16. April -17. Mai 2026
Eröffnung Mittwoch, 15. April 17:00h
Künstler:innen: Caroline Böttcher, Özcan Ertek, Anne Linke, Anne Hölck, Gerhard und Maja Marx, Lale Willan, Ticia Tanne, u.m.
kuratiert von Lale Willan und Anne Hölck
Kaum andere Tiere polarisieren die öffentliche Meinung so stark wie Tauben. Als weißes Friedenssymbol werden sie mit Reinheit und Hoffnung verbunden, die grauen Stadttauben dagegen mit Schmutz, Störung und Krankheit. Die Ausstellung „Pigeon Paradox“ nimmt dieses ambivalente Verhältnis von Stadtmenschen und Tauben zum Ausgangspunkt und geht mit künstlerischen Arbeiten einer zentralen Frage nach: Welche menschlichen und nicht-menschlichen Interessen prägen Lebensweisen im geteilten urbanen Raum? Stadttauben stammen von entflogenen Haustauben ab, was ihre anhaltende Nähe zu menschlichen Lebensräumen erklärt. Paradoxerweise könnte der Schutz der biologischen Vielfalt künftig gerade in Städten erprobt werden, wo die Mehrheit von Menschen und Tauben lebt. Mit installativen, medialen, skulpturalen und konzeptuellen Arbeiten von Caroline Böttcher, Özcan Ertek, Anne Linke, Anne Hölck, Gerhard & Maja Marx, Lale Willan, Ticia Tanne lädt die Ausstellung dazu ein, die kulturellen Bedeutungen unserer Haltung gegenüber Tauben zu reflektieren und ihre bemerkenswerten sowie inspirierenden Fähigkeiten zu entdecken.
Die installative Arbeit „Schwarm", entworfen von Lale Willan, integriert Diaprojektionen weiterer künstlerische Werke von Amber Skye Alcock, Bror Ida Lennartsson, Viviane Feitner, Abrie Fourie, Ella Ziegler, mit Tauben aus Berlin, Marburg, Hamburg, Pretoria, Johannesburg, Poznań u.v.m.
Das Rahmenprogramm – mit geführten Taubenschwarm-Spaziergängen, Gäst:innen und Workshop – stellt den Austausch zu Taubenperspektiven in den Mittelpunkt.
// EN
Hardly any other animals polarize public opinion as strongly as pigeons.As white doves, they symbolize peace and are associated with purity and hope; yet gray urban pigeons are often linked with dirt, disturbance, and disease. The exhibition “Pigeon Paradox” takes this ambivalent relationship between city dwellers and pigeons as its point of departure. Through artistic works, it explores a central question: which human and non-human interests shape ways of being in shared urban space? City pigeons descend from escaped domestic pigeons, which explains their enduring affinity for human environments. Paradoxically, the protection of biodiversity in the future may be tried out precisely in cities, where the majority of both humans and pigeons live. Through installation-based, media, sculptural, and conceptual artworks by Caroline Böttcher, Özcan Ertek, Anne Linke, Anne Hölck, Gerhard & Maja Marx, Lale Willan and Ticia Tanne, the exhibition invites visitors to reflect on the cultural meanings that shape our attitudes toward pigeons and to discover their remarkable and inspiring abilities.
The installation work “Flock”, designed by Lale Willan, incorporates slide projections of additional artistic works about pigeons by Amber Skye Alcock, Bror Ida Lennartsson, Viviane Feitner, Abrie Fourie, Ella Ziegler, with pigeons from Berlin, Marburg, Hamburg, Pretoria, Johannesburg, Poznań and many more.
The accompanying program—featuring guided pigeon flock walks, guest speakers and workshop—centers on exchanging on pigeon perspectives.
Termine / Events
www.meinblau.de & instagram @meinblau_projektraum
Die Ausstellung wird gefördert vom / The exhibition is funded by Bezirksamt Pankow von Berlin, Amt für Weiterbildung und Kultur, Fachbereich Kunst und Kultur.
Ort/Venue
Meinblau Projektraum
Auf dem Pfefferberg, Haus 5,
Christinenstraße 18-19, 10119 Berlin
projektraum(at)meinblau.de
www.meinblau.de
Öffnungszeiten / opening hours
Do-So 14–19h