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„Es gibt in der Kunst keine eindeutigen Antworten.“

von Ferial Nadja Karrasch (23.12.2020)
vorher Abb. „Es gibt in der Kunst keine eindeutigen Antworten.“

Raumansicht, Atelier Clara Brörmann, Foto: Ferial Nadja Karrasch

Ein Gespräch mit der Künstlerin Clara Brörmann

Ich treffe die Künstlerin Clara Brörmann in ihrem Atelier in Berlin-Friedrichshain. Bei Betreten der Räume steigt mir sofort der Geruch nach Lösungsmitteln und Farben in die Nase – unverkennbar der Arbeitsort einer Malerin. Im Gang, gegenüber des Eingangs lagern großformatige Leinwände.
Wir gehen durch die Flügeltür in ein Zimmer, dessen Boden über und über mit
Farbklecksen bedeckt ist. Ein Heizstrahler pustet warme Luft in den Raum und gibt ein
kontinuierliches, leichtes Brummen von sich.
Clara bringt mir einen Teller mit Nüssen und Schokolade. Auf dem Sofa sitzend
schaue ich auf einige neue Arbeiten, die an der Wand und an einem Kachelofen lehnen.

Clara Brörmanns Arbeiten sind farbgewaltige Formenspiele. Symmetrie und Spiegelung, Wiederholung und Unterbrechung, Übereinander, Untereinander, Vorher, Nachher… All das findet sich in ihren Gemälden, die sich jedoch jedes Mal durch eine ganz eigene Harmonie und Ausgewogenheit auszeichnen.
Während von Weitem die Intensität der Farben und die scheinbare Bewegung der Formen die Rezeption bestimmt, geht die Betrachtung des Werkes bei näherem Hinsehen in ein Absuchen der Bildfläche über. Oder vielmehr: der einzelnen Bildebenen. Denn als wären die Gemälde aus Holz geschnitzt, treten manche Bereiche hervor, heben sich ab, während sich andere im Hintergrund halten. Stellenweise blitzt die unbehandelte Leinwand hervor und schwebt dann gewissermaßen hinter dem Bild. Die unterschiedlichen Farbaufträge scheinen miteinander verwoben und geben doch Aufschluss über die Schritte, die Künstlerin und Werk im Laufe des mehrmonatigen Entstehungsprozess gemeinsam gegangen sind. In dieser Zeit wechseln sich Systematik und Zufall, Konstruktion und Destruktion ab: Auf eine konkrete Bildidee, eine durchdachte Form- und Farbkomposition folgt das unmittelbare Reagieren auf das Entstandene in Form des intuitiven, ungeplanten Eingreifens. Clara Brörmann bearbeitet ihre Werke mit dem Spachtel, mit Schleifpapier und Klebeband. Die Bildoberfläche wird abgeschliffen, abgezogen oder abgewischt. Hierdurch erhalten die Gemälde eine Mehrdimensionalität und sie offenbaren die unterschiedlichen Stadien ihres Werdens.

Ferial Nadja Karrasch: Clara, Deine Arbeit in wenigen Worten…
Clara Brörmann: Es geht mir in meiner Malerei um anthropomorphe Geometrie, das heißt, der menschliche Körper ist die Bezugsgröße, von ihm gehe ich bei der Konzeption meiner Werke aus. Außerdem bin ich an Vieldimensionalität interessiert: Meine Bilder erfordern nicht nur die frontale Draufsicht, man muss um sie herumgehen, sie aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten, um sie ganz erfassen zu können. Die körperliche Präsenz, die Begegnung zwischen dem Werk und der betrachtenden Person, ist sehr wichtig.

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Installationsansicht, Turning Point Paintings, Galerie Schiavo Zoppelli Gallery © Andrea Rosetti


FNK: Warum hast Du Dich für das Medium Malerei entschieden?
CB: Malerei hat etwas sehr Unmittelbares: Ich kann meine Vorstellungen und Ideen direkt auf die Leinwand übertragen. Gleichzeitig spielt die Materialität eine große Rolle. Meine Gedanken, die zunächst nur in meinem Kopf existieren, lassen sich durch die Materialität der Leinwand und des Farbauftrags sehr spontan manifestieren. Das unterscheidet Malerei beispielsweise vom Schreiben. Hier werden Gedanken zwar auch spontan und direkt übersetzt oder veräußerlicht, aber das Material spielt keine Rolle.
Die Entscheidung für dieses Medium war eigentlich von Anfang an klar. Man könnte sogar sagen, dass der Grund, warum ich male, ein Thema ist, das ich auf die Welt mitgebracht habe. Ich war schon als Kind sehr verträumt und habe mir eigene Welten erschaffen. Um mich selbst zu vergewissern, war es für mich schon immer wichtig, diese Gedankenwelt zu materialisieren. Ja, Malerei ist eine Art Selbstvergewisserung für mich.

FNK: Warum Abstraktion?
CB: Ich finde, die Unterscheidung zwischen figurativ und abstrakt ist eigentlich hinfällig, denn das Bild selbst ist ja immer real. Zu Beginn meines Studiums an der Kunstakademie arbeitete ich figurativ. Die Figuren waren die Stimmungsträger, mit denen die betrachtende Person sich identifizieren konnte oder über die etwas transportiert wurde. Aber irgendwann dachte ich mir, dass ich die Figuren auch einfach weglassen kann, so dass das Bild an sich zum Träger der Ideen wird. Die Bilder werden dann in gewisser Weise selbst zu den Figuren.
Die Frage ist natürlich auch immer, in welchen Kategorien denkt man? Ich sitze hier und nehme den warmen Luftzug des Heizstrahlers wahr, die kühlere Luft, die vom Fenster kommt und und und. Um das auf die Leinwand zu bringen, brauche ich keine Figuration.

FNK: In einem Text, den ich mal über Deine Arbeit geschrieben habe, verglich ich Deine Vorgehensweise mit der einer Bildhauerin. Im New Yorker stand „The young German painter approaches her medium like an archaeologist at a dig.” Würdest Du eher dem Vergleich mit der Bildhauerin oder mit der Archäologin zustimmen?
CB: Ich stimme beidem zu. Das Bildhauerische bezieht sich vor allem auf die Mehrdimensionalität, der archäologische Aspekt, das „Ausgraben“, findet in meiner künstlerischen Praxis aber auch ständig statt.

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Clara Broermann, Prismenbild 4, 2020
Öl auf Leinwand, 50 x 40 cm © def image


FNK: Woher kommen die Ideen zu Deinen Bildern, woraus ziehst Du Inspiration?
CB: Mittlerweile denke ich, dass meine Kunst vor allem emotional motiviert ist. Es sind meist ganz existentielle Themen die mich bewegen. Meine Bilder sind für mich Projektionsflächen für diese Reflexionen, in ihnen manifestieren sich meine Fragen, die ich ans Leben habe, meine philosophischen Gedanken über das Leben an sich, über die Zeit, über Veränderung.
In der Kunst suche ich Inspiration weniger in zeitgenössischen als vielmehr in älteren Positionen. Ich liebe die Arbeiten von Paula Modersohn-Becker, Sonja Delaunay, Anni Albers. 2017 habe ich im Gropius Bau die Retrospektive von Wenzel Hablik (1881–1934) gesehen, sein Werk, das sich als Gesamtkunstwerk beschreiben lässt, hat mich sehr beeindruckt.
In meiner Praxis beschäftige ich mich mit Fragen, die sich eigentlich durch die gesamte Kunstgeschichte ziehen: die Symmetrie des menschlichen Körpers und unser Bezug zum Raum. In diesem Zusammenhang inspirieren mich auch die Werke von Oskar Schlemmer oder Proportionslehren der Renaissance, wie sie bei Dürer oder bei dem vitruvianischen Menschen zu finden sind.

FNK: Fragen oder Antworten, was ist wichtiger für Deine künstlerische Praxis?
CB: Fragen. Es gibt in der Kunst keine eindeutigen Antworten. Es ist nicht nötig, immer Behauptungen aufstellen zu wollen. Malerei bringt eine große Offenheit mit, die Raum für Fragen lässt. Ich finde, das ist eine Stärke der Malerei, und nicht etwa eine Schwäche.

FNK: Welche Rolle spielt Scheitern für Dich im Zusammenhang mit Deiner Arbeit?
CB: Scheitern ist immer ein Bestandteil des langen Entstehungsprozesses, durch den meine Werke gehen. Ich arbeite mehrere Monate an ihnen, und im Verlauf dieser Zeit gibt es immer mindestens einen Moment, in dem ich denke: Das wird nichts. Dann mache ich weiter.

FNK: Verwirfst Du auch manchmal ein Bild?
CB: Das kommt nur sehr selten vor, aber ja, manchmal verwerfe ich ein Bild. Hin und wieder gibt es eben Phasen, in denen ist man nicht so sehr bei sich und dann kann es passieren, dass das Bild diesen Umstand in sich trägt. In solchen Fällen arbeite ich mich an dem Bild ab, aber es wird nicht stimmig, es kommt einfach nicht dahin, wohin ich mit dem ihm will. Oder vielleicht gelingt es mir in so einer Phase erst gar nicht richtig, zu klären, was ich von dem Bild will.

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Clara Broermann, Großes Wendepunktbild (pink), 2020
Öl auf Leinwand, 190 x 140 cm, © def image


FNK: Welche Rolle spielen die Titel?
CB: Die Titel verweisen auf Gedankengänge, die im Zusammenhang mit dem jeweiligen Bild stehen. Sie ermöglichen Assoziationen oder betonen den Kontext des Bildes. In der Wendepunkt-Serie bezieht sich der Titel beispielsweise auf die Geometrie in den Bildern. Sie sind spiegelsymmetrisch aufgebaut und fordern die Betrachtenden dazu auf, verschiedene Perspektiven einzunehmen. Die Bilder sagen: Stelle dich auf den Kopf, bewege dich. Gleichzeitig geht es auch um die geistige Bewegung, darum, umzudenken.
Und die Wendepunkt-Serie hat auch etwas von einer self-fulfilling prophecy: Sie sind zwischen 2018 und 2020 entstanden. Den Wendepunkt haben wir gerade – zum Ende einer Dekade und dem Beginn einer neuen, inmitten einer Pandemie – in vielfacher Hinsicht.
Oft haben die Titel auch einen Bezug zu meinem Leben, der für die Betrachtenden aber nicht unbedingt ersichtlich ist. Es geht mir nicht darum, konkrete Hinweise zu geben, sondern Assoziationsmomente auszulösen.

FNK: Welchen Stellenwert hat Zeit für Deine Arbeit?
CB: Meine Praxis ist sehr prozessorientiert. Ich beginne nicht mit einer fixen Idee, wie das Ergebnis auszusehen hat. Das entwickelt sich über einen längeren Zeitraum, in dem sich Momente der Konstruktion und Dekonstruktion abwechseln.
Aber auch bei der Rezeption spielt Zeit eine Rolle: Ich denke, meine Bilder sind keine, die man auf einen Blick erfasst. Die ideale Betrachtung überschreitet den einen Moment und dehnt sich aus.

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Clara Brörmann, Foto: Ferial Nadja Karrasch


FNK: Du bist Mutter eines Vierjährigen – kannst Du etwas über die Vereinbarkeit von Künstlerinsein und Muttersein sagen?
CB: Für mich lässt sich das Kunstmachen sehr gut mit dem Muttersein vereinbaren. Ich erlebe es so, dass ein Kind zu haben jede Menge Kreativität, Offenheit und Beweglichkeit freisetzt. Auf der einen Seite ist man eingebundener, auf der anderen Seite wird man aber auch viel flexibler. Bei diesen Aspekten habe ich durch mein Kind auf jeden Fall einen Schub erlebt und ganz neue Stärken entwickelt. Meine Malerei hat jedenfalls an Großzügigkeit gewonnen, wie ich finde.
Für viele Künstlerinnen bedeutet Mutterschaft, dass sie für ein, zwei Jahre stark zuhause gefordert sind, das bedeutet aber nicht, dass man in dieser Zeit nichts schafft. Ich denke, man kann sehr wohl die eigene Arbeit verfolgen. Nur was das Mitmischen in der Kunstszene angeht, das geht eben eine Weile nicht so gut. Die Vereinbarkeit von Kunstbetrieb und Mutterschaft hält sich in Grenzen.
Dabei könnte man die ganze Sache doch auch umwerten, beziehungsweise man müsste die Sache mal umdenken. Die Karriere, der Erfolg ist auf dem Kunstmarkt das Maß der Dinge. Dabei sollte es vielleicht weniger nur um den schnellen Erfolg gehen, sondern vielmehr um eine langfristige Entwicklung, und da bringt das Muttersein doch eine zusätzliche Dimension in die Kunst mit ein.
Und was ist das für eine Kunst, die nicht den Mut besitzt, sich den Herausforderungen des Lebens zu stellen?

FNK: Was sind Orte in Berlin, an die Du immer wieder zurückgehst?
CB: Mein Atelier. Unter den Museen schätze ich ganz besonders die Gemäldegalerie.
Aber ich liebe auch die Großzügigkeit Berlins, die breiten Straßen, die sehr verschiedenen Stadtteile…

Clara Brörmann (*1982 in Duisburg) studierte von 2004–2011 an der Akademie der Künste Berlin und an der Wimbledon School of Arts in London. Sie wird von der Galerie Schwarz Contemporary vertreten.
Derzeit sind ihre Wendepunkt-Bilder in der Schiavo Zoppelli Gallery in Mailand ausgestellt. Sofern die Corona-Bestimmungen es zulassen, ist im Januar eine Gruppenausstellung bei Schwarz Contemporary vorgesehen, wo Claras Bilder zu sehen sein werden.

Ferial Nadja Karrasch

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(Einspieldatum: 15.1.2003)

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