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Schering Stiftung

22 – Molecular Communication

Sissel Tolaas


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Sissel Tolaas
beyond SE(A)nse, 2018 (detail)
New commission for the 1st Riga Biennial
Foto: Courtesy of RIBOCA and Ivan Erofeev


Eröffnung: 10.04.2019 / 18-21 Uhr

Wie riecht Berlin? Die Geruchsforscherin und Künstlerin Sissel Tolaas widmet sich in der Ausstellung „22 – Molecular Communication“, die am 10. April 2019 eröffnet, der Geruchslandschaft der Müllerstraße im Berliner Bezirk Wedding. Dem eigens für die Schering Stiftung und die Galerie Wedding entwickelten Projekt liegt eine intensive Feldrecherche zugrunde. Sissel Tolaas hat sich mit der Geschichte der Müllerstraße befasst und dort Gerüche lokalisiert, die den Bezirk prägen. Diese stellt sie in „22 – Molecular Communication“ vor, indem sie den Projektraum der Schering Stiftung in eine Art Chemielabor verwandelt.

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Sissel Tolaas
beyond SE(A)nse, 2018 (detail)
New commission for the 1st Riga Biennial
Foto: Courtesy of RIBOCA and Ivan Erofeev


Anhand von dampfenden Glaskolben, die zum konzentrierten Riechen einladen, können einzelne charakteristische Duftmoleküle oder komplexe Molekülverbindungen erschnuppert werden. Zugleich befinden sich die Besucher*innen in einem Arbeitsraum, der auf Sissel Tolaas’ eigenes Labor Bezug nimmt. In ihrem im Jahr 2004 gegründeten „Smell Research Lab“ rekonstruiert die Künstlerin mithilfe synthetischer Moleküle und dank ihrer Expertise im Fach Chemie reale Gerüche, die sie in Metropolen auf der ganzen Welt sammelt. 52 Geruchsprofile verschiedener Städte und Landschaften hat sie bislang geschaffen.Historische Laborgeräte der 1920er bis 1960er Jahre aus den einstigen Forschungslaboren des Pharmaunternehmens Schering konnten mit Unterstützung des Deutschen Technikmuseum Berlin zusammengestellt werden und bilden die Grundlage der Installation.

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Porträt Sissel im Labor
Sissel Tolaas im Smell Re_search Lab, Berlin-Wilmersdorf, 2009
Foto © Alexandra Daisy Ginsberg


So erinnert die Ausstellung auch an die Geschichte der Schering AG, deren florierender Forschungsbetrieb und Verwaltungssitz bis ins Jahr 2006 in der Müllerstraße zu finden war. „22“ ist in Kooperation mit der Galerie Wedding entstanden, wo die Künstlerin in einer zweiten Ausstellung, die am 18. April 2019 eröffnet, die Smellscape der Müllerstraße unmittelbar erfahrbar macht: Mittels Sensoren, die an verschiedenen Punkten entlang der Straße angebracht werden, gelangen die Gerüche vom Außenraum in den Galerieraum und werden dort über Ventilatoren im Raum erfahrbar gemacht. Wetterlage und Windstärke bestimmen, was gerochen werden kann.

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