Yoko Ono anlässlich ihrer Ausstellung "Das Gift" bei Haunch of Venison, Berlin 2010, copyright kuag
Yoko Ono wird heute Abend (17.10.13) mit dem Theodor-Wanner-Preis des ifa (Institut für Auslandsbeziehungen) ausgezeichnet. Die Künstlerin gilt als Vertreterin der Konzeptkunst und Fluxusbewegung. In den 60er Jahren wurde sie bekannt durch ihre Performances, aber auch als Filmemacherin und Komponistin experimenteller Musik. Immer wieder thematisiert sie in ihren künstlerischen Werken die unterschiedliche Facetten von Gewalt. Dabei setzt Yoko Ono zum einen auf ihre persönliche Gewalterfahrung, zum anderen auf ein globales Weltgeschehen, das durch kriegerische Konflikte und Aggressionen gekennzeichnet ist. Bei vielen ihrer Arbeiten fällt dem Rezipienten eine aktive Handlungsrolle zu. Er wird zur aktiven Teilnahme am Kunstwerk aufgefordert und erhält so die Möglichkeit, den Gewaltkreislauf symbolisch zu unterlaufen.
Mit dem Theodor-Wanner-Preis wird Yoko Ono für ihr Lebenswerk geehrt, für ihre Verdienste um den Dialog der Kulturen, Frieden und Völkerverständigung. Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung ist zweckgebunden und fließt direkt in ein vom Preisträger ausgewähltes Projekt. In diesem Fall erhält das Preisgeld das von dem kenianischen Fotografen und Aktivisten Boniface Mwangi gegründeten Forum Pawa 254 , das Journalisten, Künstler und Aktivisten unterstützt, innovative Wege gegen soziale Ungerechtigkeit zu gehen.
Preisträger der seit 2009 verliehenen Auszeichnung des Institut für Auslandsbeziehungen waren bisher Carla Del Ponte, die ehemalige Chefanklägerin der Internationalen Strafgerichtshöfe in Den Haag für Ruanda und das ehemalige Jugoslawien. 2011 wurde Dr. h. c. Jacques Delors mit dem Preis geehrt, ehemaliger Präsident der Europäischen Kommission.
ifa.de
Berlin Daily 19.01.2026
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Yoko Ono erhält Theodor-Wanner-Preis des ifa 2013
von chk
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