Gestern noch blieb die zeitgenössische Kunst im Sumpf des machtpolitischen Ränkespiel innerhalb der Museumslandschaft stecken. Seit heute steht sie im Mittelpunkt, von offizieller Seite wurde nun bestätigt: Berlin bekommt bis spätestens 2011 die lang ersehnte Kunsthalle für zeitgenössische Kunst.

Insofern hat die Diskussion um Bastian, Marx, Lehmann und Schuster sogar ihr Gutes, wie der Staatssekretär André Schmitz feststellt:
"... Die Stadt zieht Künstler aus aller Welt an, die hier leben und produzieren. Berlin bietet aber zu wenig Raum, damit die junge Kunst auch einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt werden kann. Es fehlt schmerzlich eine Kunsthalle.

Ihre dauerhafte Einrichtung ist ein wichtiges kulturpolitisches Ziel in dieser Legislatur. Eine temporäre Lösung auf dem Schlossplatz, wie sie von zwei privaten Initiativen vorgeschlagen wurde, würde die Berliner neugierig machen auf eine feste Kunsthalle. Daher unterstütze ich auch eine solche kulturelle Zwischennutzung des Schlossplatzes sehr."