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TVD ART Galerie

Knapp neben der Spur . . .

Amelie Guth


Nachdenkliche Trilogie, 2008
Öl auf Papier, signiert datiert
154 x 119 cm


Knapp neben der Spur

Eine Frau mit einem schwarzen Hut sitzt auf einem Stuhl und zieht konzentriert ihren Strumpf an. Ihre Augen sind gesenkt, ihren Kopf sehen wir im Profil. Den Gesichtsausdruck kann der Betrachter nur erahnen, er bleibt ein wenig unbestimmt, wie alles in den Gemälden von Amelie Guth. Es ist eine erotische Pose, die das Modell einnimmt - und doch liegt ein Hauch von Traurigkeit darüber. Die Frauenakte von Amelie Guth bewegen sich auf einem subtilen Grad zwischen Verführung und Melancholie, zwischen Humor und Ernst.
Der menschliche Körper wird zum zentralen Thema, ob in Aktstudien, Porträts oder Darstellungen alltäglicher Beschäftigungen. Die verschiedensten Personen tauchen beim Picknick, Kartenspiel, oder im Café auf, und sind oft völlig in ihrer eigenen Gedankenwelt versunken. Ob allein, oder in Gesellschaft – sie scheinen sich in einem stetigen, stummen Dialog mit sich selbst zu befinden. Und erst bei genauerem Hinsehen fällt auf, dass sie ein wenig skurril sind – auf irgendeine Art eben "knapp neben der Spur". Als Gradwanderer, Seiltänzer des Lebens, bezeichnet die Künstlerin ihre dargestellten Persönlichkeiten deshalb gern.

So geben die Leinwände Amelie Guths immer Individuen wieder, Menschen aus pastos aufgetragener Farbe, die durch ihren Gesichtsausdruck und ihre Körperhaltung charakterisiert werden – und nicht zuletzt durch die Objekte, mit denen sie dargestellt sind. Bücher oder Hüte verleihen den Gemälden eine stilllebenhafte Komponente.

Stillleben begründen den zweiten Schwerpunkt ihres künstlerischen Schaffens. Früchte, Wein und Fisch oder malerische Utensilien wie Pinsel und Farbtöpfe werden mit dem gleichen künstlerisch forschenden Blick festgehalten – auch sie, Charakterstudien.
Und ganz wie die porträtierten Menschen scheinen die Stillleben nie still zu stehen.


Im Gespräch, 2008
Öl auf Leinwand, signiert, datiert
131 x 117 cm

Amelie Guths Werke zeichnen sich durch Bewegung und Leichtigkeit aus, der lockere Pinselstrich hält ein pulsierendes Leben fest. Oft bleiben die Gemälde unvollendet, zumindest ein wenig. Diese Skizzenhaftigkeit verleiht den Gemälden besondere Lebendigkeit und fordert gleichzeitig die Phantasie des Betrachters. Die bräunliche Malpappe, die die Künstlerin anstatt einer Leinwand verwendet, bleibt in vielen Bildern sichtbar und unterstreicht die Eigenschaft des Unfertigen. So sind die Beine in dem Porträt einer Frau (Kat.62) nur ein Umriss, und auch ihr Arm verläuft sich auf der Leinwand. Das nicht ganz Perfekte, nicht ganz Richtige, schätzt die Künstlerin besonders. Wenn sich das Modell bewegt, entsteht eine spannende Dynamik - und die Leinwand entwickelt ein interessantes Eigenleben.


"Ich gehe jetzt" ( II ) , 2007
Öl auf Papier, signiert, datiert
107 x 113 cm

In manchen Gemälden ergänzt ein Text die Malerei. Ein Wort, ein Spruch oder auch ein Gedicht geben dem Betrachter Denkanstöße und dem Werk weitere Dimensionen. So ist der Spruch, der sich neben einigen Malutensilien befindet, gleichzeitig für jede Kunst gültig und ganz persönlich: "Die Verzweiflung des Malers vor dem Stillleben!"

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag 13.00 bis 19.00 Uhr
Samstag 12.00 bis 16.00 Uhr


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10629 Berlin / Charlottenburg
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Fax 030 - 88 62 73 48
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