Noch bis 01.10.2007 können sich KünstlerInnen aus den Bereichen bildende Kunst, Medienkunst, Performance, Architektur und Stadtforschung / Raumplanung Arbeiten für den internationalen Wettberwerb "Paradoxien des Öffentlichen", den die Stadt Duisburg auslobt.

Themazisch wird von von der Frage ausgegangen: Wo entstehen heute die Kristallisationspunkte des Öffentlichen, die gesellschaftliche Dynamik ausstrahlen und wie können sie mit Hilfe der Kunst ein Gesicht, ein Bild, eine Form bekommen?

"Die Künstlerinnen und Künstler sind aufgerufen, künstlerische Arbeiten zu entwickeln, die sich mit den ästhetischen und gesellschaftlichen Bedingungen der drei folgenden öffentlichen Räume auseinandersetzen:

1. Konsumräume (Shopping Malls und Passagen)
In Konsumräumen, wie Einkaufszentren, Shopping Malls und Passagen entwickeln sich neue soziale Formen. Es entstehen semiöffentliche Räume - Stadträume, die öffentlich nutzbar sind, sich im privaten Eigentum befinden und ein sublimes System der Regeln und Kontrollen entwickeln.
Die einzureichenden Arbeiten sollen sich mit dem konkreten Ort des Duisburger CityPalais beschäftigen, das keine klassische Mall ist, sondern neben Geschäften auch Restaurants, ein Spielcasino sowie das Veranstaltungs-, Konzert- und Kongresszentrum Mercatorhalle (u. a. der neue Hauptspielort der Duisburger Philharmoniker) umfasst.

2. Transitorische Räume (Autobahnen und Straßen)
Wie wohl in kaum einer anderen Region Deutschlands prägen in der dezentralen Stadtlandschaft des Ruhrgebiets Straßen und Autobahnen die Wahrnehmungswirklichkeit der Menschen. In einer Gegend, die von drei mächtigen Autobahnen - der A 42, der A 40 und der A 2 - durchzogen wird, ist über all die Straße, der Durchgang und der Transit präsent.
Die einzureichenden Arbeiten sollen sich mit der besonderen Rolle der A 40 im Duisburger Raum beschäftigen. Sie können sich den konkreten örtlichen Gegebenheiten des Autobahnkreuzes Duisburg Kaiserberg, eines der größten Autobahnkreuze Europas, oder der besonderen Situation zwischen dem Autobahnkreuz Duisburg und der Abfahrt Duisburg-Häfen, die mit der A 59 und der Innenstadtverbindung Mercatorstraße, Kremer-Straße, Plessingstraße einen Zirkel bilden, beschäftigen.

3. Datenräume (mobile Technologien).
Der öffentliche Raum wird immer mehr zu einem Raum der unsichtbaren Daten, der sich gerade in den letzten Jahren enorm ausweitet. Vor allem mobile digitale Medien, wie die Mobiltelefonie, verändern unser Verhalten im öffentlichen Stadtraum.
Es gilt, künstlerische Formen zu entwickeln, die die Möglichkeiten der mobilen Technologien nutzen, um veränderte Kommunikations-, Interaktions- und Erzählweisen zu erproben, um damit einen neuen kulturellen Raum zu beschreiben.

Folgende Preise werden von einer Fachjury ausgelobt:
1. Preis: 5.000 Euro
2. Preis: 3.000 Euro
3. Preis: 2.500 Euro
Außerdem vergibt die Jury zwei Sonderpreise in Höhe von je 2.500 Euro
für eine Künstlerin oder einen Künstler aus Nordrhein-Westfalen und aus Duisburg.

Es ist beabsichtigt, drei der ausgelobten Preise im Mai 2008 in Duisburg und im Duisburger Raum zu realisieren." Presse)

weiter Infos: www.duisburger-akzente.de