PalaisPopulaire, © Mathias Schormann

Die Deutsche Bank verändert ihr kulturelles Engagement in Berlin, das Programm im PalaisPopulaire läuft Ende 2026 aus.

Das Institut kündigt an, den Fokus ab 2027 verstärkt auf flexible Formate, wechselnde Orte und die Förderung junger Talente zu legen. Geplant sind u.a. Projekte mit Werken aus der Sammlung Deutsche Bank, die an wechselnden Orten in Berlin stattfinden werden. Außerdem soll ein neues Exzellenz-Programm Kunstschaffende aus Berlin beim Einstieg in den professionellen Kunstbetrieb unterstützen und die lokale Kunstszene fördern.
Die strategische Neuausrichtung hat dennoch Konsequenzen für die Kulturlandschaft der Hauptstadt: Mit der Beendigung des Programms im PalaisPopulaire verliert die Stadt dauerhaft einen Kulturstandort für zeitgenössische Kunst.
Auch die renommierte Auszeichnung „Artist of the Year“ verliert ab 2027 ihre Heimat und wechselt an verschiedene Standorte. Zwar bleibt die bestehende Partnerschaft mit dem Hamburger Bahnhof erhalten – wo auch weiterhin Dauerleihgaben zu sehen sind und mit dessen Co-Direktoren, Sam Bardaouil und Till Fellrath, für die Künstlerauswahl 2026/2027 kooperiert wird –, dennoch hinterlässt das Ende des PalaisPopulaire eine spürbare Lücke in der Berliner Kunstszene.