Der mit 12.000 EUR dotierte Käthe-Kollwitz-Preis geht in diesem Jahr an den schottischen Künstler Douglas Gordon (* 1966 in Glasgow). Gordon wurde 1993 bekannt durch seine Videoinstallation 24 Hour Psycho - eine auf 24 Stunden ausgedehnte, tonlose Version von Alfred Hitchcocks Film Psycho. Es folgten weitere Verfremdungen von Film-Ikonen, etwa eine auf fünf Jahre Aufführungsdauer gestreckten Bearbeitung des Film-Klassikers „The Searchers“ von John Ford. 1996 wurde Gordon mit dem Turner Prize ausgezeichnet, weiterhin erhielt er Roswitha Haftmann-Preis und 1997 vertrat er Großbritannien auf der Biennale di Venezia.
In der Jurybegründung heißt es: "Kennzeichnend für sein gesamtes Werk ist die Methode der Dekonstruktion: Gordon setzt die geschlossene Erzählstruktur des Films außer Kraft und widmet sich seinen technischen und psychologischen Grundbedingungen. Sein Interesse gilt der Wirkung des Mediums auf den Betrachter und der Frage, wie unsere Zeit im Film reflektiert wird. Da wir heute den Erzählstrukturen des Mainstream-Kinos kaum mehr entfliehen können, sucht er danach, „was Kino, nicht Film ersetzen könnte. Also nach der Möglichkeit, erneut berauscht zu sein“ (Douglas Gordon, 1999). Diese Arbeitsweise hebt die Jury des Käthe-Kollwitz-Preises besonders hervor. Neben raumgreifenden filmischen Großprojektionen arbeitet Gordon mit skulpturalen Installationen, konzeptuellen Textarbeiten (z.B. List of Names, seit 1990), bearbeiteten Fotografien sowie Videoinstallationen."
Douglas Gordon ist aktuell im Museum für Moderne Kunst (art-in.de/incmu2) in Frankfurt a.M. mit einer großen Überblicksausstellung zu sehen. Auch in Berlin war der Künstler mehrfach in Ausstellungen vertreten, u.a. im Deutsche Guggenheim Berlin oder in den Kunstwerken in der Ausstellung " "5 minutes later", worüber art-in-berlin in einem Video berichtete: VIDEO
Bisherige Preisträger u.a. Janet Cardiff & George Bures Miller (2011), Mona Hatoum (2010), Ulrike Grossarth (2009), Gustav Kluge (2008), Hede Bühl (2007), Thomas Eller (2006), Lutz Dammbeck (2005) und Peter Weibel (2004).
Jury: die Akademie-Mitglieder Miroslaw Balka, Katharina Grosse und Hermann Pitz an.
Der jährlich vergebene Preis wird im September dieses Jahres in der Akademie verliehen. Eine Ausstellung mit einer Auswahl von aktuellen Werken des Künstlers schließt daran an.
Akademie der Künste
Pariser Platz 4
10117 Berlin
Tel. +49(0)30 200 57-15 14
adk.de
Berlin Daily 16.01.2026
Vorspiel
19 Uhr: mit audiovisuellen Performances und Live-Sets verschiedener Berliner Medienkunstinitiativen + eintägige Ausstellung. panke.gallery und Panke Club | Gerichtstraße 23 | Hof 5 | 13347 Berlin
Käthe-Kollwitz-Preis 2012 der Akademie der Künste an Douglas Gordon
von chk
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