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Deutsches Historisches Museum (DHM)

Von Luther zu Twitter. Medien und politische Öffentlichkeit

Gruppenausstellung


Von Luther zu Twitter. Medien und politische Öffentlichkeit

Lesekabinett, Heinrich Lukas Arnold (1815–1854), Dresden, um 1840 Öl auf Leinwand © Deutsches Historisches Museum/A. Psille

Im November coronabedingt geschl.

Die Ausstellung zeigt, wie es zum aufklärerischen Ideal demokratischer Öffentlichkeit und freier Meinungsäußerung gekommen ist: Ausgehend vom Buchdruck und seiner Bedeutung für die Reformation beleuchten Kurator Harald Welzer und Kuratorin Melanie Lyon die Pluralisierung der Presselandschaft im 19. Jahrhundert, die besondere Rolle des Rundfunks in den 1920er bis 1940er Jahren und die des Fernsehens der ersten Nachkriegsjahrzehnte. Die Kontinuitäten und Brüche eines immer auch medial bewegten Strukturwandels der Öffentlichkeit – zwischen Repression und Emanzipation – werden dabei bis in die heutigen Entwicklungen verfolgt.

Anhand von rund 200 Objekten aus Deutschland, Österreich, Spanien, Großbritannien und China zeigt die Ausstellung, wie politische Akteurinnen und Akteure, aber auch soziale Bewegungen die Macht und Möglichkeiten neuer Medientechnologien erkennen und einsetzen. Beispiele wie die Druckschriften Martin Luthers, der „Volksempfänger" in der NS-Diktatur, der Aufstieg des Fernsehens zum Leitmedium der Politikinszenierung oder die aktuelle Twitter-Politik veranschaulichen schlaglichtartig, dass die Geschichte der Veränderung von politischer Öffentlichkeit und Kommunikation durch neue Medien stets auch eine Geschichte vom Aufstieg und Wandel demokratischer Öffentlichkeiten ist.

10. September 2020 bis 11. April 2021
Deutsches Historisches Museum
Unter den Linden 2
10117 Berlin
Deutsches Historisches Museum (DHM)


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