Am 22.5.03 stellte der Vorstand (Werner Tammen, Boris Brockstedt, Marcus Deschler und Mathias Kampl) des Landesverbandes Berliner Galerien e.V. (LVBG) die Ergebnisse einer Umfrage zum Wirtschafts- und Kulturfaktor Berliner Galerien vor.
Für die Umfrage wurden über 300 kommerzielle Galerien kontaktiert, deren Aufgabe in der professionellen Vermittlung moderner und zeitgenössischer Kunst liegt.
Nicht ohne Stolz wies man auf die Ergebnisse der Umfrage hin, die u.a. folgendes belegen: die Galerien bieten 432 Arbeitsplätze; sie haben ein Besucheraufkommen von 1.09 Mio im Jahr; jährlich werden 1.988 Ausstellungen veranstaltet, auf denen über 4.000 Künstler präsentiert werden. Dabei entstehen Kosten für Räume, Personal, Messebeteiligungen und Ausstellungen von jährlich insgesamt 27.113.000 EUR.
Mit dieser Erhebung will der LVBG eine breitere Öffentlichkeit darauf aufmerksam machen, dass das Galeriengewerbe nicht nur einen erheblichen Teil zum kulturellen Imagegewinn leistet, sondern auch in wirtschaftlicher Hinsicht zur Wertschöpfung Berlins beiträgt.
Leider nutzt das Stadtmarketing Berlins diese Stärke des Sektors nicht optimal aus. Aus diesem Grund fordern die Vertreter des LVBG u.a. den Senat auf, ein größeres Engagement und Interesse zu zeigen. So könne man sich bspw. vorstellen, dass der Senat junge Galeristen bei der Neugründung unterstützt oder, dass Beihilfen bei Messebeteiligungen - die besonders das Budget junger Galerien häufig überfordern - geleistet werden. Mehrfach wurde auf der Pressekonferenz betont, dass der Verband keine Subventionen will. Vielmehr sieht man bspw. in einer Anschubfinanzierung oder finanziellen Beihilfe eine "Investition für die Zukunft", die das positive Potential verstärkt, was wiederum wirtschaftlich und politisch für Berlin nur von Vorteil sein kann.
Berlin: Größter Galerienstandort Europas
von ch
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