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Wiesenstücke

Sabine Beyerle


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Sabine Beyerle, Agave, 2021, Öl u. Acryl auf Leinwand, 60 x 60 cm, Foto: Sabine Beyerle

Vernissage: Donnerstag, 13.10.2022, 18.00 Uhr

nüüd.berlin zeigt ab dem 14. Oktober 2022 aktuelle Arbeiten zum Thema Natur der in Berlin lebende Künstlerin Sabine Beyerle. Wie in der makroskopischen Ansicht eines Insektenfluges taucht der Blick ein in die Farben und Strukturen einer Wiesenlandschaft.

Schon seit längerem beschäftigt sich die in Berlin lebende Künstlerin Sabine Beyerle (*1975) mit den Themen Raum und Landschaft in der Malerei. Die aktuellen Arbeiten wenden sich verstärkt tiefen Einblicken in die Natur zu. Sie sucht Orte der Wildheit, wo sich die Natur ihren Raum zurückholt und menschliche Eingriffe nur wenig Bestand haben. Beyerle interessiert sich mehr für die unscheinbaren, vergessenen Orte, für den gewöhnlichen Hahnenfuß am Wegesrand, die Strukturen vertrockneter Halme im Wind, ein leeres Vogelnest oder einen in der Landschaft ausgesetzten, verschlissenen Ohrensessel als für gepflegte Gartenlandschaften. Die Künstlerin nutzt dabei eigene Fotografien als Ausgangsmaterial und überträgt diese ähnlich wie in einer Collage nach und nach in die Malerei. Es entstehen vielschichtige, oft multiperspektive Ansichten.

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Sabine Beyerle, Anemonenwald, 2022, Öl u. Acryl auf Leinwand, 100 x 135 cm, Foto: Sabine Beyerle

Farbschüttungen, sich verselbständigende Strukturen, Ornamente und Auflösungen stehen stets am Anfang ihres Arbeitsprozesses. So entsteht ein abstrakter Bildhintergrund, der den Zufall und das Chaos in ihre Arbeit einlädt. Spuren dieses Hintergrundes bleiben bestehen und durchdringen die realistischere Oberfläche wie Löcher. Die gestischen Farbschüttungen verweben sich mit den konkreteren oder auch ornamentalen Elementen des Bildvordergrundes. Die vermeintlichen Flecke und Auslassungen schweben wie freie Formen im Bildraum und bieten Einblicke in den Bilduntergrund und den Malprozess. Zugleich bleibt ihre Funktion offen, sie können für Bewegung, Wind, Energie oder Wachstum aber auch für Zerstörung und Vergänglichkeit stehen.

Kunsthistorisch verweisen die Wiesenstücke auf Albrecht Dürers „Das große Rasenstück“ - eine der bekanntesten Naturstudien der deutschen Kunstgeschichte - und erzählen auch heute noch ihre Geschichte vom Wachsen und Vergehen, von der Wichtigkeit sich auf die Details, Farben und Strukturen die die Natur bietet, einzulassen.

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Sabine Beyerle, Ahoi, 2020, Öl u. Acryl auf Leinwand, 40 x 40 cm, Foto: Sabine Beyerle

Sabine Beyerle (* 1975 in Leonberg) studierte Bildende Kunst bei Prof. Hans-Jürgen Diehl an der Universität der Künste Berlin. 2003 machte sie dort ihren Meisterschülerabschluss. Sie hat zahlreiche Stipendien und Preise im In- und Ausland erhalten, wurde in Deutschland und international in vielen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt und ist in internationalen öffentlichen und Privatsammlungen vertreten.

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