Martin Roth (1955–2017), Foto: kuag

Als Gemeinschaftsprojekt des ifa (Institut für Auslandsbeziehungen) und des Goethe-Instituts wurde die Martin Roth-Initiative gegründet, die als weltweites Schutzprogramm für gefährdete Künstlerinnen und Künstler die Möglichkeit bietet, sich temporär in ein sicheres Land der Heimatregion oder nach Deutschland zu begeben. Der Museumsdirektor, Kulturwissenschaftler und Präsident des Goethe-Instituts Martin Roth (1955–2017) ist Namensgeber der Initiative. "Kunst und Kultur stellten für den Kulturwissenschaftler und Museumsdirektor Martin Roth (Hygienemuseum Dresden, Staatliche Kunstsammlungen Dresden und Victoria and Albert Museum London) die unverzichtbare Grundlage im demokratischen und friedlichen Zusammenleben dar. Gerade deshalb hielt er den Austausch mit Kolleginnen und Kollegen in Ländern mit repressiven Regimen für unbedingt notwendig. In Zeiten, in denen immer mehr Menschen aufgrund ihrer kritischen Arbeit Zensur und Verfolgung erfahren, war es für Roth wichtig, Verantwortung zu übernehmen und „Farbe zu bekennen“. heißt es in der Pressemitteilung.
Die Initiative will den Kulturschaffenden helfen, ihre berufliche Tätigkeit fortzusetzen.
Es gibt drei Programmlinien:
Schutzaufenthalte für gefährdete Kunst- und Kulturschaffende an Kultureinrichtungen bzw. kulturellen Orten in Deutschland
Schutzaufenthalte für gefährdete Kunst- und Kulturschaffende in Drittstaaten
Wissenschaftliche Begleitung, Evaluation und Vernetzung von Schutzprogrammen

martin-roth-initiative.de