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Berlin Daily 22.05.2019
Gibt es Kunst gegen Rechts?

19 Uhr: mit Harald Welzer und Raimar Stange.
Im Rahmen der Ausst. GLOBAL NATIONAL - Kunst zum Rechtspopulismus. Haus am Lützowplatz (HaL) | Lützowplatz 9 | 10785 Berlin

(Einspieldatum: 25.10.2018)

Hito Steyerl erhält Käthe-Kollwitz-Preis 2019 der Akademie der Künste

bilder

Hito Steyerl, 2015, anlässlich der Pk zur Biennale di Venezia im Kunstquartier Bethanien, Foto: kuag

Hito Steyerl erhält den mit 12.000 Euro dotierten Käthe-Kollwitz-Preis der Akademie der Künste, die damit eine internationale Künstlerin auszeichnet, deren besonderes Interesse den Medien, der Technologie und der Verbreitung von Bildern gilt. In ihren Texten, Performances, Multimedia-Installationen und essayistische Dokumentarfilmen, befragt Hito Steyerl verschiedene gesellschaftliche Realitäten. Postkoloniale und feministische Repräsentationskritik sowie die Einflüsse der Globalisierung auf den Finanz-, Arbeits- und Warenmarkt bilden dabei meist die inhaltlichen Ausgangspunkte.

In der Jurybegründung heißt es:
"„Wo ist die neue Form für den neuen Inhalt der letzten Jahre?“ befragt Käthe Kollwitz am 6. November 1919 ihr Tagebuch. Hito Steyerl, so die Jury, gelinge es 100 Jahre später wie kaum einer anderen bildenden Künstlerin auf provokante und scharfsinnige Weise physische, visuelle und intellektuelle Informationen in einem Werk zu bündeln. Die Juroren und Akademie-Mitglieder Douglas Gordon, Katharina Grosse und Ulrike Lorenz heben bei ihrer Wahl hervor, „dass Hito Steyerl mit ihren Bildmontagen aus Computeranimationen, aus Massenmedien und aus selbstgedrehten Szenen auf den Einfluss digitaler Informationen und digitalen Lebens reagiert und mit ihrer Arbeit auf gegenwärtige politische, gesellschaftliche und soziale Prozesse aufmerksam macht.“

Biografisches:
Hito Steyerl (geb. 1966 in München) ist Professorin für Experimentalfilm und Video sowie Mitbegründerin des Research Centers for Proxy Politics an der Universität der Künste Berlin. Sie studierte in Tokio und München Kinematographie und Dokumentarfilmregie. 2003 schloss sie ihre Promotion in Philosophie an der Akademie der Bildenden Künste Wien ab. Ihre Werke wurden unter anderem auf der Biennale in Venedig, im Museum of Contemporary Art, Los Angeles, und im Museum of Modern Art (MoMA), New York, ausgestellt. Neben ihrer Tätigkeit als Künstlerin war sie am Center for Cultural Studies des Goldsmiths College in London sowie als Gastprofessorin an der Royal Danish Academy of Fine Arts, Kopenhagen, und der Academy of Fine Arts, Helsinki, tätig. Das Royal College of Art, London, zeichnete sie 2016 mit dem Titel „Honorary Doctorate“ aus.

Der Preis wird im Februar 2019 in Berlin verliehen.
Der Preis, die Ausstellung und der Katalog werden seit 26 Jahren mitfinanziert von der Kreissparkasse Köln, Trägerin des Käthe Kollwitz Museum Köln.

Akademie der Künste
Pariser Platz 4
10117 Berlin

www..adk.de

chk

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Titel zum Thema Käthe-Kollwitz-Preis:

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