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Haus am Lützowplatz

INECHT

Iris Kettner


Ausstellungseröffnung: Donnerstag, 11. September 2014, 19 Uhr

Begrüßung: Thomas Isenberg für den Vorstand
Einführung: Dr. Marc Wellmann, Künstlerischer Leiter



Iris Kettner, No Name, 2014, Anzug aus ca. 30 zerschnittenen Kleidungsstücken sowie Gummischläuchen, gehäkelt, Foto: Sebastian Bolesch

Ausstellung vom 12. September bis 2. November 2014

Das Haus am Lützowplatz – Fördererkreis Kulturzentrum Berlin e.V. (HaL) zeigt die bislang umfangreichste Einzelausstellung der in Berlin lebenden Bildhauerin Iris Kettner.

Iris Kettners lebensgroße Skulpturen irritieren durch ihr hohes Maß an Lebensähnlichkeit. Auf den ersten Blick sind sie so sehr in einer Alltäglichkeit angesiedelt, dass man dazu neigt, ihren Kunstcharakter zu vergessen, bis man auf die fein gesetzten Brüche und Unstimmigkeiten aufmerksam wird. Häufig sind die Figuren in ungewöhnliche Körperhaltungen gebannt, die von Verletzlichkeit oder Unterwürfigkeit künden. Sie wirken etwas mitgenommen, als ob sie nur vorläufig und provisorisch zusammengehalten werden. Die Künstlerin formt sie aus Packmaterialien und Lumpen, die mit Klebeband über Holzkonstruktionen gewickelt und mit gebrauchten Kleidungsstücken angezogen werden. Die Fragilität ihres Gemachtseins scheint auf bedrohliche Lebenszusammenhänge zu verweisen. Die Köpfe der Figuren bleiben stets gesichtslos. In ihrer Anonymität spiegeln sich Wahrnehmungsstrukturen der Verdrängung, welche sich insbesondere in einer Großstadt herausbilden.


Iris Kettner, Gang #2 , 2005, Kleidung, Schuhe,, Textilien, Watte, Holz, Gips, Klebeband, Höhe 40 bis 145 cm, Foto: Thomas Bruns

Die Künstlerin nennt ihre Arbeiten „Dummies“, ein Begriff, der für Puppen in Form und Gewicht eines Menschen verwendet wird, die bei der Unfallforschung oder bei Rettungsübungen eingesetzt werden. In diesem Sinne handelt es sich bei den Arbeiten von Iris Kettner um figurative Stellvertreter, zu denen wir schwellenlos Kontakt aufnehmen können. Trotz ihres gleichsam prekären Zustandes scheinen sie beseelt. Ihre Wirkung basiert im Wesentlichen auf einer Projektionsleistung der Betrachter, mit der sich eine Art ‘Einverleibung’ der Skulpturen vollzieht. Die getragenen Kleidungsstücke haben sich indes mit dem menschlichen Körper ganz tatsächlich auf materieller Ebene verbunden und verleihen den Arbeiten ein zweites Leben, das jedoch seine Künstlichkeit nicht bestreitet. Iris Kettner betreibt mit ihren Skulpturen eine Hybridisierung zwischen Kunst und Leben, was sich bei der aktuellsten Arbeit, No Name, zu einem von ihr selbst in der Öffentlichkeit getragenen Kostüm aus Altkleiderresten steigert.


Iris Kettner, Ohne Titel , 2009, Kleidung, Textilien, Holzkonstruktion, Höhe 35 bis 75 cm, Foto: Thomas Bruns

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog, hrsg. von Marc Wellmann im Auftrag vom Haus am Lützowplatz, mit einem Text von Bettina Carl
64 Seiten, 16,5 x 24 cm, farbig, Preis in der Ausstellung: 12 €

Veranstaltungen im Rahmen der Ausstellung:
24. September 2014, 18.30 Uhr
Künstleringespräch mit Iris Kettner

8. Oktober 2014, 18.30 Uhr
Kuratorenführung im Dialog
Dr. Marc Wellmann im Rundgang durch die Ausstellung zusammen mit Dr. Julia Wallner, Direktorin des Georg-Kolbe-Museums, Berlin

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Haus am Lützowplatz
Fördererkreis Kulturzentrum Berlin e.V.
Lützowplatz 9
10785 Berlin

Tel.: +49 30 261 38 05
Fax : +49 30 264 47 13
Mail: office@hal-berlin.de
WWW : hal-berlin.de

Öffnungszeiten:
Dienstag - Sonntag: 11.00 - 18.00 Uhr
Eintritt frei!

Verkehrsanbindung:
U1, U2, U3, U4 Nollendorfplatz
Bus M29, 100, 106, 187, N26 Lützowplatz

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Lecture Performance Talking Blues
19 Uhr: mit Natasha A. Kelly (Künstlerin), Corina S. Kwami (Künstlerin) und Kelvin Sholar (Musiker) im Rahmen der Ausst. Revolt She Said - dekoloniale und feministische Perspektiven auf 68 . DISTRICT Berlin |
Bessemerstraße 2-14 | 12103 Berlin

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