(Einspieldatum: 14.02.2018)

Adrian Piper erhält Käthe-Kollwitz-Preis 2018

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Raumansicht, Adrian Piper "The Probable Trust Registry: The Rules of the Game #1-3" im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin, 24.02. – 03.09.2017, Foto: kuag

"Ich werde immer zu teuer sein, um gekauft zu werden" "Ich werde immer meinen, was ich sage" "Ich werde immer das tun, was ich sage" so lauteten die Handlungsanweisungen Adrian Pipers, die sie letztes Jahr in ihrer Ausstellung The Probable Trust Registry: The Rules of the Game #1-3 im Hamburger Bahnhof an die Besucher richtete.
Es war die erste museale Einzelausstellung der 1948 in New York geborenen Konzeptkünstlerin und Philosophin in Deutschland, die ihr gleichnamige Hauptwerk bereits 2013 in einer New Yorker Galerie ausstellte und 2015 auf der Venedig Biennale, wo sie mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet wurde. Adrian Piper (*1948 in New York) lebt und arbeitet seit 2005 in Berlin, wo sie die Adrian Piper Research Archive Foundation Berlin betreibt.

Jetzt erhält Adrian Piper den mit 12.000 Euro dotierten Käthe-Kollwitz-Preis 2018, mit dem die Akademie der Künste die international arbeitende Künstlerin und analytische Philosophin ehrt. Piper hat die amerikanische Konzeptkunst maßgeblich mit geprägt und durch Themen wie Geschlecht und die politischen Bedingungen für die Produktionsprozesse von Kunst sowie deren Rezeption und Bedeutung erweitert. Ihr Werk umfasst Papierarbeiten, Videos, Multimediainstallationen, Gemälde, Soundarbeiten, fotografisch- und textbasierte Grafiken. Es befindet sich u.a. im Museum of Modern Art und im Metropolitan Museum of Art in New York, im Museum of Contemporary Art in Los Angeles, im Centre Pompidou in Paris und in der Generali Foundation in Wien. In ihrer wissenschaftlichen Laufbahn als Philosophin promovierte Adrian Piper Anfang der 1980er Jahre an der Harvard University mit einer Arbeit über Rationalität.

In der Jurybegründung der Juroren Marcel Odenbach, Wolfgang Petrick und Wolfgang Tillmans heißt es: „dass Adrian Piper in den vergangenen Jahrzehnten konsequent eine ungewöhnlich transformative Arbeit geleistet hat, die sich stets auf ungewohntem künstlerischem Terrain bewegte. Pipers einfühlsame Art zu denken und zu handeln macht ihre Recherchen und Projekte zum gesellschaftlichen, ökonomischen, psychologischen und spirituellen Potenzial der Bildenden Künste so kraftvoll und einzigartig. Ihr Einfluss auf Künstlerinnen, Künstler und ein internationales Publikum bleibt unkalkulierbar, aber nicht ohne Konsequenzen für unser alltägliches Leben und Handeln. Sie hat den Blick auf die afro-amerikanische Kunstszene nachhaltig geprägt und der weiß-männlichen Sichtweise auf Kultur im Allgemeinen den Spiegel vorgehalten.“


Bisherige Preisträger_innen des Käthe-Kollwitz-Preis waren u.a. Katharina Sieverding (2017), Edmund Kuppel (2016), Bernard Frize (2015), Corinne Wasmuht (2014), Eran Schaerf (2013), Douglas Gordon (2012), Janet Cardiff & George Bures Miller (2011), Mona Hatoum (2010) und Ulrike Grossarth (2009).

adk.de

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Titel zum Thema Käthe-Kollwitz-Preis:

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Der mit 12.000 EUR dotierte Käthe-Kollwitz-Preis geht 2017 an die Film und Fotografie-Künstlerin Katharina Sieverding, mit dem die Akademie der Künste jährlich eine/n bildendende/n Künstler/in auszeichnet.

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