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Interviewreihe zum Spreewälder Kunstfestival aquamediale

von chk (26.08.2021)
vorher Abb. Interviewreihe zum Spreewälder Kunstfestival aquamediale

© Robin Zöffzig

Die aquamediale ist ein internationales Festival für zeitgenössische Kunst im Spreewald und seit 19 Jahren fester Bestandteil des brandenburgischen Kultursommers.

Elf Künstler*innen aus acht Nationen begleiten die aquamediale 14 und visualisieren das Thema „Hand Werk Kunst“ in ihren Arbeiten. Über die Dauer der aquamediale stellen wir auf art-in-berlin in regelmäßigen Abständen die Künstler*innen in Kurzinterviews vor:

Nach Nadine Glas, Dan Farberoff & David Behar Perahia, Marie-Annick Le Blanc, Mark Swysen, Sol Namgung folgt der Künstler Robin Zöffzig.

aib: Das Kunstfestival aquamediale hat zum Motto „Hand Werk Kunst“. In welchem Verhältnis stehen für Sie die Begriffe Hand Werk Kunst?

Robin Zöffzig: Als Malereistudent musste ich eine harte Schule durchlaufen. Ich lernte als Erstes, wie ein Bild handwerklich aufgebaut wird. Techniken, die eine Arbeit langlebig machen, sind das A und O in der Malerei. So gehört die Kunst für mich ebenfalls zum Handwerk.

aib: Was haben Sie vor Ort vorgefunden, was Ihr künstlerisches Interesse erregt hat?

Robin Zöffzig: Am Wasser stand eine alte Dreschmaschine, die musste ich sofort malen. Mich hat auch die Kunst des Whiskys interessiert und natürlich die Landschaft. Das technisch präzise und das organisch natürliche Milieu erweckten vor allem meine Aufmerksamkeit.


© Robin Zöffzig

aib: Wie wichtig war der Austausch vor Ort (mit den anderen Künstler*innen / mit den Menschen vor Ort oder den Organisatoren)?

Robin Zöffzig: Natürlich hat jeder seinen Senf dazugegeben. Das hat aber auch Auswirkungen auf meine Arbeiten gehabt, die dadurch komplexer geworden sind.
Außerdem versorgten uns die Fährmänner und die Jungs von der Brauerei mit Notwendigem und waren schwer an unserem Tun interessiert. Und, sie fassten auch mal mit an!

aib: Welche Gedanken und Ideen haben Sie bei der Entwurfsfindung Ihre Arbeit für die aquamediale begleitet?

Robin Zöffzig: Ich suchte nach einer Verbindung von technischen und organischeren Formen. Ich wollte eine Einheit zwischen Mensch und Natur bilden. Zusätzlich wollte ich Tradition und handwerkliche Geschicke nicht vernachlässigen. So entschied ich mich für einen Rausch, der am Ende alles ineinander vereint. Ich befasste mich ausschließlich mit synthetischen Farben, die wir in der Natur nicht wirklich finden können. Es ging darum, einen größtmöglichen Kontrast zu bilden.

aib: Welchen Einfluss hat der Kontext auf Ihre Arbeit? Oder entwickeln Sie Ihre Ideen davon unabhängig?

Robin Zöffzig: Für mich ist Technik immer ein Pfeiler der Kunst gewesen. Komposition und Inhalt ebenfalls. Dennoch sind alle Techniken dafür da, um etwas auszudrücken. So denke ich, dass man mehr Freiheit in der Kunst hat, je mehr Techniken man beherrscht!

Website: Robin Zöffzig

Unter dem Thema „Hand Werk Kunst“ ist die Kunstausstellung am, im und auf dem Wasser bis zum 18. September 2021 im Spreewalddorf Schlepzig zu sehen.

aquamediale.dahme-spreewald.info

chk

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