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Haus am Lützowplatz / Studiogalerie

Entering, Permanent, Welt, Attrappe

Gruppenausstellung



Herzliche Einladung zur Eröffnung der neuen Studioglerie-Ausstellung und zur Einweihung der HaL-Hofskulptur 2019!

Eröffnung: Freitag, 5. April 2019, 19 Uhr

ENTERING, PERMANENT, WELT, ATTRAPPE
Begrüßung: Marc Wellmann, Künstlerischer Leiter Haus am Lützowplatz

Einführung: Andreas Koch und Peter K. Koch, Kuratoren der Ausstellung

Mit Werken von:
Oliver van den Berg
Miriam Böhm
Jürgen Drescher
Claus Goedicke
Joachim Grommek
Claudia Kugler
Johanna von Monkiewitsch
Kathrin Sonntag
René Wirths


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Kathrin Sonntag, „Bambustür“, 2019, © Kathrin Sonntag

Ein Akkord aus vier Worten, den Klang der Ausstellung vage vorgebend. Wenn wir uns in der sogenannten Realität, in der Wirklichkeit bewegen, wie sicher sind wir dann, dass es sich nicht um ein Vexierbild handelt? Und welche Effekte haben Täuschung und Selbsttäuschung auf unsere Vorstellung von Welt?

Das Begriffspaar Realismus / Abstraktion scheint kunsthistorisch gesehen ein ziemlich überstrapaziertes und dadurch ausgeleiertes zu sein und dennoch bietet es immer neue Betrachtungsmöglichkeiten. Das Verhältnis zwischen den uns umgebenden Zuständen bzw. Dingen und deren Bedeutung, hat immer auch etwas Brüchiges. Das System das wir wahrnehmen und bereits zu kennen glauben, arbeitet immer nur solange einwandfrei bis eine Störung auftritt.

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Oliver van den Berg, „Wäschständer“, 2013, © Oliver van den Berg

Etwa wenn man sich einen Schritt von dem allgemein vereinbarten Verständnis des Realen wegbewegt, findet man sich schnell in einer Grauzone wieder, in der alles neu vermessen werden kann. Wir befinden uns dann im Zwischenraum zwischen dem Ding an sich und seinem Abbild und fragen uns, wann aus einer Abbildung Kunst wird, und wann das Reale durch Überzeichnung ins Abstrakte kippt oder vielleicht zu einer Art abstrakten Hyperrealität wird.

Am Ende bleibt die Frage: How to enter the permanent, wenn die Welt doch nur Attrappe ist?
(Text: Andreas Koch & Peter K. Koch)

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Jürgen Drescher, Waschbecken, 2019, © Jürgen Drescher

Weitere Informationen: www.hal-berlin.de/ausstellung/kuratiert-von-koch-und-koch/

Laufzeit der Ausstellung:
06. APRIL - 26. MAI 2019
_______________________

Andreas Koch, Haltestelle
HAL-HOFSKULPTUR #4
(bis 20. OKTOBER 2019)
feat. Jürgen Drescher
(bis 24. MAI 2019)


Andreas Koch ist der Künstler der 4. Ausgabe des Formats „HaL-Hofskulptur“. Koch, dessen Arbeiten im Haus am Lützowplatz schon 2015 in einer Einzelausstellung zu sehen waren, stellt für die Dauer von einem halben Jahr die Attrappe eines im Fachjargon „Fahrgastunterstand“ genannten Wartehäuschens einer Berliner Straßen- oder Bushaltestelle in den Hof des Haus am Lützowplatz. Durch diese Ortsverschiebung vom öffentlichen Raum in den Innenhof, eliminiert der Künstler die eigentliche Funktion eines Wartehäuschen, nämlich das Warten, und schafft einen temporären Ausstellungsraum mit verschiedenen Flächen und Displays, die im Laufe des Jahres von unterschiedlichen Künstlern benutzt werden. Es entsteht eine Szenografie, ein Bühnenstück, in der der Ausstellungsbesucher die Rolle des Wartenden übernehmen wird.

Das Spiel mit Wahrnehmung, Realität und deren Repräsentation, das immer wieder in Kochs künstlerischem Werk auftaucht, erhält hier eine theatralische, aber auch gleichzeitig kuratorische Komponente. Andreas Koch der von 1996 bis 2004 die Galerie Koch und Kesslau in Berlin-Mitte betrieb ist neben seiner Arbeit als Künstler auch Buchgestalter, Autor und Herausgeber der Kunstzeitschrift "vonhundert" tätig.

Haus am Lützowplatz
Lützowplatz 9
10785 Berlin
Telefon: +49 (0)30 – 261 38 05

Haus am Lützowplatz / Studiogalerie


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