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Interviewreihe zum Spreewälder Kunstfestival aquamediale

von chk (08.08.2021)
vorher Abb. Interviewreihe zum Spreewälder Kunstfestival aquamediale

Sol Namgung, ALMOST-READY-MADE, © Sol Namgung

Die aquamediale ist ein internationales Festival für zeitgenössische Kunst im Spreewald und seit 19 Jahren fester Bestandteil des brandenburgischen Kultursommers.

Elf Künstler*innen aus acht Nationen begleiten die aquamediale 14 und visualisieren das Thema „Hand Werk Kunst“ in ihren Arbeiten. Über die Dauer der aquamediale stellen wir auf art-in-berlin in regelmäßigen Abständen die Künstler*innen in Kurzinterviews vor:

Nach Nadine Glas, Dan Farberoff & David Behar Perahia, Marie-Annick Le Blanc, Mark Swysen folgt die Künstlerin Sol Namgung.

aib: Das Kunstfestival aquamediale steht unter dem Motto „Hand Werk Kunst“. In welchem Verhältnis stehen für Sie die Begriffe Hand Werk Kunst?

Sol Namgung: Kunst ist schon eine Art des Handwerks.

aib: Was haben Sie vor Ort vorgefunden, was Ihr künstlerisches Interesse erregt hat?

Sol Namgung: Meine künstlerischen Inspirationsquellen resultieren eigentlich aus meinem jetzigen Zustand. Im Alltag nehme ich die Sachen um mich wahr, und diese Wahrnehmungen durch alle Sinne werden in mir gespeichert und finden irgendwann ihren Ausdruck in Form von Kunst. Als ich Schlepzig erstmal besucht habe, bin ich kurz zuvor nach Leipzig umgezogen. Es interessierte mich durch diesen Ortswechsel besonders, wie andere Leute in ihrer alltägliche Umgebung leben.

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Sol Namgung, ALMOST-READY-MADE, © Sol Namgung

aib: Wie wichtig war der Austausch vor Ort (mit den anderen Künstler*innen / mit den Menschen vor Ort oder den Organisatoren)?

Sol Namgung: Beim ersten Treffen mit den KünstlerInnen, Kurator und Projektleiterin sind wir auf den Kahn durch das Wasser gefahren und der Kahnfahrer hat von Schlepzig erzählt. Die Geschichte von Schlepzig zu hören hat mich beeindruckt.

aib: Was ist die Idee hinter Ihren zu aquamediale gezeigten Skulpturen?

Sol Namgung: Was mich vor Ort interessiert hat, war einfach der Ort an sich. Jeder Ort hat sein eigenes Gesicht. Die alltäglichen Gegenstände und deren Konstellationen machen das Leben des Orts erfahrbar. Ich wollte meinen Eindruck von Schlepzig und das Aussehen des Orts aus meiner Perspektive in meinen Skulpturen umsetzen und darstellen.

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Sol Namgung, ALMOST-READY-MADE, © Sol Namgung

aib: Sie nennen Ihre Arbeit ALMOST-READY-MADE. In dem Titel lese ich einen Verweis auf Marcel Duchamp heraus oder ist das falsch?

Sol Namgung: Der Begriff Readymade bezeichnet für mich die Kunst mit already-made-Objects.
Meinen Skulpturen bestehen meistens aus industriellem Material vom Baumarkt. Und die Form der Gestelle aus Stahl meiner Arbeiten vor Ort entspricht eigentlich dem der Schleuse oder Kayak Halter. Die Idee eine LKW-Plane zu nutzen, entwickelte ich in Anlehnung an die wasserdichten Abdeckhauben von Boat&Kahn in Schlepzig. Ich wollte Werke schaffen, die aussehen, als ob sie hier schon immer gestanden hätten. Aus meiner Verwendung des typischen Materials von hier in meinen Kunstwerken ergab sich für mich schließlich der gesamte Titel „ALMOST-READY-MADE“.

Website: Sol Namgung
Instagram: Sol Namgung

Unter dem Thema „Hand Werk Kunst“ ist die Kunstausstellung am, im und auf dem Wasser bis zum 18. September 2021 im Spreewalddorf Schlepzig zu sehen.

aquamediale.dahme-spreewald.info

chk

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Der Förderverein aquamediale e.V. hat im Rahmen des Ideen-Wettbewerbs „Kulturelle Heimat Lausitz“ des Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg eine Förderung erhalten, um ein interdisziplinäres und zeitgenössisches Kunstzentrum in der Spreewaldgemeinde Schlepzig zu etablieren. (Sponsored Content)

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