Eine Konferenz (14.-16.01.05) sowie ein Workshop (17.-20.01.05) findet in den Räumen des Künstlerhauses Bethanien und der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz zum Thema "Klartext! Der Status des Politischen in aktueller Kunst und Kultur" statt. Ziel ist, den gegenwärtigen Gebrauch der Kategorie des "Politischen" in der zeitgenössischen Kunst und Kultur zu hinterfragen.

Presse: "Insbesondere seit dem 11. September 2001 und der Documenta 11 kursiert die Behauptung einer "Repolitisierung" der Kunst: Eine Rückkehr politischer Fragestellungen in die Kultur und die zeitgenössische Kunst.
Dieser These wird in vielen aktuellen Ausstellungsprojekten und Publikationen Rechnung getragen; zumeist unter Vernachlässigung der dadurch aufgeworfenen Fragen. Es wird ein Einverständnis vorausgesetzt, was unter den Worten Kunst und Politik, ihrer gesellschaftlichen Funktion zu verstehen ist.
Die Konferenz lädt internationale KünstlerInnen, AktivistInnen, KuratorInnen und TheoretikerInnen nach Berlin ein, um die Modelle "Kunst" und "Politik" und ihre Beziehung zueinander zu diskutieren. Offene Fragen werden gestellt: Haben wir es gegenwärtig wirklich mit einer 'Politisierung' der Kunst zu tun? Handelt es sich vielleicht nur um eine Ästhetisierung politischer Themen und Inhalte? Was ist der Wirkungsraum, was der Rahmen zeitgenössischer Kunst? Wie stellt sich Aktivismus heute dar, und in welcher Weise beeinflussen sich Kunst und Aktivismus gegenseitig? Ergibt es überhaupt Sinn, Kunst als Artikulationsmittel für gesellschaftliche und politische Anliegen zu nutzen? Welche Formen sollte eine solche Kunst annehmen? Und in welchem Kontext kann sie wirksam auftreten?"

Mit (Auswahl): Inke Arns, Berlin/Dortmund; B+B, London; Marius Babias, Berlin; Jochen Becker, Berlin; Bernadette Corporation, New York/Paris; Anita Di Bianco, New York; Sezgin Boynik, Prizren; Boris Buden, London; Roger M.Buergel, Vienna/Kassel; Fulvia Carnevale, Paris; Chto delat?, St.Petersburg/Moscow; Catherine David, Paris/Rotterdam; Susanne von Falkenhausen, Berlin; Fiambrera Obrera/Yomango, Madrid; Alex Foti, Milano; Grupo de Arte Callejero, Buenos Aires; Hans Haacke, New York; Brian Holmes, Paris; Jakob Jakobsen, Copenhagen; Deborah Kelly, Sydney; Holger Kube Ventura, Halle; Maria Lind, Stockholm; Shaheen Merali, Berlin; Nina Möntmann, Hamburg/Helsinki; Chantal Mouffe, London; Francesco Jodice/Multiplicity, Milan; Marion von Osten, Zurich/Berlin; Jacques Rancière, Paris; Oliver Ressler, Wien; Irit Rogoff, London; Ilaria Vanni, Sydney; Paola Yacoub/Michel Lasserre, Berlin; Yes Men, New York.

Die Teilnahme an den Veranstaltungen ist kostenlos.

Informationen und Anmeldung siehe: www.klartext-konferenz.net