(Einspieldatum: 05.01.2005)

Identität versus Globalisierung? - Internationale Kulturkonferenz (20.1.-22.1.05)


Im Rahmen der von der Heinrich-Böll-Stiftung initiierten Ausstellung "Identität versus Globalisierung? Positionen zeitgenössischer Kunst aus Südostasien" findet vom 20.1. bis 22.1.05 im Haus der Kulturen der Welt eine internationale und interdisziplinäre Konferenz statt.

Pressemitteilung: "Die weltweite Präsenz gleicher Konsumgüter, Bilder und Lebensentwürfe ist ein Merkmal kultureller Globalisierung. Gleichzeitig verwandeln und vermischen sich verschiedene Traditionen, Stile und Ästhetiken zu neuen Formen. Diese Hybridisierung ist kein neues Phänomen, die Entwicklung von Kultur ist ohne sie nicht denkbar. Neu ist allerdings das Ausmaß, die Geschwindigkeit und die Gleichzeitigkeit der Vermischung, die traditionelle regionale und lokale Kunstformen, Bräuche und Lebensweisen bis hin zu vielfältigen Medienlandschaften und Sprachen von Minderheiten in ihrer Existenz bedroht. Vor diesem Hintergrund haben die Vereinten Nationen in der Millenniumserklärung den Schutz der kulturellen Vielfalt zu einem der Grundwerte für die internationale Politik des 21. Jahrhunderts erklärt. Die UNESCO ist beauftragt, eine "Konvention zum Schutz der kulturellen Vielfalt" bis Ende 2005 vorzulegen. Die Bedrohungen und Risiken für die kulturelle Vielfalt müssen nun benannt und vielfältige Strategien für deren Erhalt entworfen werden.

Mit dieser internationalen und interdisziplinären Konferenz reflektiert und vertieft die Heinrich-Böll-Stiftung die Debatte um das komplexe und höchst widersprüchliche Verhältnis von Kultur und Globalisierung. In- und ausländische Expertinnen und Experten aus den Bereichen Wissenschaft, Politik, Kultur und bildende Kunst diskutieren die Ambivalenzen von kultureller Globalisierung, deren scheinbar unlösbaren Konflikte und suchen nach Wegen, Widersprüche und auch Paradoxien produktiv zu nutzen.

Da diese Konferenz im Kontext der Ausstellung "Identität versus Globalisierung? Positionen zeitgenössischer Kunst aus Südostasien" steht, gilt besondere Aufmerksamkeit auch der bildenden Kunst. Die Ausstellung, die noch bis zum 30. Januar 2005 in Berlin zu sehen ist, zeigt die intensive künstlerische Auseinandersetzung mit den verschiedenen Aspekten der kulturellen Globalisierung, reflektiert die Chancen zur Öffnung und Bereicherung, aber ebenso auch empfundene Bedrohungen und Ängste."

ausführliche Informationen sowie detailliertes Programm: boell.de/ausstellung

Information:
Andrea Peschel | andrea@boell-brussels.org

Fon 030-400 48 482 | Fax 030-417 23 395

Konferenzbeitrag:
15,00 Euro, ermäßigt 8,00 Euro

Veranstaltungsort: Haus der Kulturen der Welt | 10557 Berlin | John-Foster-Dulles-Allee 10

ch

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