Ein Architekt zaubert mit schwarzer Kohle in kürzester Zeit ein
Fernsehtipp: Am Donnerstag, den 6.10.05 20.15-21.00 Uhr, sendet der RBB eine neue Ausgabe der Serie "Stadt, Land, Fluss". Teil 1 der neuen Folge beschäftigt sich mit dem Berliner "DomAquarée" des russischen Architekten Sergej Tchoban.
Pressemitteilung: "Traumbild aufs weiße Papier. Improvisiert wie ein Stück Musik, entsteht das schöne, aber irritierende Bild einer halb überfluteten Kirche. Sie spiegelt sich im Fluss, in dessen Mitte sie steht. Ein Bild mit nur zwei Elementen: Wasser und Stein.
Sergej Tchoban kommt aus St. Petersburg. Es sind Erinnerungsbilder wie dieses, die den russischen Architekten inspirieren. Das DomAquarée, das neue Berliner Stadtquartier an der Spree, zwischen Rotem Rathaus, Dom, Museumsinsel und Hackeschem Markt, ist Tchobans Werk. Am Ort des abgerissenen Palasthotels entwarf er zwei Bürogebäude, ein Apartmenthaus und ein neues Hotel. Auf der ehemaligen Hauptrepräsentationsfläche der DDR wurde nach der Wende konsequent nach den Gesetzen des Rentabilität gebaut, allerdings ambitioniert, mit Wasser und Stein: In der Lobby des Hotels lockt das weltgrößte Zylinderaquarium jährlich eine halbe Million Menschen an.
Und die Fassaden von Tchobans Sandsteinbauten sind kunstvoll gestaltet. Früher hieß das heutige DomAquarée übrigens Heiliggeistviertel, bekannt nach der kleinen Backsteinkapelle, die nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten im Oktober festlich eingeweiht wird. Die versteckte Heiliggeistkapelle ist eines der ältesten Bauwerke Berlins. Kirche, Kommunismus und Kapitalismus haben in Berlins Mitte gleichermaßen ihre Spuren hinterlassen und bemühen sich nun um eine neue Dreieinigkeit ...
Neben dem Architekten Sergej Tchoban sinnieren der "Spiegel"-Mann Matthias Matussek, der Architekturkritiker Gerwin Zohlen, der Cityquartiermanager Dr. Bernd Andrich von der DIFA sowie drei „Ureinwohner” aus dem sozialistischen Plattenbau an der Spandauer Straße über die Architektur, die Zeitenwende und den Heiligen Geist. Das rbb Fernsehen zeigt die beiden weiteren Teile von „Stadt, Land, Fluss“ an den folgenden Donnerstagen um 20.15 Uhr: am 13.10. "Bei Kanzlers im Schloss - Regierungsgästehaus in Meseberg" und am 20.10. "Der neue Hauptbahnhof Berlin" (Erstausstrahlung)."
Berlin Daily 18.02.2026
Film: Peng. Von Augenblick und Ewigkeit
18 Uhr: von Hartmut Seifert und Katja Schupp im Rahmen der Filmreihe zum 100-jährigen Jubiläum des ersten Surrealistischen Manifests von 1924. Sammlung Scharf-Gerstenberg | Schloßstr. 70 | 14059 Berlin
Stadt, Land, Fluss
von ch
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