Die Bernhard-Heiliger-Stiftung hat mehr als 25 Werke des Bildhauers Bernhard Heiliger (1915-1995) entdeckt. Darunter ist auch eine bislang unbekannt gebliebene Zementplastik, die eine Liegende darstellt. Der Verbleib der anderen Skulpturen, Zeichnungen und Drucke war bislang ungeklärt.

Seit November vergangenen Jahres fahndet die Bernhard-Heiliger-Stiftung intensiv nach ihr unbekannten Besitzern von Werken Heiligers - mit dem Erfolg, dass sich bisher 13 Sammler an die Stiftung gewandt haben. Marc Wellmann, Kurator der Bernhard-Heiliger-Stiftung, ruft Besitzer und Zeitgenossen des Künstlers weiter dazu auf, sich bei der Stiftung zu melden. Ziel der Aktion ist, das abschließende Werkverzeichnis zu komplettieren, das zur Retrospektive auf Heiligers Schaffen erscheinen soll. Die Retrospektive findet vom 4. November 2005 bis zum 15. Januar 2006 im Berliner Martin-Gropius-Bau statt.




Martin-Gropius-Bau
Martin-Gropius-Bau

Heiliger gehört zu den bedeutendsten deutschen Künstlern der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Eines seiner Hauptwerke ist die sieben Meter hohe Bronzeplastik "Flamme" von 1963 auf dem Berliner Ernst-Reuter-Platz. Seine künstlerische Entwicklung verfolgte konsequent den Weg von der menschlichen Figur zur freien Abstraktion. Neben weiteren Arbeiten im öffentlichen Raum befinden sich eine große Anzahl in Museen des In- und Auslandes, wie dem Museum of Modern Art in New York, sowie in Privatsammlungen.