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Akademie der Künste / Hanseatenweg

Käthe-Kollwitz-Preis 2020. Timm Ulrichs: Weiter im Text

Timm Ulrichs


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Timm Ulrichs, THE END, Augenlid-Tätowierung, 1970/16.5.1981. Dokument einer Tätowieraktion von Horst H. Streckenbach, Samy´s Tatoo Studio, Frankfurt a. M., 16.5.1981, Foto: Foto-Hoerner, Hannover. © VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Preisverleihung und Ausstellungseröffnung: Donnerstag, 23. Januar 2020, 19 Uhr, Eintritt frei

Mit Kathrin Röggla, Rolf Tegtmeier, Gregor Schneider, Peter Weibel, Timm Ulrichs


Ausstellung: 24. Januar – 1. März 2020, Di–So 11–19 Uhr

Im Jahr seines 80. Geburtstags würdigt die Akademie der Künste den in Berlin geborenen Künstler Timm Ulrichs mit dem Käthe-Kollwitz-Preis 2020 für sein Lebenswerk, das bis heute für nachfolgende Künstlergenerationen Fundgrube und Inspirationsquelle ist.

Fernab der Kunstzentren arbeitet Timm Ulrichs als selbsternannter „Total-Künstler“ unermüdlich in den unterschiedlichsten Genres. Dabei verfolgt er mit seinem Ideenreichtum kein durchgehendes Konzept, sondern sucht Originalität in jeder einzelnen Idee. Die Ausstellung „Weiter im Text“ nimmt die Beziehung von Sprache und Bild in seinem Werk in den Fokus. Mit einer Auswahl von raumgreifenden Werken, kleineren Objekten und Filmen will sie die Vorstellung vom Ende des (Un-)Sagbaren ergründen, bis hin zur biblischen Vorstellung, dass die Welt mit Sprache beginnt und endet: AM ANFANG WAR DAS WORT AM. (1962).

Timm Ulrichs (*31. März 1940 in Berlin) studierte nach dem Abitur Architektur an der Technischen Hochschule in Hannover. Danach unterrichtete er als (Gast-) Professor u. a. an der Kunstakademie in Münster und an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig. 1959 gründete Ulrichs die Werbezentrale für Totalkunst / Banalismus / Extemporismus in Hannover, die zur Verbreitung, Entwicklung und Produktion von Totalkunst dienen sollte und erklärte sich 1961 selbst zum „ersten lebenden Kunstwerk“. Es folgten 1966 eine öffentliche „Selbstausstellung“ in Frankfurt am Main, 1969 die Gründung einer „Kunstpraxis (Sprechstunden nach Vereinbarung)“ und 1970 die erste Totalkunst-Retrospektive in Krefeld. 1977 war er mit seiner radikalen Position Teilnehmer der documenta 6 in Kassel. Sein Œuvre umfasst konzeptuelles Arbeiten, Objektkunst, Environments, Performances, Aktionen, Multimediales und konkrete Poesie.

Der Käthe-Kollwitz-Preis wird 2020 bereits zum 60. Mal vergeben. Seit 1960 wird damit jährlich eine bildende Künstlerin oder ein bildender Künstler ausgezeichnet. Preisträgerinnen der letzten Jahre waren u. a. Hito Steyerl (2019), Adrian Piper (2018) und Katharina Sieverding (2017). Anlässlich des Jubiläums veröffentlicht die Akademie der Künste im März eine Übersicht aller bisherigen Preisträgerinnen und Preisträger mit weiterführendem Material unter www.adk.de/kaethe-kollwitz-preis.

Der Preis, die Ausstellung und der Katalog werden seit 1992 mitfinanziert von der Kreissparkasse Köln, Trägerin des Käthe Kollwitz Museum Köln.

Anlässlich des 80. Geburtstages von Timm Ulrichs zeigt das Haus am Lützowplatz vom 7. März bis 14. Juni 2020 die Ausstellung „Timm Ulrichs: Ich, Gott und die Welt“.

Eintritt € 5/3, bis 18 Jahre und dienstags von 15 bis 19 Uhr Eintritt frei

Akademie der Künste, Hanseatenweg 10, 10557 Berlin
T. +49 (0)30 20057-2000, info@adk.de

Akademie der Künste / Hanseatenweg


Berlin Daily 25.09.2020
FEATURED MUSIC – Heterotopie und Kontinuum
17 h: Musikprogramm+Artist Talk mit Norbert Bisky im Rahmen der Ausstellung „Features – 10 Sichten auf Berlin“. Museum Nikolaikirche | Nikolaikirchplatz |10178 Berlin. Eintritt: 9, –/ 6, – Euro | begrenzte Teilnahmeplätze

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