Das 7. Art Forum Berlin, das am 30.9.02 zu Ende ging, zieht eine positive Bilanz. Mit 25 016 Besuchern in sechs Tagen konnte die Messe erneut eine Steigerung der Besucherzahlen (2001: 23 800) verzeichnen.

154 Galerien aus 25 Ländern zeigten zeitgenössische Kunst von mehr als 1500 Künstlern. Bereits am Eröffnungsabend wurden gute Verkäufe erzielt.

U.a. konnte verkauft werden: eine große, farbige Lichtinstallation von John Armleder bei der Galerie Anselm Dreher aus Berlin (35 000 Euro); mehrere Bilder von Daniel Richter im Gesamtwert von mehr als 180 000 Euro bei Contemporary Fine Arts (Berlin); Neo Rauchs Bild "Dämmer" (75 000 Euro) bei der Galerie Eigen&Art (Berlin und Leipzig); eine große Arbeit des chinesischen Künstlers Fang Lijun bei Prüss & Ochs (Berlin); eine Arbeit von Franz West für 24 000 Euro bei Simoens aus Knokke (Belgien); eine Arbeit von Ian McKeever für 48 000 Euro bei Susanne Ottesen (Kopenhagen); fast alle Bilder des jungen polnischen Malers Sasnal sowie die Cuttings von Jeff Wall (110 000 Dollar) bei Johnen & Schöttle (Köln); vier Arbeiten von Torben Giehler im Wert von insgesamt 44.500 Euro bei Arndt & Partner (Berlin); ein Werk von Reinhard Mucha für 24.000 Euro bei Bochynek (Düsseldorf); ein Gemälde von Dexter Dalwood für 35.000 Euro bei Sander aus Berlin/Darmstadt; eine Arbeit von Anish Kapoor im Wert von 45.000 Euro bei Lisson (London); Tischfussball-Installation von Lang/Baumann 26.000 EUR bei Urs Meile (Schweiz). Volker Diehl, Berlin, konnte ein Video von Matthias Müller viermal veräußern (4.500 Euro) sowie eine Arbeit von Martin Assig für 11.000 Euro, ein Gemälde von Angela Dwyer für 3.600 Euro und drei Zeichnungen von Marcel Dzama (à 350 Euro). Markus Richter, Berlin, verkaufte drei Folder mit je 10 Fotografien von Michael Sailstorfer für je 3.500 Euro sowie drei Arbeiten von Colin Ardley. Auch bei der Galerie Kicken (Berlin) fanden zahlreiche Fotografien Käufer: darunter neun Arbeiten von Alfred Seiland im Wert von 34.500 Euro sowie diverse Arbeiten von Ryuji Miyamoto, Klaus Kinold, Joel Meyerowitz, Michael Light und Ed van der Elsken. Die Galerie Kuckei+Kuckei (Berlin) verkaufte fünf Arbeiten von Lois Renner für 65.000 Euro.


Preise wurden in diesem Jahr in der Kategorie "Bester Einzelstand" und "Bester Gemeinschaftsstand" vergeben.
Preisträger in der Kategorie "Bester Einzelstand" ist die Galerie Foksal aus Warschau, Polen. In der Kategorie "Bester Gemeinschaftsstand" wurden die Galerien The Modern Institute (Glasgow/GB), Meyer Riegger (Karlsruhe/D) und Giti Nourbakhsch (Berlin/D) ausgezeichnet.

Der erste Preis des neugeschaffenen Christian Karl Schmidt Förderpreises für zeitgenössische Kunst wurde an den jungen Münchner Künstler Michael Sailstorfer (Galerie Markus Richter / Berlin) verliehen.