logo art-in-berlin.de
Berlin Daily 15.06.2024
„House“ von Amos Gitai. Dokumentar-Theater

19 Uhr: im Rahm der von Saba-Nur Cheema und Meron Mendel kuratierten Thementage „Reflexe & Reflexionen. Der 7. Oktober, der Gaza-Krieg und die Debatte in Deutschland“. Berliner Festspiele Schaperstr. 24, 10719 Berlin

Sechs Elsa-Neumann-Stipendien für die Kunsthochschule Berlin Weißensee

von chk (16.01.2014)
vorher Abb. Sechs Elsa-Neumann-Stipendien für  die Kunsthochschule Berlin Weißensee

Amelie Marei Löllmann, Copyright Amelie Marei Löllmann

Die Förderung des Landes Berlin erhalten die AbsolventInnen: Charlotte Dachroth, Paul Darius, Amelie Marei Löllmann, Romain Löser, Sandra Riedel und Oliver Thie. Das Elsa-Neumann-Stipendium ist speziell auf Absolventinnen und Absolventen der Kunsthochschulen zugeschnitten. Die Geförderten erhalten für ein Jahr eine monatliches Stipendium sowie Material- und Reisekostenzuschüsse.

Über die Preisträger:

Charlotte Dachroth, die im Rahmen ihrer Diplomarbeit im Fachgebiet Textil- und Flächen-Design zum Thema Glanz geforscht hat: Ihre interdisziplinäre Studie über das Phänomen setzt sich theoretisch mit der Phänomenologie, Wahrnehmung und der Wirkung von Glanz auseinander, um ihre Thesen mit experimentellen Untersuchungen, Siebdrucken, Materialproben und Fotografien zu visualisieren. Ein in diesem Zusammenhang entdecktes Phänomen wird sie nun vertiefend erforschen können. Betreuung des Vorhabens: Prof. Christiane Sauer.

Der Bildhauer Paul Darius behandelt in seinen künstlerischen Arbeiten die Beziehung zwischen Realität und persönlicher Weltsicht und erprobt dies, indem er Gegenstände der Alltagswirklichkeit »verschiebt«. Mit unterschiedlichen Medien untersucht er, was den Menschen sowohl körperlichen als auch geistigen Halt bietet und wo die Grenzen solcher Konstruktionen liegen. Durch seine Innen- und Außenrauminstallationen eröffnet er den BetrachterInnen neue Welten. Betreuer der Abschlussarbeit war Prof. Albrecht Schäfer.

Aus der Idee heraus, ein Material wie Beton an den Körper zu bringen, begann Amelie Marei Löllmann vor anderthalb Jahren im Fachgebiet Mode Design Textilien aus Textilbeton zu entwerfen. Durch die Vereinheitlichung des Paradoxen wird ein Material wie Beton, zu dem wir einen eher praktischen Zugang haben, in ein sehr sinnliches Material verwandelt und in einen fremden und ebenso neuen Kontext gestellt. Im Rahmen ihrer Diplomarbeit entwarf sie u.a. Taschen, Hüte und einen Rock aus Textilbeton und wird nun überprüfen, ob eine serielle Weiterentwicklung ihrer »concrete textiles« realisierbar ist. Betreuerin: Prof. Dr. Zane Berzina.

Für Romain Löser sind Eurobehälter und -Paletten die Pfeiler für einen globalisierten Güterhandel. Standardisierte Maße erleichtern den reibungslosen Ablauf und haben Auswirkungen auf die Inhalte. Trotz der formalen Standardisierung sind die Eurobehälter erstaunlich vielfältig, was den Meisterschüler im Fachgebiet Malerei animierte, eine Farbanthropologie zu entwickeln, die sowohl kulturelle Vielfalt als auch geografische Eigenheiten sichtbar werden lässt. Seine Malerei in diesem Sinne zu erweitern, ist das Ziel seines Stipendienjahres. Betreuer ist Prof. Dr. Matthias Bleyl.

Sandra Riedel zeichnete in ihrer Dipolmarbeit eine Biografie – eine Graphic Novel – über den Schriftsteller Hans Fallada. Es ist die Geschichte eines Menschen, der in der Zeit des Nationalsozialismus versucht, sein trotz der schwierigen Bedingungen zu arbeiten und sich mehr und mehr in Widersprüche verstrickt. Mit dem Bleistift gelingt es Sandra Riedel diese Widersprüche in unzähligen Grau-Nuancen darzustellen. Derzeit umfasst das Werk die Jugendjahre Hans Falladas. Zur Fertigstellung der zeichnerischen Biografie plant die Meisterschülerin aus dem Fachgebiet Visuelle Kommunikation weitere ein bis zwei Jahre. Das Projekt wird von Prof. Nanne Meyer und Prof. Barbara Junge betreut.

Oliver Thie arbeitet als wissenschaftlicher Illustrator u.a. an der Visualisierung von Insekten. In Zusammenarbeit mit Biologen vom Berliner Museum für Naturkunde will er nun die Zeichnung als Forschungsinstrument weiter etablieren. Oliver Thie verbindet traditionelle Zeichentechniken, deren Ursprünge noch im Kupferstich liegen, mit den Möglichkeiten modernster bildgebender Instrumente wie dem Rasterelektronenmikroskop, um technisch nicht sichtbares sichtbar werden zu lassen. Auf der Suche nach neuen Erkenntnissen im Mikrokosmos, soll eine hawaiianische Höhlenzikade 1000-fach vergrößert mit einer drei Meter breiten Zeichnung dargestellt werden. Betreuerin: Prof. Nanne Meyer / extern: Prof. Nils Hoff, FH Bielefeld.
(Angaben zu den Preisträgern / Kunsthochschule Berlin Weißensee)

chk

weitere Artikel von chk

Newsletter bestellen




top

Titel zum Thema :

Das Vergnügen des Unlesbaren. Die argentinische Konzeptkünstlerin Mirtha Dermisache
Gastbeitrag: Wie drückt man sich aus, wenn die politischen Umstände das Sprechen unmöglich machen?

WALDEN: RELAY. Festival für Zeitgenössische Musik und Performance
Auf und um den Künstlerhof Frohnau.
Samstag, 6. Juli 2024, 14-24 Uhr. (sponsored content)

Ein Monster kommt selten allein. Ivana Bašić im Schinkel Pavillon
Besprechung: Die Künstlerin Ivana Bašić verwandelt für ihre Ausstellung Metempsychosis: The Passion of Pneumatics den gesamten Schinkel Pavillon in ein dystopisches Szenario ...

Zertifikatskurs Kuratieren startet wieder ab September 2024 am UdK Berlin Career College
Modulare Weiterbildung für das Ausstellungswesen mit internationalen Expert*innen im Umfeld der Universität der Künste Berlin. (sponsored content)

Blickpunkt Berlin? Zur Ausstellung des Filmemachers Thomas Arslan im n.b.k
Ausstellungsbesprechung: Thomas Arslan ist einer der erfolgreichsten Filmemacher hierzulande. Seine Berlin-Trilogie über deutsch-türkische Jugendliche machten den Regisseur und Drehbuchautor in den späten 1990er Jahren bekannt.

„PortLand – Anatomie der Zukunft“: Rubica von Streng in der Kunsthalle Brennabor
Mit einer Soloschau der Berliner Malerin Rubica von Streng startet die Kunsthalle Brennabor in den Sommer und zeigt vom 22. Juni bis 28. Juli rund 50 Arbeiten aus ihrem Werkzyklus „PortLand“. (Sponsored Content)

Mit Scheuklappen durch die Welt. Hannah Hallermann in der HOTO Galerie
läuft nur noch bis 14.6.2024 --> Ausstellungsbesprechung

Über den Preis der Nationalgalerie
Besprechung: Natürlich sind vier Positionen mehr als eine.

berlin daily (bis 16.10.2024)
Es folgen unsere Empfehlungen für die Woche.

Open Call zur 16. aquamediale 2025
Die »aquamediale«, das Festival für zeitgenössische Kunst im Spreewald, hat einen Open Call für die kommende Ausgabe 2025 gestartet. Bewerbungsfrist: 31. August 2024

ANDREAS BROMBA: Vom Kleinen im Großen – Minimalismus in der Fotografie
Andreas Brombas Fotoprojekt Vom Kleinen im Großen – Minimalismus in der Fotografie zeigt Wandel auf drei verschiedenen Ebenen – es dokumentiert den Wandel in den Städten und bringt den Betrachtenden dazu, Bekanntes und Vertrautes neu zu entdecken.(sponsored Content)

Aufruf zur Teilnahme am Kunstfestival ORTSTERMIN
Das Festival steht in diesem Jahr unter dem Thema: Fleisch! Bewerbung noch bis 15.6. möglich.

Team der 36. Bienal de São Paulo um Bonaventure Soh Bejeng Ndikung
Personalien: Die Fundação Bienal de São Paulo gibt das konzeptionelle Team der 36. Bienal de São Paulo um Bonaventure Soh Bejeng Ndikung bekannt

Vernissagen in Berlin diese Woche. Eine Auswahl
Das sind unsere Eröffnungstipps für die kommenden Tage.

Genaues Hinhören ist gefragt. (Un)seen Stories im Kupferstichkabinett
Ausstellungsbesprechung: Eine Sonderausstellung der Volontär*innen der Staatlichen Museen zu Berlin.

top

zur Startseite

Anzeige
Magdeburg

Anzeige
Responsive image

Anzeige
Alles zur KI Bildgenese

Anzeige Galerie Berlin

Responsive image
Freundeskreis Willy-Brandt-Haus e.V.




Anzeige Galerie Berlin

Responsive image
Kunsthochschule Berlin-Weißensee




Anzeige Galerie Berlin

Responsive image
Akademie der Künste / Hanseatenweg




Anzeige Galerie Berlin

Responsive image
GEDOK-Berlin e.V.




Anzeige Galerie Berlin

Responsive image
Kunsthochschule Berlin-Weißensee




© 1999 - 2023, art-in-berlin.de Kunstagentur Thomessen Hartlieb-Kühn GbR.