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Haus am Kleistpark

Diversität der Moderne. 100 Jahre Groß-Berlin

Gruppenausstellung


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© Anne Schönharting, Frank Dingel und Karsten von Kuczkowski, Stylisten, Berlin 2012, aus der Serie Berlin-Charlottenburg

Haus am Kleistpark / Halle + Projektraum des Haus am Kleistpark
10. Oktober – 13. Dezember 2020

Im Rahmen des Europäischen Monats der Fotografie
Diversität der Moderne
100 Jahre Groß-Berlin

Kuratiert von Gabriele Muschter und Uwe Warnke.
Schirmherr ist der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller.

100 Jahre Groß-Berlin. Das ist ein Grund über diese Stadt und ihre Geschichte anders nachzudenken und Bilder zu finden, in denen sich die Atmosphären dieses besonderen, charismatischen Ortes widerspiegelt. Wer Berlin heute erlebt, trifft auf Spannungsfelder jenseits von Klischees.

Mit den Arbeiten von Stefanie Bürkle, Göran Gnaudschun, Ute Mahler, Florian Merkel, Arwed Messmer, Andreas Mühe, Loredana Nemes, Michael Schmidt, Anne Schönharting, Michael Wesely, Ulrich Wüst stellen die Kuratoren Gabriele Muschter und Uwe Warnke elf künstlerisch-fotografische Positionen vor, die sich mit der Lebensrealität, Vielschichtigkeit und Komplexität von Prozessen und Entwicklungen in der Großstadt Berlin auseinandersetzen.

Berlin ist Weltstadt – unkompliziert offen, kosmopolitisch und mitten in Europa. Hier leben Menschen der verschiedensten Nationen und Kulturkreise harmonisch wie dissonant miteinander. Die Vereinbarkeit zu suchen und das Trennende zu erfassen, war – schon immer – auf unterschiedliche Weise evident und bleibt stetige Herausforderung.

Das zeigen auch die Bilder dieser Ausstellung, welche im Zeitraum von 1989/90 bis 2017 entstanden sind und das Lebensgefühl wie den Zeitgeist, den ganz speziell die Stadt Berlin verkörpert, wesentlich darstellen. Die Ausstellung unter- nimmt den Versuch, die Modernität der Stadt Berlin im Spektrum von Entwicklung und Stillstand, mit einem besonderen Blick auf die Diversität der Lebenskonzepte in herausragenden fotografischen Arbeiten vorzustellen.

Fotokünstler wie Arwed Messmer und Andreas Mühe haben als zentrales Thema ihrer Arbeit den Blick auf deutsche Geschichte. Und auch Ulrich Wüst ist im ausgestellten Leporello OSTWESTMITTE der Geschichte zwischen Hoch- und Alltagskultur pendelnd nahe.
Michael Schmidt gehört international zu den bedeutendsten Fotografen seiner Zeit. Seine kritische Liebe zu Berlin findet sich in fast allen seinen Bildern.
Ute Mahlers subjektive Sicht auf die Wirklichkeit spiegelt sich in der 1995 entstandenen Serie Sommer in Berlin wider, die eine Entdeckung ist.
Die Fotografien von Modellen oder Musterfassaden, die Stefanie Bürkle zeigt, lassen die Stadt als Kulisse erscheinen.
Ein verfremdetes urbanes Bild entwirft Michael Wesely mittels seiner besonderen Ausdrucksform, der extremen Langzeitbelichtung. Der Gang der Zeit wird hier visuell erlebbar, er erscheint als Schichtung.
Göran Gnaudschun interessiert sich für Menschen in ihren Lebenssituationen, hier die Punks am Berliner Alexanderplatz. Anne Schönharting macht in ihren Fotografien der Charlottenburger (groß-)bürgerlichen Szene die Distinktions- mechanismen und Codes sichtbar, mit denen die Dargestellten ihre Zugehörigkeit zu ihrem sozialen Milieu definieren. Auf nächtlichen Streifzügen hat Loredana Nemes nachbarschaftliche Männerwelten vor türkischen, orientalischen oder arabischen Lokalen in Kreuzberg, Neukölln und Wedding fotografiert und zeigt als Ergebnis dieses Dialogs Bilder, die uns kulturelle und visuelle Grenzen aufzeigen.
Den Kontrapunkt in dieser Ausstellung setzt Florian Merkel als künstlerisch- technisches Multitalent mit einer Umsetzung von Fotografie in Malerei.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Lukas-Verlag, Berlin, mit einem Vorwort von Dr. Enno Kaufhold.

Eine Kooperation mit der Kulturstiftung Haus Europa, realisiert mit freundlicher Unterstützung durch die LOTTO-Stiftung Berlin.

Tours & Talks
jeweils Donnerstag
von 17–19 Uhr Gespräche oder Kleingruppenführungen, abwechselnd mit Künstler_innen sowie Dr. Enno Kaufhold, Uwe Warnke, Barbara Esch Marowski. Details zu den Terminen siehe Website.

Haus am Kleistpark
Grunewaldstraße 6–7 10823 Berlin
Telefon 90277-6964

Di–So, 11–18 Uhr
Do 10–20 Uhr
Eintritt frei
Kein barrierefreier Zugang

Haus am Kleistpark


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