11.09. – 24.10.2026
Vernissage: Donnerstag, 10. September 2026, 18:00 Uhr
Artist Talk: Donnerstag, 01. Oktober 2026, 18:00 Uhr
Finissage: Samstag, 24. Oktober 2026, 16:00 – 18:00 Uhr
LIAISONS – Wolfgang Flad | Tanja Selzer
LIAISONS entstand nicht aus einem Thema, sondern aus einer Begegnung.
Die Ausstellung bringt erstmals die Skulpturen von Wolfgang Flad und die Malerei von Tanja Selzer zusammen. Beide haben über viele Jahre eigenständige künstlerische Sprachen entwickelt. Zwischen ihren Werken zeigt sich eine innere Verwandtschaft, die weniger in formalen Ähnlichkeiten als in einem gemeinsamen Interesse an organischen Strukturen, Wachstum, Veränderung und offenen Formprozessen liegt.
Wolfgang Flads Skulpturen wirken wie organische Gebilde, die sich im Raum ausbreiten und ihre Erscheinung mit Blickwinkel, Licht und Bewegung verändern. Sie lassen an Pflanzen, Korallen, Wurzeln oder Zellstrukturen denken, ohne konkrete Naturformen abzubilden. Tanja Selzers Malerei geht von der Beobachtung von Pflanzen, Landschaften und natürlichen Erscheinungen aus. Im malerischen Prozess lösen sich die Motive zunehmend von ihrer konkreten Erscheinung; Farbe, Licht und sich überlagernde Formen entwickeln vielschichtige Bildräume zwischen Gegenständlichkeit und Auflösung.
Die besondere Spannung von LIAISONS entsteht aus der Verschiedenheit beider Positionen. Malerei und Skulptur illustrieren einander nicht, sondern eröffnen unterschiedliche Perspektiven auf verwandte Prozesse. Der Titel verweist auf die Beziehungen, die im Dialog der Werke entstehen: zwischen Fläche und Körper, Farbe und Material, Wachstum und Struktur, Mensch und Natur, Wahrnehmung und Erinnerung.
Dabei erscheint Natur nicht als feststehendes Gegenüber, sondern als ein bewegliches Gefüge von Beziehungen und Transformationen, in das auch der Mensch eingebunden ist. LIAISONS legt diese Verbindungen nicht fest. Die Ausstellung lädt vielmehr dazu ein, eigene Korrespondenzen zu entdecken - zwischen den Werken und im eigenen Blick.
Wolfgang Flad (*1974 in Reutlingen) gehört zu den etablierten Positionen der zeitgenössischen deutschen Bildhauerei. Sein Werk bewegt sich an den Schnittstellen von Skulptur, Relief und Malerei und ist geprägt von der Auseinandersetzung mit Material, Raum und Transformation. Der in Berlin lebende Künstler wird international in Museen, Kunstvereinen und Galerien gezeigt; seine Arbeiten befinden sich unter anderem in den Sammlungen des Kunstmuseums Stuttgart, des Kunsthauses Zürich, des Centraal Museums Utrecht und des Tampa Museum of Art. Zu seinen jüngeren Einzelausstellungen zählen Phönix und die Entropie bei Elisabeth & Reinhard Hauff, Stuttgart (2025), und Forma Futura bei Bluerider ART, Taipeh (2026).
Tanja Selzer (*1970 in Rheinland-Pfalz) lebt und arbeitet in Berlin und entwickelt seit mehr als zwanzig Jahren eine eigenständige malerische Position zwischen Gegenständlichkeit und Auflösung. Ihre Arbeiten werden regelmäßig im In- und Ausland gezeigt. Zu den jüngeren institutionellen und internationalen Präsentationen zählen das Kunstmuseum Albstadt, das Haus am Lützowplatz in Berlin, die Galerie Miejska Arsenal in Poznań, das Goethe-Institut Hongkong sowie Ausstellungen in Basel und Frankreich. Weitere Stationen ihrer Ausstellungstätigkeit sind unter anderem das Georg Kolbe Museum Berlin und 532 Gallery in New York. Ihre Arbeiten befinden sich in öffentlichen und privaten Sammlungen.
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