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Rumänisches Kulturinstitut Berlin

Transylvania Retouched. A Matter of Landscape and Representation

Gruppenausstellung


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Postcard Transylvania Retouched

Ausstellung: Transylvania Retouched. A Matter of Landscape and Representation:
25.06.2019 - 20.09.2019

Ort: RKI Galerie, Reinhardtstr. 14, 10117 Berlin.
Neueröffnung nach den Sommerferien:
5.9.2019 | Einlass ab 19.00 Uhr
19.30 Uhr - Kuratorinnenführung durch die Ausstellung (DE & EN)
Kuratiert von: Daniela Duca & Virág Major.

Die Ausstellung kann noch bis zum 20.09. besucht werden.
Öffnungszeiten: Di – Fr 14.00 – 18.00 Uhr

Werke von: Aladár Garda, Anca Benera & Arnold Estefan, Zsolt Fekete, Elekes Károly, Kovács Lehel, Mircea Nicolae, Radu Băieș, Kisspál Szabolcs

Die transsilvanische Landschaft wird einhellig als eine einzigartige, malerische Naturschönheit beschrieben. Ein Blick in jeden Reiseführer bestätigt diese Repräsentation als beinahe mythischen Naturraum mit schönen Gebirgen und Flüssen, hier und da einer uralten Schafherde oder anderen Zeichen ländlicher Aktivität. Diese Darstellung wird endlos reproduziert und bewahrt so Phantasien des 19. Jahrhunderts über die romantisch-pittoresken Landschaften der Region.

Die Ausstellung „Transylvania Retouched“ nimmt sich vor, diese Konstruktion einer kritischen Betrachtung zu unterziehen. Die methodische Herangehensweise einer reflexiven Nostalgie (Svetlana Boym) ersetzt in diesem Zusammenhang die vermeitlich „neutrale“ nostalgische Betrachtung. Ist es möglich, den Prozess, durch den eine Landschaft ihre eigene Lesbarkeit ausgelöscht hat, wieder rückgängig zu machen? Welche Ideale, Traumata und Sehnsüchte enthält diese Landschaft beziehungsweise ihre Repräsentation? An wen richten sie sich und wie werden sie vermittelt?

Die Ausstellung thematisiert unterschiedliche Formen der künstlerischen Auseinandersetzung mit dem transsilvanischen Naturraum im weiteren Sinne, sodass deren Gemeinsamkeiten als Medien der Repräsentation in den Vordergrund gerückt werden. Archivmaterial, welches die Land-Art Kunstaktionen der transsilvanischen neo-avantgardistischen Gruppe MAMŰ dokumentiert, wird mit zeitgenössischen Beispielen von Landschaftsmalerei und Fotografie, sowie mit Praktiken der Konzeptkunst und der Appropriation Art zusammengeführt.

Indem sie rumänische und ungarische KünstlerInnen zusammenbringt, adressiert die Ausstellung zugleich die Frage nach der Identität des transsilvanischen Kunstschaffenden, aber auch nach der Möglichkeit der Wiederbelebung des kulturellen Erbes und der lokalen Traditionen. Wie können diese Traditionen neu interpretiert werden, sodass sie das Konzept der Nation weder bewahren noch hervorheben, und stattdessen eine Methode voranbringen, wodurch Traumata in einem transnationalen und transkulturellen Kontext heilen können?

Kuratiert von Daniela Duca & Virág Major

Ein Projekt des Rumänischen Kulturinstituts Berlin mit der freundlichen Unterstützung des Collegium Hungaricum Berlin

Rumänisches Kulturinstitut Berlin
Reinhardtstr. 14, 10117 Berlin

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