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FLUXUS – Kriegskinder

Künstler _innen der Sammlung


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Emmett Williams, Soldier (1970, 1983), © The Estate of Emmett Williams, 2020

Ab 12. September 2020 bis 12. März 2021
Mi – So 13:00 – 18:00 Uhr

Keine andere Generation von Künstler_innen ist so sehr von den Geschehnissen des 2. Weltkrieges geprägt, wie jene, die in den 1960er Jahren weltweit zu den Erben der beteiligten Kriegsparteien gehörten.

Zunächst als umfangreiche Umhängung der Sammlungsbestände in Ergänzung mit Leihgaben als Themenausstellung konzipiert, findet die Ausstellung nun als Sonderthema ihren Platz in der überarbeiteten Dauerausstellung. Anhand eines Rundganges werden Arbeiten von Mary Bauermeister, Wolf Vostell, Emmett Williams und weiteren Künstler_innen der Fluxus-Bewegung miteinander in Beziehung gesetzt, um dem Besucher das Bild einer Bewegung zu zeigen, welche in der Auseinandersetzung mit sozialen, moralischen und politischen Themen der Nachkriegszeit spezifische Strategien entwickelte.

Das Paradox, die Collage, Serialität oder das Flüchtige sind solche Strategien. Auch die veränderte Einstellung zur Qualität hergestellter Objekte und die Überschneidung der Gattungen von bildender Kunst, Musik, Theater und Poesie eröffnen vielschichtige Perspektiven und werden im Kontext gesellschaftlicher Muster gelesen.

Letztlich lassen Bezüge zur europäischen Kunstgeschichte erkennen, dass das Thema Krieg und Gewalt seit Jahrhunderten ein Motor künstlerischer Kreativität ist.

Die Ausstellung nimmt Bezug auf das Themenjahr Kulturland Brandenburg 2020 „KRIEG und FRIEDEN. 1945 und die Folgen im Land Brandenburg“.

Beteiligte Künstler_innen: Mary Bauermeister, Josef Beuys, Bazon Brock, George Maciunas, Yoko Ono, Dieter Roth, Tomas Schmit, Wolf Vostell, Emmett Williams u.a.

Begleitend zur Ausstellung erscheint eine Publikation, welche auf den jeweiligen biographischen Bezug der Künstler_innen zum 2. Weltkrieg und Krieg allgemein eingeht. Die Texte führen durch die neu konzipierte Dauerausstellung und laden dazu ein mit neuem Blickwinkel auf die ‚Kriegskinder’ zu schauen. Textauszüge der Publikation sind für den Mueums-Audioguide aufgearbeitet worden.

In der ersten Oktober-Hälfte 2020 ist eine Veranstaltung geplant, auf der die Publikation präsentiert wird.

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