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Preis für künstlerische Forschung der Schering Stiftung an Rabih Mroué

von chk (21.10.2020)
vorher Abb. Preis für künstlerische Forschung der Schering Stiftung an Rabih Mroué

Rabih Mroué, Leap into the Void, 2006-2011, Photography, text, Courtesy the artist and Sfeir-Semler Gallery, Beirut/Hamburg, Photo by Olaf Pascheit

Rabih Mroué erhält den Preis für künstlerische Forschung der Schering Stiftung 2020 (gefördert durch das Land Berlin). Der Preis zeichnet künstlerische Positionen aus, die mit ästhetischen Mitteln eigenständige Formen der Wissensbildung entwickeln. Er ist mit 15.000 Euro dotiert und mit einer Einzelausstellung in den KW for Contemporary Art verbunden.

Biografisches zu Rabih Mroué:

Mroué (*1967 in Beirut) hat als Schauspieler, Regisseur und Dramaturg zahlreiche Stücke für internationale Bühnen geschrieben und inszeniert. Seit Ende der 1990er Jahre entwickelt er zudem Videoarbeiten, installative Werke und Zeichnungen, die international ausgestellt werden (u.a. im Museum of Modern Art, New York / auf der documenta 13, Kassel / im Kunstverein Stuttgart / im Haus der Kulturen der Welt, Berlin oder im Centre Pompidou, Paris und der Tate Modern, London). Mroué ist Autor und Herausgeber der Zeitschrift „The Drama Review/TDR“ (New York) sowie Mitbegründer der Beirut Art Center Association (BAC). Von 2012 bis 2015 war er Fellow des International Research Center „Interweaving Performance Cultures“ an der Freien Universität Berlin. Während der Intendanz von Matthias Lilienthal war er als festangestellter Theaterregisseur an den Münchner Kammerspielen engagiert.

Jurybegründung:

„Mit seinen Arbeiten in einem breiten Spektrum der Disziplinen und Formate, von den bildenden Künsten über Perfomance, Theater, Literatur, Philosophie und politische Theorie bis zur Historiographie, hat Rabih Mroué einen bedeutenden Beitrag zum Verständnis von zeitgenössischer künstlerischer Forschung geleistet. Seine Werke stellen mit ihrer faktisch-fiktiven, interdisziplinären Methodik tradierte Vorstellungen von Wahrheit, Forschung und Fakten auf den Prüfstand. Mroué ist ein Pionier der Vortrags-Performance oder in seinen Worten des ´nicht-akademischen Vortrags`, den er zu einem herausragenden Medium künstlerischer Forschungsvermittlung entwickelt hat. Sein Werk kann als Versuch verstanden werden, die umkämpften politisch-historischen Ereignisse der Bürgerkriege im Libanon ´wiederzubesetzen`. Durch Befragung der konfliktgeladenen Beziehung zwischen persönlicher Erinnerung und offizieller Geschichtsschreibung verbindet er künstlerische Erfindung mit einer genauen Erforschung kultureller, sozialer und politischer Realitäten.“

Jury:

Krist Gruijthuijsen (Direktor, KW Institute for Contemporary Art, Berlin), Anna Daučíková (Künstlerin, Prag und Gewinnerin des Schering Kunstpreises 2018), Isabel de Sena (freie Kuratorin, Berlin), Elke Bippus (Professorin für Kunst und Kunstgeschichte, Zürcher Hochschule der Künste und Mitglied des Präsidiums der Gesellschaft für Künstlerische Forschung, Berlin) und Charlotte Klonk (Professorin für Kunst und neue Medien, Humboldt-Universität zu Berlin und Mitglied des Stiftungsrates der Schering Stiftung, Berlin).


Bisherige Preisträgerinnen und Preisträger waren Cornelia Renz, Nairy Baghramian, Renata Lucas, Wael Shawky, Kate Cooper, Hiwa K und Anna Daučíková.

www.kw-berlin.de
www.scheringstiftung.de

chk

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Titel zum Thema Preis für künstlerische Forschung der Schering Stiftung :

Preis für künstlerische Forschung der Schering Stiftung an Rabih Mroué
Kurzinfo: Der Preis zeichnet künstlerische Positionen aus, die mit ästhetischen Mitteln eigenständige Formen der Wissensbildung entwickeln.

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