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Haus am Lützowplatz

Lob der Malkunst

Margret Eicher


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Margret Eicher, Das große Rasenstück, 2013
Digitale Collage, Jacquard, 275 x 425 cm
Im Besitz des ZKM Karlsruhe
© VG Bild-Kunst, Bonn 2021 / Margret Eicher


Ausstellung, virtuelle Rundgänge, digitaler Dialog
Haus am Lützowplatz (HaL), Berlin

5. Februar bis 14. März 2021
"Die Fortsetzung der Malerei mit anderen Mitteln und die erweiterten Ressourcen der elektronischen Bildarchive sind Grundlage meiner Arbeit."
Margret Eicher

Die monographische Ausstellung der Künstlerin Margret Eicher mit 12 großformatigen Tapisserien wird ab dem 5. Februar in verschiedenen virtuellen Formaten für das Publikum erlebbar sein. Das Projekt ist eine Kooperation mit dem Museum Villa Stuck in München und war dort vom 19. Mai bis 22. November 2020 zu sehen. Die Präsentation im Haus am Lützowplatz (HaL) ist die Fortsetzung der Ausstellung in Eichers Wahlheimat Berlin und wird von Dr. Marc Wellmann kuratiert.

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Margret Eicher, Lob der Malkunst 2, 2018
Digitale Montage/, Jacquard, 290 x 430 cm
© VG Bild-Kunst, Bonn 2021 / Margret Eiche


Mit ihren Tapisserien bezieht sich die Künstlerin auf die kommunikative Funktion historischer Bildteppiche; diese dienten vor allem im Barock als soziales Distinktionsmerkmal und der Manifestation von Macht. Fasziniert von trivialen, zeitgenössischen Bildklischees der Illustrierten und des Internets verbindet die Künstlerin die grelle Schönheit der High-End-Oberflächen, die unser Zeitgeschehen und Menschenbild spiegeln, mit der Funktion und Wirkung der Tapisserie des 17. Jahrhunderts.
Die Bildvorlagen werden von Eicher am Computer zu Montagen verschmolzen, die dann in einem digital gestützten Webprozess ihre sinnliche Präsenz als Jacquard-Tapisserien erhalten.

In einer virtuellen Vernissage am Freitag, 5. Februar um 18 Uhr begrüßen Dr. Marc Wellmann, künstlerischer Leiter vom Haus am Lützowplatz und die Künstlerin Margret Eicher über ein Zoom-Webinar das Publikum. Des Weiteren werden von Dienstag bis Freitag von 12 bis 16 Uhr Live-Rundgänge angeboten, bei denen persönliche Guides den Teilnehmenden einen virtuellen Ausstellungsrundgang ermöglichen.
In der hochkarätig besetzten Gesprächsreihe Digitaler Dialog spricht die Künstlerin Margret Eicher mit den Kunsthistorikern und Museumsdirektoren Dr. Stephan Berg, Dr. Reinhard Spieler, Dr. Sebastian Baden, Wolfgang Ullrich über verschiedene Aspekte ihrer Arbeit.
Bei einer virtuellen Finissage am Donnerstag, 11. März werden Dr. Marc Wellmann vom Haus am Lützowplatz und Michael Buhrs, Direktor Museum Villa Stuck, über ihre jeweiligen Erfahrungen mit der Ausstellung im realen sowie virtuellen Raum reflektieren.

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Margret Eicher, Agent Assange, 2020
Digitale Montage, Jacquard, 280 x 371 cm
© VG Bild-Kunst, Bonn 2021 / Margret Eicher


Der Katalog Lob der Malkunst mit Texten von Marc Wellmann, künstlerischer Leiter Haus am Lützowplatz, Berlin, Michael Buhrs, Direktor Museum Villa Stuck, München und der Künstlerin Margret Eicher sowie mit Neuaufnahmen und Installationsansichten aller in beiden Ausstellungen gezeigten Arbeiten erscheint in der Dr. Cantz´schen Verlagsgesellschaft.

Allen Beteiligten des Projektes ist bewusst, dass diese Ausstellung wegen des anhaltenden Corona-Lockdowns mit großer Wahrscheinlichkeit leider von keinem Präsenzpublikum erlebt werden kann. In Reaktion darauf ist das folgende Online-Vermittlungsprogramm entwickelt worden.

Terminübersicht:

Eröffnungsveranstaltung/ Vernissage
Freitag, 5. Februar 2021, 18 Uhr via Zoom

Mit Dr. Marc Wellmann, künstlerischer Leiter Haus am Lützowplatz und Margret Eicher

Live-Rundgänge – Gehen Sie mit Ihrem persönlichen Guide durch die Ausstellung
Besucher*innen werden mit einem persönlichen Assistenten/einer persönlichen Assistentin über Zoom in einer Videokonferenz verbunden. Die Person verwendet ein mobiles Endgerät und geht so mit Ihnen durch die Ausstellungsräume. Während der Führung besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen und sich miteinander auszutauschen
9. Februar bis 11. März 2021, jeweils Di-Fr 12-16 Uhr zur vollen Stunde mit maximal 10 Teilnehmenden. Dauer 45 Minuten
Jeweils am Dienstag um 15 Uhr ist Margret Eicher als Gesprächspartnerin zugeschaltet

Digitaler Dialog – Margret Eicher im Gespräch mit

Dr. Stephan Berg, Intendant Kunstmuseum Bonn, Honorarprofessor Kunstakademie Braunschweig
Thema: Lob der Malkunst, die Fortsetzung der Malerei mit anderen Mitteln
Das Gespräch nimmt den Ausstellungstitel, „Lob der Malkunst“ in den Fokus, und thematisiert die Fortsetzung der Malerei mit anderen Mitteln, nämlich den erweiterten Ressourcen der elektronischen Bildarchive. Fantasy- und Game-Ikonographien, verbunden mit den kunsthistorischen Motivtraditionen zeigen die Kontinuität gesellschaftlicher Mythen.
Termin: Donnerstag, 11. Februar, 16 Uhr

Dr. Reinhard Spieler, Kunsthistoriker, Direktor des Sprengel Museums in Hannover
Thema: Digitale Collage und gesellschaftliches Statement
Die Collage ist seit Kurt Schwitters eng verbunden mit politisch motivierter Kunst. Sie spiegelt das Fragmentarische, heterogene und disparate Daseinsgefühl der Gegenwart und spielt auch in Margret Eichers Arbeit eine bedeutende Rolle.
Termin: Donnerstag, 18. Februar, 16 Uhr

Dr. Sebastian Baden, Kurator zeitgenössische Kunst und Skulptur, Kunsthalle Mannheim
Thema: Schönheit & Macht. Höfische und Populäre Bildkultur
Das Gespräch nimmt die Ideen- und Materialsammlung von Margret Eicher in den Blick, die Eingang in die Ikonografie der ausgestellten Werke in der Ausstellung „Lob der Malkunst“ gefunden hat. Die Diskussion schlägt dabei den Bogen von Aby Warburgs Bilderkatalog bis in die Gegenwart der populären Bildkultur.
Termin: Donnerstag, 25. Februar, 16 Uhr

Wolfgang Ullrich, Kunsthistoriker, Autor und Kulturwissenschaftler, München Thema: Pop & Adel. Margret Eichers Tapisserien
Popkultur hat mit der Adelskultur, der Tapisserien ursprünglich angehören, gemeinsam ein starkes Interesse an Genealogien. Wolfgang Ullrich und Margret Eicher diskutieren über den neuen Adel der Popkultur, Bildikonen und -traditionen.
Termin: Donnerstag, 05. März, 18 Uhr

Die Gespräche können über Zoom live verfolgt werden und sind auf eine Dauer einer Stunde angelegt. Im Anschluss daran können die Teilnehmenden Fragen stellen.

Abschlussveranstaltung/Finissage
Mit Dr. Marc Wellmann, künstlerischer Leiter Haus am Lützowplatz und Michael Buhrs, Direktor Museum, Villa Stuck
Termin: Donnerstag. 11 März, 16 Uhr

Alle Veranstaltungen sind kostenfrei und werden über Zoom angeboten.

Eine Anmeldung ist erforderlich.

Anmeldung und weitere Informationen zu allen Veranstaltungen www.hal-berlin.de

Haus am Lützowplatz
Lützowplatz 9 / 10785 Berlin
Tel +49 30 261 38 05

Haus am Lützowplatz


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