Noch ist der Palast der Republik nicht vollständig abgerissen, noch scheint die Realisierung zum Wiederaufbau des Stadtschlosses in unendlich weiter Ferne und schon gibt es erste Vorschläge für eine Zwischennutzung.
Auf eine Initiative der Kunstzeitschrift "Monopol" in Verbund mit Kulturanwalt Peter Raue, RBB-Intendantin Dagmar Reim, dem ehemaligen Kultursenator Ulrich Roloff-Momin, der ehemaligen Kulturstaatsministerin Christina Weiss sowie dem Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlungen zu Dresden, Martin Roth hin wird der Schlossplatz als "Experimentierfeld" ausgerufen. Eine temporäre Kunsthalle für zeitgenössische Kunst soll her, statt einer langweiligen Rasenfläche wie geplant. Die ersten architektonischen Entwürfe werden bereits in der nächsten Ausgabe von "Monopol" vorgestellt. Und, um die Staatskassen nicht unnötig zu belasten, stellen sich die Initiatoren vor, das Ganze durch Spenden zu finanzieren.
Keine Frage: eine Kunsthalle für zeitgenössische Kunst fehlt schon lange. Aber, eine temporäre Kunsthalle anstelle des Palastes der Republik scheint mal wieder eine typisch berlinerische Strategie mit dem Versuch, über temporäre Zwischenlösungen Fakten zu schaffen und so eine endgültige Lösung zu manifestieren.
Außerdem sollte man einen Aspekt nicht vergessen: der Palast der Republik als ein Repräsentant deutscher Geschichte wird dadurch vollkommen der Vergessenheit preisgegeben und somit jegliche kritische Auseinandersetzung verhindert.
Berlin Daily 14.04.2026
Stolpersteinverlegung
14.50 Uhr: Für Rosa, Berthold und Manfred Schnapp Reuterstraße 11 | 12053 Berlin
Eine typische Westberliner Lösung - ein Museum auf Zeit auf dem Schlossplatz
von ch
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