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Galerie Villa Köppe

Leben - Liebe - Leidenschaft

Barbara Quandt


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Protect me – 2022, Acryl auf Nessel, 195 x 170 cm

Vernissage
Fr., 24. Juni 2022 | 19–22 h

Eröffnungswochenende
Sa., 25. Juni 2022 | 14–18 h
So., 26. Juni 2022 | 12–17 h

Ausstellung bis zum 30. Juli 2022
Di.-Fr. 16–19 h / Sa., 11–17 h


Barbara Quandts Art zu leben entspricht ihrem Malstil – expressiv, temporeich und leidenschaftlich.

BARBARA QUANDT
Was lässt sich über die Künstlerin Barbara Quandt sagen? Vielleicht, dass sie aufgewachsen ist in der Trümmerstadt Berlin. Dass sie ihre Bildsprache nie festgelegt hat. Dass sie in ihrer Malerei vom Realismus ins Abstrakte wechselte und wieder zurück. Dass sie viel experimentierte und vor allem in ihren Papierarbeiten auch immer auch neue Bildsprachen erprobte, und ihre Kunst dennoch – vor allem in den 80er Jahren in Berlin und New York – eine Eigenständigkeit entwickelt hat, die charakteristisch ist für die Berliner Künstlerin. Eine Vielfalt von Ausdrucksmitteln, Acryl- und Ölmalerei, Mischtechniken auf Papier, Aquarelle, Zeichnungen, Druckgrafiken und auch Bühnenbilder kennzeichnen ihr Œuvre.

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Herzdame – 1984, 200 x 170 cm,, Acryl auf Nessel

Sie hat beim „Vater der neuen Wilden“, Karl Horst Hödicke studiert (1970–1976), in der Klasse, in der auch Salomé studierte. Doch in den Kontext der neuen Wilden will sie sich nicht einordnen lassen. Doch in der Tradition der figurativen Malerei steht sie schon. Ihr Frühwerk ist noch stark vom kritischen Realismus Hödickes beeinflusst. Ihr sozialkritisches Engagement zeigt sich beispielsweise in existenziellen Porträts Jugendlicher sowie in Berliner Milieustudien und Stadtlandschaftsmotiven, die die Melancholie und die Eintönigkeit des großstädtischen Alltags reflektieren.

Sie ist stark beeinflusst von Londons Punk-Rock-Sene. Ihre Bilder werden bereits in den 70er Jahren kritischer und politischer. Sie thematisiert Konventionen, heuchlerische Moralvorstellungen und Konformität. Einen wichtigen Komplex nehmen schon früh Bilder ein, die um das Thema des weiblichen Körpers und um Sexualität kreisen. Hierzu gehören auch ihre frühen Körperbilder und Fotoaktionen. Ihre Selbstporträts und ihr Kokettieren mit dem eigenen ich sind eine Konstante. In der Kunst wie in der Liebe lebt sie sich frei und leidenschaftlich aus. Ihre Art zu leben entspricht ihrem Malstil – expressiv, temporeich und leidenschaftlich.

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Wildkatze | 1989, 150 x 170 cm, Acryl auf Leinwand

Wenngleich sie in Berlin lebt, so lässt sie sich nicht wirklich verorten. Sie ist eine ebenso begeisterte wie mutige Reisende. Davon sprechen nicht nur viele ihrer Bilder, sondern insbesondere ihre Autobiografie („Tell me what is art“, Kerber Verlag, 2016), in der sie sich selbst als Menschenmalerin bezeichnet und auch einen Einblick gibt, wie sehr Reiseerfahrungen und Reiseeindrücke ihr Werk mitbestimmt haben.

Eigene Erlebnisse, flüchtige Momente, Glücksempfindungen und Sehnsüchte, die Zweisamkeit und der Verlust, Eindrücke von Reisen durch die Welt sowie die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema der Frau in Gesellschaft mischen sich in Bildern, die in Form und Farbe oft kraftvoll bis ins Rauschhafte gesteigert werden.

Viele Themen spiegeln Barbara Quandts Begeisterung für das pralle Leben, für die Kunst, für die Liebe, für Musik und Tanz. In vielen ihrer Bilder, so scheint es, steckt auch ein Stück von ihr selbst. Ihr ästhetisches Konzept zeugt von einem unbändigen Erlebnishunger und widersetzt sich mit seinem unbekümmerten Esprit jeder Einschränkung des kreativen Denkens und jedem formalen Ästhetizismus.
André Lindhorst, 2022


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