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Kauf der Rieckhallen und des Hamburger Bahnhofs. Was für eine Nachricht ...

von chk (16.11.2022)


Kauf der Rieckhallen und des Hamburger Bahnhofs. Was für eine Nachricht ...

Hamburger Bahnhof, Foto: kuag

Im Juni hieß es noch, dass der Hamburger Bahnhof als Standort für zeitgenössische Kunst der Nationalgalerie zunächst für die kommenden 25 Jahre erhalten bleibt. Darauf hatten sich der Bund und die Immobiliengesellschaft CA Immo Deutschland GmbH einigen können. Der Grund für die missliche Lage war, dass der Senat Anfang der Nullerjahre das Vorkaufsrecht hatte verstreichen lassen, obwohl es in den Neunzigerjahren noch umfangreiche Renovierungsmaßnahmen durchgeführt wurden.
Für die Rieckhallen gab es nur einen auf ein Jahr begrenzten Mietvertrag. Sie befanden sich bis 2007 im Besitz der Deutschen Bahn AG. Die neue Eigentümerin CA Immobilien Anlagen AG plante eine Bebauung des Grundstücks und den Abriss beziehungsweise Teilabriss der Rieckhallen.
Um den Kulturstandort für zeitgenössische Kunst dauerhaft zu erhalten, wurde ein Grundstückstausch angestrebt, was sich jedoch aufgrund der unterschiedlichen und zum Teil konträren Interessen als schwierig gestaltete.
Nichtsdestotrotz wurden man sich nun einig: die CA Immobilien Anlagen AG erhält ein Grundstück am Humboldthafen aus dem Landesbesitz. Das Parlament und das Abgeordnetenhaus haben zugestimmt: Der am Montag beschlossene Nachtragshaushalt sieht neben dem Grundstückstausch 78 Millionen für den Ankauf vor. So verkündeten gestern auf einer Pressekonferenz Franziska Giffey, Regierende Bürgermeisterin von Berlin / Claudia Roth, Staatsministerin für Kultur und Medien / Silvia Schmitten-Walgenbach, Vorstandsvorsitzende der CA Immobilien Anlagen AG / Dr. Christoph Krupp, Sprecher des Vorstands der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben / Dr. Klaus Lederer, Senator für Kultur und Europa / Daniel Wesener, Senator für Finanzen.

Dazu Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz:
"Was für eine Nachricht: eine Sternstunde der Kulturpolitik! Es ist großartig, dass es Bund und Land Berlin gemeinsam gelungen ist, die Zukunft des Hamburger Bahnhofs und seiner Rieckhallen dauerhaft zu sichern. Es ist alles andere als selbstverständlich, dass Bund und Land Berlin in diesen Zeiten eine solche Investition tätigen. Damit geben sie einem der international wichtigsten und renommiertesten Standorte der Gegenwartskunst eine dauerhafte Perspektive. ..."

Die "Sternstunde der Kulturpolitik" hinterlässt dennoch einen bitteren Nachgeschmack. Man denke nur an das Vorkaufsrecht, das Berlin viel Geld gespart hätte.

chk

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Kauf der Rieckhallen und des Hamburger Bahnhofs. Was für eine Nachricht ...
Kulturnachrichten: ... so Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz zu der gestrigen Ankündigung, dass der Hamburger Bahnhof und Rieckhallen durch den Bund und das Land Berlin gekauft werden.

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