereinen und Zentren.
3.) Die Kulturwirtschaft, die im klassischen Pressebereich (Film, Funk, Fernsehen) durch die IT, aber auch durch die Architektur und die darstellenden Künste ergänzt wird.
4.) Die Menschen, die Kultur leben und Kultur in Berlin erlebbar machen. Dazu gehören Autoren, Musiker, Künstler (u.a. die Fotografin Christiane Seiffert) und Architekten ebenso wie der Berliner Zauberkünstler Christian de la Motte.

Impliziert wurde mit dieser Festlegung der kulturellen Säulen der Stadt auch eines: Kultur und Kreativität kann nicht als homogene Gruppe angesehen werden, sondern könnte vielfältiger nicht sein.

Die Zeichen der Zukunft zeigen einen klaren Investitionskurs

Die Tatsache, dass in den Jahren 2018 und 2019 Millionen für Kulturinstitutionen, Künstler und künstlerische Projekte zur Verfügung stehen, lässt die Anhänger der Kreativstadt aufhorchen. In dieser Nachricht zum Doppelhaushalt wird auf die Details eingegangen. Demnach steht die Tarifsteigerung und Förderung von Künstlern ebenso im Fokus wie die kulturelle Jugendarbeit, die Festivalszene sowie die öffentlich geförderten Kulturstätten der Stadt.

Dass Berlin nicht nur die Kreativstadt ist, sondern auch eine weltoffene Metropole wird zunehmend häufiger politisch konnotiert. So berichtet Museumskuratorin Katalin Simon aus Ungarn, dass Berlin ihr als weltoffene Stadt Zuflucht gewährt hat – vor allem auch aus politischen Gründen: „Wir erlebten in Ungarn immer weniger Freiheit, wir hatten immer weniger Luft zum Atmen.“ Auf der Suche nach Freiheit präsentiert sich die Hauptstadt Deutschlands als ihre Antwort – und ihre neue Heimat, in der sie zwar beruflich zunächst neu beginnen wird, inhaltlich aber das tun kann, was sie sich gewünscht hat.

Abbildung 1: pixabay.com © Pixaline (CC0 Public Domain)
Abbildung 2: pixabay.com © surrealphyloss (CC0 Public Domain)

Gaby Kruse

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