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Kommunale Galerie Berlin

Kunst und Kooperation

Gruppenausstellung


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Oliver Möst Blaues Zimmer, 2022 ca. 240 x 360 cm, Fotografie

Susanne Ring + Oliver Möst, Skulptur, Grafik, Fotografie
Daniela Fromberg + Stefan Roigk, Objekte, Klanginstallation, Video
#kamel. Elisa Dierson + Katja Marie Voigt, Installation, Cyanotypie, Druckgrafik

Ausstellung

vom 24. April bis 12. Juni 2022


Die Ausstellung zeigt unterschiedliche Formen der Kooperation in der Kunst - von der Zusammenarbeit als klassisches Künstlerpaar, über Kollaboration als künstlerische Praxis bis zur Teilhabe und Partizipation als künstlerischen Prozess.

Eröffnung am Sonntag, 24. April 2022 von 11 bis 17 Uhr

Begrüßung 12 Uhr
Elke von der Lieth, Kommunale Galerie Berlin

Künstler*innenspräch und Führung durch die Ausstellung
Samstag, 14. Mai 2022, 12 Uhr


Ort: Kommunale Galerie Berlin, Hohenzollerndamm 176, 10713 Berlin
Öffnungszeiten: Di bis Fr 10-17 Uhr, Mi 10-19 Uhr, Sa und So 11-17 Uhr
Eintritt frei

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li: Oliver Möst, Hände / re: Susanne Ring, Sie und Er

Bild- und Objektpaare sind in den Werken von Susanne Ring und Oliver Möst selbstverständlich. Darüber hinaus gelingt es beiden, den individuellen Radius der eigenen künstlerischen Arbeit, den des Fotografen und den der Bildhauerin, abzubilden.

Eine Fotografie im Großformat bildet den Hintergrund für die Einrichtung ihrer Werke in der Ausstellung. Sie gewährt den Blick in das private Wohnzimmer der Künstler*innen auf ein Sideboard, das mit Kunstwerken und Kunsthandwerk bestückt ist; ebenso die dahinterliegende Wand. Auf dem blauen Linoleumboden liegt ein Teppich, im Anschnitt am Bildrand links, die verglaste Eingangstür. Neben zwei Skulpturen von Susanne Ring fallen die verschiedenen Zweiergruppen von Figuren auf, die hier versammelt sind, u.a. der doppelköpfige schwarze Schwan von Kaisu Koivisto, zwei Arbeiten auf Papier von Eva Wisbaur, kleine Holzfiguren, Keramiken; sogar auf dem Teppich stehen sich Tiere gegenüber.

Die Fotografien von Oliver Möst bedienen sich analoger Technologien. Unter Verwendung von minimalen Mitteln und Methoden einerseits, betont andererseits die ins Kosmische reichende Idee die künstlerische Konzeption. Hand in Hand arbeiten Licht und Materie in den Lichtzeichnungen zusammen und bewirken eine Sichtbarkeit des Objektes. Die Belichtungsdauer beträgt mehrere Stunden, manchmal sogar Tage, je nach Stärke der Sonneneinstrahlung.
Die Bildpaare wurden eigens für die Ausstellung produziert und thematisieren Gestaltungskraft, Individualität und Gemeinschaft als Konstellation künstlerischer Ideenfindung. Durch den dauerhaften Lichteinfall auf die Werke während der Ausstellungszeit werden die Lichtzeichnungen allerdings wieder verschwinden.
www.olivermoest.com

Das Thema Paare greift Susanne Ring in ihren Werken immer wieder auf, sowohl in den bildhauerischen Arbeiten als auch in denen auf Papier.
In der Ausstellung zeigt Susanne Ring ausgewählte Paare aus gebranntem Ton. Neben der klassischen Frau/ Mann Darstellung bilden ihre Paare symbiotische Gemeinschaften, die das Überleben sichern. Die Elemente Erde und Feuer bilden das Narrativ der Skulpturen. Die Figuren sind aus Ton aufgebaut und werden zu Keramiken, teilweise glasiert, gebrannt. Diese fragilen Hohlkörper haben eine eigene Körpersprache, die in der Dualität ihre hohe Dynamik und Ausdruckskraft entfalten. Erweckt die einzelne Keramik den Eindruck von skurrilen Einzelwesen, verändert sich der Ausdruck dieser Unwesen in der Gruppe zum Positiven: berührend, zugewandt und ohne Scham begegnen sich menschenähnliche Körper mit gegenseitigem Respekt. Dieser Dialog setzt sich fort in den Porträtzeichnungen.
www.susannering.net

Oliver Möst und Susanne Ring sind ein Paar – im richtigen Leben und in der Kunst. Seit vielen Jahren haben sie in gemeinsamen Ausstellungen brilliert, so zum Beispiel in der Ausstellung SIE & Er bei Scotty, Berlin oder „Zeitmaschine“ bei Zagreus, Berlin. Neben der eigenen künstlerischen Produktion waren beide Gründungsmitglieder der Galerie Axel Obiger und haben wesentlichen Anteil am langjährigen Bestehen dieses freien Projektraums. Eine Zusammenarbeit, die sie sehr erfolgreich im Schoeler-Berlin von 2019-2020 fortgesetzt haben.

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#kamel. Elisa Dierson, Katja Marie Voigt
Floating Pollen, 2020


Floating Pollen ist eine optimistische Aerosolskulptur des Künstleinnenduos #kamel. Elisa Dierson und Katja Marie Voigt. Die Arbeit entstand zu Beginn des Lockdown 2020 in der Auseinandersetzung mit unsichtbaren, schwebenden Partikeln in der Luft. In der ortspezifischen Installation schwebt ein vielfach gigantiertes Pollenkorn im Ausstellungsraum. Die Installation Floating Pollen setzt den Fokus auf Pollenkörner, die insbesondere im Frühling in der Luft zirkulieren. Unter dem Mikroskop betrachtet wird ihre vielseitige Geometrie und Struktur sichtbar, die von den Künstlerinnen adaptiert wurde. Das Pollenkorn in der Galerie schwingt und dreht sich durch manuelle Berührung der Besucher*innen. Blütenblatt- und Bienenwabenformen des „pflanzlichen Aerosols“ erscheinen und überlagern sich visuell als zwei -oder dreidimensionale Formen und Muster.

An der Schnittstelle von Kunst, Stadtökologie und öffentlichem Luft-Raum erarbeitet die Künstlerinnengruppe #kamel Workshops, Ausstellungen, Druckformate, Interventionen im Stadtraum. Naturwissenschaftliche und gesellschaftlichen Fragestellungen werden verknüpft und bilden narrative Strukturen. Honigbienen und Flugobjekte sind seit 2012 Protagonist*innen der künstlerischen Arbeiten von Elisa Dierson und Katja Marie Voigt. Ihre gemeinsamen Projekte sind oft partizipativ angelegt und richten sich an Kinder, Jugendliche und Erwachsene.
kunstwerkstadt-berlin.de

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Daniela Fromberg & Stefan Roigk
Jenseits der Wand, 2021


In ihrer Klanginstallation „Jenseits der Wand“ arbeiten Daniela Fromberg und Stefan Roigk mit den hervorragenden Resonanzeigenschaften von Karton. Zwei Hörkabinen aus Wellpappe bieten für jeweils 1-2 sitzende Erwachsene ein immersives Hörerlebnis. Die erstmals im Herbst 2021 im Ausland präsentierte Installation wurde für die Ausstellung auf die Räume der Kommunalen Galerie angepasst und weiterentwickelt. Mit verschiedensten Alltagsmaterialien haben Fromberg und Roigk Geräusche direkt auf der Kartonoberfläche erzeugt und die Aufnahmen davon in eine 20-minütige 4-Kanal-Komposition transformiert. Die Komposition wird mittels Schallwandlern (Transducer) direkt auf die Kabinen übertragen und schafft für die Besucher*innen in der Box eine verblüffend intime Hörsituation.

Daniela Fromberg und Stefan Roigk arbeiten seit 2010 gemeinsam an intermedialen Installationen und Kompositionen. Ihre Arbeiten wurden international in zahlreichen Ausstellungen gezeigt und auf Tonträgern veröffentlicht. Sie dozieren über Klang in der Kunst, engagieren sich in verschiedenen kulturpolitischen Initiativen und haben gemeinsam geräusch[mu’si:k] gegründet, ein vielfach ausgezeichnetes Projekt zur Vermittlung von Klangkunst.

Daniela Fromberg (* 1968) hat Bildende Kunst mit den Schwerpunkten Skulptur im öffentlichen Raum und Klangkunst in Hannover, Berlin und Mexiko studiert. Sie ist Meisterschülerin von Prof. Ulrich Eller, verfügt über einen M.A. Art in Context der Universität der Künste Berlin und war Stipendiatin im Dorothea-Erxleben-Programm des Landes Niedersachsen und des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) in Mexiko.
Ihre Werke handeln von Oberflächen – sowohl konkret als abgeformte Hülle als auch abstrakt als projizierte Rollenbilder. Durch formgebende Experimente verhilft sie „armen“ Materialien oder gebrauchten Objekten in einem schnellen Impuls zu neuem Eigenleben. Ursprünglich durch die Knappheit persönlicher Ressourcen bedingt, entstehen aus relativ wertlosen, zugänglichen Alltagsmaterialien unter Einbeziehung von Klang, Film, Fotografie und Performance ihre oftmals nomadischen Raumaneignungen.
www.daniela-fromberg.com

Stefan Roigk (* 1974) ist ein Bildender Künstler mit Lebensmittelpunkt in Berlin. Er studierte Bildende Kunst mit dem Schwerpunkt Klangkunst bei Prof. Ulrich Eller und Dietrich Klakow von 1998 bis 2002 in Hannover.
In seinem Werk vollzieht Stefan Roigk die intermediale Verschränkung von Klangcollage, Skulptur, Musikalischer Grafik und Text-Sound-Komposition. Dabei bildet das Geräusch als künstlerisch-ästhetisches Forschungsfeld den Ausgangspunkt wie auch das zentrale Medium seiner Arbeiten. Sein künstlerischer Fokus liegt auf der dynamischen Inszenierung kontextbezogener Alltagsfragmente im Sinne der Visuellen Musik, umgesetzt in einer ausdifferenzierten visuellpoetischen Formensprache, die er zu narrativ anmutenden, bühnenartigen Raumkompositionen verdichtet. Dabei reflektiert er die eigenen Lebens- und Produktionsbedingungen, untersucht das politische Potenzial der Auralität und spürt der subjektiven Konstruktion von Realität nach.
www.stefan-roigk.com


Kommunale Galerie Berlin

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