Bad Liebenwerda liegt eben nicht "irgendwo in Brandenburg", wie viele Hauptstädter gerne behaupten, sondern in der Nähe von Finsterwalde im Landkreis Elbe-Elster. Es hat 12000 Einwohner und einen liebenswerten, Milchtüten ähnlichen Turm aus dem 12. Jahrhundert.
Außerdem besitzt es seit drei Jahren ein neues Amtsgericht und die Fachwelt ist sich einig: Die Architektur dieses Gerichts ist die Fortführung der Moderne, städtebaulich ein absolutes Juwel, architektonisch brillant. Jedes Jahr am "Tag der Architektur" wandert das interessierte Publikum in Heerscharen durch die Räume und ist erstaunt über das schöne Haus und seinen Vielfältigkeit.
Tatsächlich wirkt der städtebauliche Grundgedanke des Neubaus wie eine gedankliche Oase in Brandenburgs Architektur-Landschaft: Die Geschichte freizulegen war das Ziel, nicht sie zu verbergen.
Dazu hat das Architekturduo Chestnutt_Niess aus Berlin die drei Nutzungen, bestehend aus Grundbuchamt, Zivilgericht und Strafgericht, auseinander gezogen und in die verschiedene Häuser verteilt.