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Kommunale Galerie Berlin

להיות כאן, Hiersein, Being Here

Gruppenausstellung


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Heike Steinweg, Open History, 2015, Na`ama Ityel, Eyal Roth, Meira Meisler, Fotografien mit Texttafeln

Ausstellung im Rahmen des Festjahres 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland.
Mit den Künstler*innen Paula Elion, Michal Fuchs, Olaf Kühnemann, Atalya Laufer, Elke Renate Steiner, Heike Steinweg und Birgit Szepanski.
Kuratiert von Dr. Birgit Szepanski

Ausstellung vom 5. September bis 21. November 2021

Ort: Kommunale Galerie Berlin, Hohenzollerndamm 176, 10713 Berlin
Öffnungszeiten: Di bis Fr 10-17 Uhr, Mi 10-19 Uhr, Sa und So 11-17 Uhr
Eintritt frei

Die Ausstellung Hiersein, Being Here, להיות כאן macht einem breiten Publikum zeitgenössische Perspektiven auf das deutsch-jüdische Stadtleben zugänglich. Die Künstler*innen Olaf Kühnemann, Michal Fuchs, Paula Elion, Atalya Laufer, Elke Renate Steiner, Heike Steinweg und Birgit Szepanski präsentieren mit Zeichnung, Malerei, Fotografie, Konzeptkunst und Comic ihre individuellen und kritischen Sichtweisen auf Familie, Herkunftsorte, Identitäten und die jüdische und deutsche Geschichte.

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Michal Fuchs, Disillusionment, 2021, Betonskulpturen auf dem Boden, Ausstellungsansicht

Berlin ist eine Stadt, die von Zuwanderung lebt und lebte. Für Künstler*innen ist Berlin aufgrund seiner offenen Struktur und Wandelbarkeit Lebens- und Arbeitsort geworden, dies zeigen auch Künstler*innen mit jüdischen Wurzeln, die nach dem Holocaust als sogenannte ›dritte Generation‹ in Berlin leben. Die Reflexion und das Interesse an jüdischer Kultur teilen sie sich mit deutschen Künstler*innen, die sich in ihren Kunstwerken mit Erinnerung und Geschichte des nationalsozialistischen Deutschlands auseinandersetzen. Die Ausstellung gibt Einblicke in diese Auseinandersetzungen und thematische Vernetzungen:
Wer blickt wie auf die Geschichte Deutschlands? Welche Perspektiven entstehen durch Künstler*innen, die aus Israel und anderen Ländern nach Berlin zogen? Wie setzen sie sich mit der jüdischen und deutschen Kultur auseinander? Wie gehen Künstler*innen mit deutscher Herkunft mit dem Gedenken in der Stadt um?

Hiersein, Being Here, להיות כאן vermittelt, neben einem (neuen) Selbstverständnis in Deutschland und Berlin zu leben, auch die Fragilität einer kulturellen Identität und die Brüche und Reflexionen der jüdischen und deutschen Geschichte. Die Künstler*innen stellen sich dieser Spannung und Reflexion und lassen die Besucher*innen daran teilhaben.

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Publikationen aus dem Ariella Verlag, Helene Nathan Verlag und ein Comicheft von Elke Renate Steiner, 2021, Foto: Birgit Szepanski

Veranstaltungen

Eintritt frei

Kunst und Bücher: Ein Gespräch zum Publizieren von jüdischer Geschichte und Geschichten
Sonntag, 17. Oktober 2021 um 14 Uhr
Mit der Verlegerin Myriam Halberstam (Ariella Verlag), der Comic-Künstlerin Elke Renate Steiner und der Kuratorin und Künstlerin Dr. Birgit Szepanski (Helene Nathan Verlag) Moderation: Dr. Birgit Szepanski
Telefonische Anmeldung unter 030 9029 16704

Myriam Halberstam ist Gründerin des bundesweit ersten deutsch-jüdischen Kinderbuchverlags seit der Shoah. Die Bücher ihres Ariella Verlages sind für Kinder und Erwachsene und zeichnen sich durch einen spielerischen Zugang zu Judentum und Texten von internationalen Autor*innen und Illustrator*innen aus. 2020 erhielt der Ariella Verlag den Preis des Deutschen Buchhandels. Die Künstlerin Elke Renate Steiner zeichnet Comics zur jüdisch-deutschen Geschichte und erinnert in einem in der Ausstellung gezeigten Comic an die weltweit erste Rabbinerin Regina Jonas, die in Berlin lebte. Um ein zeitgenössisches und künstlerisches Erzählen von Geschichte und Erinnerung geht es auch Birgit Szepanski, die in Hommage an die Berlinerin Helene Nathan einen Kunstbuchverlag gründete. Welche Verbindungen gehen Kunst, Comic, Illustrationen und Erzählungen ein? Wie kann heute Erinnerungskultur vielfältig vermittelt werden?

»Walk with Me: Fehrbelliner Platz«
Spaziergang am Fehrbelliner Platz anlässlich der Ausstellung Hiersein, Being Here mit Birgit Szepanski

Sonntag, 24. Oktober 2021, 14.00 bis 15.30 Uhr,
Treffpunkt Kommunale Galerie Berlin, Hohenzollerndamm 176, 10713 Berlin
Nach dem Spaziergang besteht die Möglichkeit, sich die Ausstellung anzusehen. Teilnehmer*innenzahl max. 10 | Telefonische Anmeldung unter 030 9029 16704
Der Spaziergang wird von der Künstlerin und Kuratorin der Ausstellung Birgit Szepanski geleitet und führt rund um den Fehrbelliner Platz. Mit einer künstlerischen Sichtweise wird die Architektur des Platzes untersucht und die Geschichte des Platzes reflektiert: Ist der Fehrbelliner Platz ein Ort, an dem Stadtbewohnende verweilen? Welche künstlerischen Antworten lassen sich auf die im Nationalsozialismus gebaute Architektur finden? Was erzählt uns der Ort heute?

Künstler*innengespräch
Sonntag, 7. November 2021, 14 Uhr
Mit Atalya Laufer, Olaf Kühnemann, Elke Renate Steiner, Heike Steinweg und Birgit Szepanski
Telefonische Anmeldung unter 030 9029 16704

Soft Finissage
Samstag, 20. November 2021 von 14-17 Uhr
Mit Olaf Kühnemann, Atalya Laufer, Elke Renate Steiner, Heike Steinweg und Birgit Szepanski
Keine Anmeldung erforderlich. Maximal 12 Personen können sich zeitgleich in der Ausstellung aufhalten.

Weitere Informationen zum Festjahres 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland 2021jlid.de
Kommunale Galerie Berlin


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