Eine Woche lang haben sich die Träger der großen Namen aus der Architekturszene mit Studenten und weniger bekannten Vertretern zusammengesetzt. Nicht an einen Tisch, aber immerhin doch im selben Saal. Es wurden Vorträge gehalten, Personenkult betrieben und Inszenierungen veranstaltet. Nun ist der Weltkongress zu Ende und die selten wirklich geführte Diskussion wieder verstummt.
Veranstaltungen dieser Größenordnung sind nicht nur unendlich schwer zu organisieren, sie sind auch im nachhinein - bezüglich ihrer Resonanz und Auswirkung - schwer zu bewerten. Vergleichbar mit der viel beschimpften und in den Himmel gelobten Expo: An der Entstehung von einigen wenigen innovativen Gedanken beteiligt gewesen zu sein, wiegt die längste Anfahrt auf.
Wieso wird keine Pisa-Studie zur neueren Architektur erstellt? Es kann nicht wirklich komplizierter sein, Gebautes nach bestimmten Kriterien zu beurteilen, als das Wissen von Schülern zu untersuchen. Auch wenn es zur "Seligsprechung" von Karl Ganser - von dem dieser Gedanke stammt - ein weiteres Versatzstück hinzufügt: Abseits aller Selbstbeweihräucherung der Verbände und Organisatoren und abseits der eigen Rhetorik sind seine Ideen an Schärfe und Überzeugungskraft kaum zu überbieten. Was könnte ein Kongress, unabhängig von seiner Teilnehmerzahl, mehr bewirken als den Mut sich weiter in allen Nuancen mit etwas zu beschäftigen, was die meisten Menschen auf die Welt weder brauchen noch bezahlen können?
Berlin Daily 12.12.2025
Lecture-Performance: Hung Tongue by Slavs & Tatars
18 Uhr: Es werden Voice-Over-Übersetzungen erforscht und was sie uns über die Performativität von Sprache erzählen können. S?NEMA TRANSTOPIA Lindower str. 20/22, Haus C | 13347 Berlin
UIA Architektur-Weltkongress- Eine Bemerkung zum Schluss
von Stella Hoepner-Fillies
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