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Berlin Daily 16.06.2021
Radiotage

16.+17.6.: Das Kultursymposium Weimar des Goethe-Instituts ein 2tägiges Radioprogramm, das sich u.a. dem Thema Generationenkonflikte, Zukunftsvisionen und Fragen nach Erinnerung in verschiedenen Gesprächs- und künstlerischen Formaten nähert.

Martin Roth gestorben

von chk (07.08.2017)
vorher Abb. Martin Roth gestorben

© kuag

Der promovierte Kulturwissenschaftler, Kulturmanager, Ausstellungsmacher und Museumsdirektor, Martin Roth, ist am Wochenende im Alter von 62 Jahren in Berlin gestorben. Zuletzt war Martin Roth Präsident des Instituts für Auslandsbeziehungen. Das Amt hatte er erst im Juli übernommen, er wollte das Institut durch weltweite Kontaktarbeit mit Politik, Wirtschaft, Medien und Zivilgesellschaft weiterentwickeln. Ein Netzwerker - oder wie Hermann Parzinger (Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz) in seinem Nachruf schreibt - ein "Ermöglicher, Geldbesorger, Antreiber", weiter heißt es in dem Nachruf: „... Das Kulturland Deutschland muss eine niederschmetternde Nachricht verkraften, denn mit Martin Roth fehlt nicht nur ein glänzender Museumsmann, der bei allem, was er mit Hingabe und Kreativität und Ehrgeiz tat, immer und vor allem an den Museumsbesucher dachte. Er war außerdem ein kraftvoller und mutiger Kulturmanager. Ein Ermöglicher, ein Geldbesorger, ein Antreiber. Sein Lebenswerk war es, dass er die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden an die Weltspitze geführt hat. Albertinum, Lipsiusbau, Grünes Gewölbe, Türkische Kammer, alles Martin Roth! Natürlich konnte er auch polarisieren und zuspitzen. Er wollte kein Fürstendiener sein und war es nie! Dass Sammlungen dazu da sind, wach gehalten zu werden, weil sich mit ihnen die Fragen von heute beantworten lassen, dass sie Anziehungskraft nur entwickeln, wenn sich die Museen auch öffnen und neue Wege der Vermittlung gehen, das können wir alle von ihm lernen.“

Martin Roth wurde 1955 in Stuttgart geboren, er studierte an der Universität Tübingen empirische Kulturwissenschaften. Nach seinem Amt als Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlung Dresden (2001 bis 2011) war Roth u.a. Direktor des Victoria and Albert Museums (2011 bis 2016) in London, wo er Besucherrekorde mit Ausstellungen zu David Bowie, Bob Dylan oder dem Modedesigner Alexander McQueen erzielte. Davor machte er sich als Kulturmanager einen Namen, der bspw. die Expo 2000 in Hannover mit verantwortete.
Nach dem Brexit zog sich Roth aus London zurück und arbeitete als Kuratur für Aserbaidschan bei der Biennale in Venedig oder organisierte Ausstellungen Ausstellungen in Russland und China.
Außerdem war Martin Roth Honorarprofessor für Kulturpolitik und Kulturmanagement an der Technischen Universität Dresden und Mitglied des Board of Trustees des British Council und des Goethe-Instituts.

chk

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Martin Roth gestorben
Personalien: Der promovierte Kulturwissenschaftler, Kulturmanager, Ausstellungsmacher und Museumsdirektor, Martin Roth, ist am Wochenende im Alter von 62 Jahren in Berlin gestorben.

Martin Roth tritt sein Amt als ifa-Präsident an
Der Kulturwissenschaftler und Kulturmanager Martin Roth, der u.a. von 2011 bis 2016 Direktor des Victoria and Albert Museums in London war, übernimmt ab dem 1. Juli 2017 die Präsidentschaft des ifa (Institut für Auslandsbeziehungen).

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