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Berlin Daily 15.05.2021
Künstleringespräch mit Cornelia Renz

17 Uhr: im Rahmen der Ausstellung „Heimspiel – Cornelia Renz feat. Raya Bruckenthal, Raafat Hattab & Yara Kassem Mahajena“ in der MEWO Kunsthalle / Memmingen

Sechs Elsa-Neumann-Stipendien für die Kunsthochschule Berlin Weißensee

von chk (16.01.2014)
vorher Abb. Sechs Elsa-Neumann-Stipendien für  die Kunsthochschule Berlin Weißensee

Amelie Marei Löllmann, Copyright Amelie Marei Löllmann

Die Förderung des Landes Berlin erhalten die AbsolventInnen: Charlotte Dachroth, Paul Darius, Amelie Marei Löllmann, Romain Löser, Sandra Riedel und Oliver Thie. Das Elsa-Neumann-Stipendium ist speziell auf Absolventinnen und Absolventen der Kunsthochschulen zugeschnitten. Die Geförderten erhalten für ein Jahr eine monatliches Stipendium sowie Material- und Reisekostenzuschüsse.

Über die Preisträger:

Charlotte Dachroth, die im Rahmen ihrer Diplomarbeit im Fachgebiet Textil- und Flächen-Design zum Thema Glanz geforscht hat: Ihre interdisziplinäre Studie über das Phänomen setzt sich theoretisch mit der Phänomenologie, Wahrnehmung und der Wirkung von Glanz auseinander, um ihre Thesen mit experimentellen Untersuchungen, Siebdrucken, Materialproben und Fotografien zu visualisieren. Ein in diesem Zusammenhang entdecktes Phänomen wird sie nun vertiefend erforschen können. Betreuung des Vorhabens: Prof. Christiane Sauer.

Der Bildhauer Paul Darius behandelt in seinen künstlerischen Arbeiten die Beziehung zwischen Realität und persönlicher Weltsicht und erprobt dies, indem er Gegenstände der Alltagswirklichkeit »verschiebt«. Mit unterschiedlichen Medien untersucht er, was den Menschen sowohl körperlichen als auch geistigen Halt bietet und wo die Grenzen solcher Konstruktionen liegen. Durch seine Innen- und Außenrauminstallationen eröffnet er den BetrachterInnen neue Welten. Betreuer der Abschlussarbeit war Prof. Albrecht Schäfer.

Aus der Idee heraus, ein Material wie Beton an den Körper zu bringen, begann Amelie Marei Löllmann vor anderthalb Jahren im Fachgebiet Mode Design Textilien aus Textilbeton zu entwerfen. Durch die Vereinheitlichung des Paradoxen wird ein Material wie Beton, zu dem wir einen eher praktischen Zugang haben, in ein sehr sinnliches Material verwandelt und in einen fremden und ebenso neuen Kontext gestellt. Im Rahmen ihrer Diplomarbeit entwarf sie u.a. Taschen, Hüte und einen Rock aus Textilbeton und wird nun überprüfen, ob eine serielle Weiterentwicklung ihrer »concrete textiles« realisierbar ist. Betreuerin: Prof. Dr. Zane Berzina.

Für Romain Löser sind Eurobehälter und -Paletten die Pfeiler für einen globalisierten Güterhandel. Standardisierte Maße erleichtern den reibungslosen Ablauf und haben Auswirkungen auf die Inhalte. Trotz der formalen Standardisierung sind die Eurobehälter erstaunlich vielfältig, was den Meisterschüler im Fachgebiet Malerei animierte, eine Farbanthropologie zu entwickeln, die sowohl kulturelle Vielfalt als auch geografische Eigenheiten sichtbar werden lässt. Seine Malerei in diesem Sinne zu erweitern, ist das Ziel seines Stipendienjahres. Betreuer ist Prof. Dr. Matthias Bleyl.

Sandra Riedel zeichnete in ihrer Dipolmarbeit eine Biografie – eine Graphic Novel – über den Schriftsteller Hans Fallada. Es ist die Geschichte eines Menschen, der in der Zeit des Nationalsozialismus versucht, sein trotz der schwierigen Bedingungen zu arbeiten und sich mehr und mehr in Widersprüche verstrickt. Mit dem Bleistift gelingt es Sandra Riedel diese Widersprüche in unzähligen Grau-Nuancen darzustellen. Derzeit umfasst das Werk die Jugendjahre Hans Falladas. Zur Fertigstellung der zeichnerischen Biografie plant die Meisterschülerin aus dem Fachgebiet Visuelle Kommunikation weitere ein bis zwei Jahre. Das Projekt wird von Prof. Nanne Meyer und Prof. Barbara Junge betreut.

Oliver Thie arbeitet als wissenschaftlicher Illustrator u.a. an der Visualisierung von Insekten. In Zusammenarbeit mit Biologen vom Berliner Museum für Naturkunde will er nun die Zeichnung als Forschungsinstrument weiter etablieren. Oliver Thie verbindet traditionelle Zeichentechniken, deren Ursprünge noch im Kupferstich liegen, mit den Möglichkeiten modernster bildgebender Instrumente wie dem Rasterelektronenmikroskop, um technisch nicht sichtbares sichtbar werden zu lassen. Auf der Suche nach neuen Erkenntnissen im Mikrokosmos, soll eine hawaiianische Höhlenzikade 1000-fach vergrößert mit einer drei Meter breiten Zeichnung dargestellt werden. Betreuerin: Prof. Nanne Meyer / extern: Prof. Nils Hoff, FH Bielefeld.
(Angaben zu den Preisträgern / Kunsthochschule Berlin Weißensee)

chk

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