(Einspieldatum: 28.07.2004)

Interviewserie: Berliner Galerien vorgestellt: Galerie & Edition J. J. Heckenhauer

bilder

Galerie & Edition J. J. Heckenhauer

Galerist: Roger Sonnewald

Eröffnung der Galerieräume in Berlin: November 2003

Aktuelle Ausstellung: "Politik & Kunst - Kunst & Politik. Künstler und ihre Werke im Reichstagsgebäude." Fotografien von Jens Liebchen (noch bis 31.7.2004) , Di-Fr 14-18Uhr, Sa 12-14Uhr (im August nur nach Vereinbarung)

Adresse:Brunnenstr. 153 | 10115 Berlin | Tel: 44 031 145
Mail: heckenhauer@t-online.com
heckenhauer.de

Was war Ihre Motivation eine Galerie zu gründen?

Interesse und Leidenschaft. Bei meiner Tätigkeit im Antiquariat J. J. Heckenhauer (inTübingen) hatte ich bereits viel mit Fotobüchern zu tun. Letztendlich schien es mir aber spannender, mich ganz dem Bereich der jungen zeitgenössischen Fotografie zu widmen und in diesem Zusammenhang Bücher herauszugeben sowie Ausstellungen zu machen. So gründete ich 1997 die Galerie in Tübingen, bin dann aber nach Berlin umgezogen. Hier in Berlin bildet junge Berliner Fotografie (u.a. von Jens Liebchen, Wiebke Loeper) und russische Fotografie (u.a. Vladimir Kuprijanov, Olga Chernysheva) einen Schwerpunkt des Galerieprogramms, allerdings wird sich dies noch durch einige internationale Positionen erweitern.

Ihre Erinnerungen an Ihre erste Ausstellung?

Die Erinnerung daran ist sehr positiv. Es war eine sehr ungewöhnliche Ausstellung mit Fotografien von Jens Liebchen in einem alten Gewölbekeller. Die Besucher mussten in die Tiefe hinabsteigen und stießen dann auf winzig kleine Fotos, die eine beeindruckende Recherche über ein Altenheim zeigten bzw. die Menschen, die dort leben. Man musste wirklich ganz dicht an die Bilder herantreten, um zu erkennen, was abgebildet ist.

Gibt es für einen Galeristen die "perfekte Ausstellung"?

Eine perfekte Ausstellung zeigt sich für mich an der Resonanz in der Öffentlichkeit und an guten Verkäufen, besonders wenn sie so positiv ist wie bei der Ausstellung von Jens Liebchen. Zum Teil kommen zu den Eröffnungen bis zu 200 Leute.

Welche Auswirkungen hat das Internet auf Ihre Tätigkeit als Galerist?

Über unsere Website heckenhauer.de - die in nächster Zeit noch etwas ausgebaut und ins Englische übersetzt wird, um auch dem internationalen Standard zu genügen - erhalte ich immer wieder Anfragen zu den Bildern. Viele Websitebesucher wollen aufgrund der im Internet gesehenen Bilder dann auch die Werke im Original betrachten. Was man früher an Informationsmaterial verschicken musste, lässt sich jetzt über die Website visuell vermitteln. Für mich stellt die Website die Visitenkarte dar. Das Web gehört, wie bspw. meine Teilnahme an den Messen (in Moskau, Paris, London und Köln) oder meine Ausstellungsräume, als wichtiger Bestandteil zur Galeriearbeit. Viele meiner Künstler arbeiten digital – ihre Arbeiten sind digital aufgenommen oder/und digital geprinted. Allerdings sind in meinem Programm bisher keine Künstler dabei, die ihre Arbeiten nur am Computer konzipiert oder gestaltet haben.

Welche Erfahrungen machen Sie hier in Berlin, unter den gegebenen konjunkturellenUmständen, mit der Vermittlung und dem Verkauf von Kunst?

Wir verkaufen verstärkt überregional, aber natürlich auch hier in Berlin. Der Bereich "Fotografie" bildet auf jeden Fall in Berlin einen Schwerpunkt und das Museum für Fotografie oder Institutionen wie c|o Berlin unterstreichen durch ihr Programm das Medium "Fotografie" als wichtigen Bestandteil des Kunstgeschehens. Allerdings sind hier in Berlin wenige Galerien auf jüngere, zeitgenössische Fotografie spezialisiert, so dass wir mit unserer Galerie eine Nische besetzen.

ch

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