Am Freitag, den 18. März 2005, sendet arte von 22.05 bis 23.00 Uhr eine Dokumentation über den Künstler Günther Uecker. Anlässlich seines 75. Geburtstags findet in Berlin eine große Werkschau statt, die sich gleich über mehrere Ausstellungen erstreckt. Im Martin-Gropius-Bau und der Neuen Nationalgalerie gibt es, thematisch in 20 Kapitel unterteilt, eine große Werkübersicht mit zum Teil noch nie gezeigten Arbeiten. Der Neue Berliner Kunstverein zeigt rund 150 Aquarelle Günther Ueckers, die auf seinen ausgedehnten Reisen vor allem in Asien entstanden.

"Günther Uecker, einer der bedeutendsten deutschen Künstler der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, wird im März 75. Er lebt in Düsseldorf. Als Mitglied der Gruppe ZERO wurde er in den 60er Jahren international bekannt. Es war der Versuch einer radikalen Abkehr von der Kunst der jüngsten Vergangenheit in Nazi-Deutschland. Seit dieser Zeit ist der Name Uecker auch untrennbar mit dem Gegenstand Nagel verbunden. Der Uecker'sche Nagel beginnt, sich in der Welt festzusetzen. Als Instrument im Spiel mit Licht und Schatten, als Störfaktor vertrauter, alltäglicher Abläufe und Situationen. In den Arbeiten von Günther Uecker wird über unsere Welt gesprochen. Der Künstler mischt sich ein: das Thema der Gefährdung des Menschen durch den Menschen wird immer stärker zum zentralen Aspekt seiner Arbeit. Ueckers Objekte kennzeichnen sein grundsätzliches Spannungsfeld zwischen Bedrohung / Zerstörung und Hoffnung auf eine humanere Wirklichkeit." (Presse)