//////////fur////, der Name des Künstlerduos Volker Morawe / Tilman Reiff, bedeutet im Deutschen Fell. Das Fell bezeichnet eine Schnittstelle zwischen Körper und Außenwelt.
Für ihre erste Soloausstellung im Museum für Kommunikation haben Volker Morawe / Tilman Reiff zehn Spiele zusammengestellt, die als Gegenentwurf zur fortschreitenden Benutzerisolation am Computer die Besucher unmittelbar physisch und psychisch in den Spielekontext einbeziehen. In ihren Arbeiten thematisieren sie virtuelle Computerspielerfahrung und Medienkritik als multisensorische Artefakte. Dabei liegt der Charakter des sozialen Experiments all ihren Spielen zugrunde.

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Wie im Video zu sehen, bestraft das Computerspiel PainStation den Spieler für Fehler mit Schmerzen. Konsequenzen sind unmittelbar und real spürbar. Eine der Ausgangsfragen war u.a., ob Videospiele Gewalt erzeugen. Bei dem Spiel Amazing werden Kugeln durch den Gesang zweier Mitspieler auf ein gemeinsames Ziel hin manövriert. Ein geschicktes Miteinander ist gefragt. Anders bei Soundslam, hier wird ein mit Farbpunkten beklebter Boxsack, die mit einer Lichtanlage gekoppelt sind, in einem vorgegebenen und nachzuvollziehenden Rhythmus durch einen Spieler bearbeitet. Die Belohnung erfolgt durch den virtuellen Applaus des Computers und die umstehenden Zuschauer.

Arbeiten von /////////fur//// waren bereits in Ausstellungen im MoMa, New York / MOCA, Shanghai / MOCA, Taipei / Hamburger Bahnhof, Berlin / Electrical Fantasista, Yokohama / Festival Nouveau Cinéma, Montreal / Rohkunstbau XII, Berlin / Victoria & Albert Museum, London oder im Museum für Gestaltung, Zürich zu sehen.

Die Ausstellung „no pain no game“ wurde von /////////fur//// im Auftrag des Goethe-Instituts entwickelt. Nach einer erfolgreichen Europa-Tournee im Rahmen des Projekts SPIELTRIEB! ist sie nun erstmals in Deutschland zu erleben.

Ausstellungsdauer: 16.3. - 26. Juni 2016

Museum für Kommunikation Berlin
Leipziger Straße 16
10117 Berlin
mfk-berlin.de
fursr.com