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Die eigene Galerie eröffnen - auch im kleinen Stil möglich

von Rene (25.08.2022)


Die eigene Galerie eröffnen - auch im kleinen Stil möglich

So mancher Kunstliebhaber träumt davon, in naher Zukunft eine kleine Galerie zu eröffnen. Die Zusammenarbeit mit geschätzten Künstlern, das Kuratieren und das Mitbestimmungsrecht in der großen Welt der Kunst – bei derartigen Gedanken schwebt der ein oder andere Kunstliebhaber auf Wolke sieben.

Die meisten schaffen es trotz aller großen Träume nicht, die eigene Galerie zu eröffnen. Zu viel gilt es zu beachten, zu groß ist die Konkurrenz und die Kosten steigen schnell in bislang unbekannte Höhen an. Dennoch gibt es ein paar, denen es gar nicht so sehr um das Prestige oder um möglichen Reichtum geht, der in der Kunst ohnehin nur die wenigsten erwischt. Diese wenigen möchten einfach ihre Chance nutzen und Gleichgesinnten ihre Kunst, ihren Geschmack zeigen und am liebsten viele Stunden fachsimpeln. Oftmals sind es diese kleinen Galerien, die sich manchmal nicht lange halten, die die größte Bereicherung für die Kunstszene in einer Stadt oder in einer Region darstellen.

Eine Möglichkeit, um den Start in das Leben als Galerist einfacher zu gestalten, ist es, sich auf Stipendien für Projekträume zu bewerben. In der Kunst ist es keine Schande, sich um Grants, Förderungen und eben Stipendien zu bewerben. Tatsächlich ist das Meiste in der Kunst nur möglich, weil es zahlungskräftige Geldgeber gibt, die sich dazu entscheiden, ein Projekt zu fördern. Gerade in strukturschwachen Regionen sind Galerien immer gerne gesehen.
Eine Möglichkeit, um das große Projekt nicht allein angehen zu müssen, ist, die neu gegründete Galerie im Kollektiv zu betreiben. Wenn es nämlich nicht am Finanziellen scheitert, dann fehlt es zumeist an tatkräftigen Helfern, die gerne anpacken und Zeit haben. Eine Galerie, die nur nach terminlicher Vereinbarung oder immer ausschließlich dann, wenn der Besitzer Zeit hat, öffnet, wird aller Wahrscheinlichkeit nach, nicht vom Erfolg gekrönt sein.

Mit System die passenden Räumlichkeiten schaffen

Wo soll die Galerie untergebracht werden? Das ist wahrscheinlich aufgrund der heutigen Immobilienpreise oftmals die entscheidende Frage. Perfekt ist es natürlich, wenn bereits ein Raum verfügbar ist, der schnell umgewidmet werden kann oder ohnehin leer steht. Natürlich ist der Raum selbst nur der halbe Gewinn, den dieser muss natürlich für seine zukünftige Funktion angepasst werden. Eine gute Galerie zeichnet sich dadurch aus, dass sie Jahr für Jahr mehrfach das Thema und die Künstler wechselt. Damit das reibungslos funktioniert, ist es das Beste, gleich von vornherein die Infrastruktur zu optimieren. So empfiehlt es sich etwa, gleich zu Beginn Kabelkanäle in den Böden zu verlegen. Die Regeln für die Abnahme von Räumlichkeiten, die der Öffentlichkeit offenstehen sollen, ist nicht immer leicht. Stolperfallen und andere Risiken sollten deswegen tunlichst früh vermieden und beseitigt werden.

Erfahrene Leute ins Boot holen

Beim Eröffnen einer Galerie handelt es sich eigentlich um nichts anderes, als um die Gründung eines Unternehmens. Wer sich damit nicht auskennt, der sollte sich die bestmöglichen Ratgeber dafür ins Team holen. Natürlich gibt es auch im Internet einige gute Tipps zur Gründung einer Galerie, diese sollten auf jeden Fall beherzigt werden, denn der Traum des Galeristen-Daseins reicht vielleicht als Antrieb, doch um diesen umzusetzen, braucht es eine genau ausgetüftelte Strategie. Manchen wird zu spät, erst nach der Gründung bewusst, wie viel Arbeit es manchmal ist, sich seine Träume sinnvoll zu erfüllen.

Rene

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