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Galerie Villa Köppe

Paradise Lost

Christian Rickert



PARADISE LOST – DIE HORDE ÜBERZIEHT DEN ERDKREIS (HOMMAGE AN JOHN MILTON), 2006–2007, ÖL AUF LEINWAND, 126,5 X 180,3 CM

Vernissage: Donnerstag, 16. Oktober 2014, 19–22 Uhr
Einführende Worte: Dr. Heike Welzel-Philipp, Kunsthistorikerin (19:30 Uhr)


Dauer der Ausstellung: 17. Oktober – 20. November 2014

Als großartiger Zeichner ist Christian Rickert bereits in den späten 1960er Jahren berühmt geworden. Sein zeichnerisches OEuvre hing neben Werken von Künstlern, die allesamt im Who´s Who der modernen Kunst vermerkt sind: Baselitz, Beckmann, Beuys, Chagall, Janssen, Picasso, Pollock, Richter, Wols – um nur einige zu nennen. Mit seinem Zyklus „Paradise Lost“ präsentiert sich Christian Rickert nun ebenso großartig und neu entdeckt von der Villa Köppe als Maler!


CHRISTIAN RICKERT IN SEINEM ATELIER (2014)

Der Zyklus „Paradise Lost“ ist eine gemalte Hommage an das gleichnamige epische Gedicht des englischen Dichters John Milton, das 1667 veröffentlicht worden ist. Das Gedicht erzählt, in 12 Bücher gegliedert, die Geschichte des Höllensturzes der gefallenen Engel, der Versuchung von Adam und Eva durch Satan, des Sündenfalls und der Vertreibung aus dem Garten Eden.

Christian Rickerts „Paradise Lost“ besteht aus vier imposanten Bildern. Allesamt sind es keine wortgetreuen Illustrationen der dichterischen Vorlage von John Milton. Es gelingt dem Künstler, das Essentielle von Miltons Text assoziativ zu erfassen und mit den Mitteln der Malerei nicht nur kongenial umzusetzen, sondern auch aktuell zu interpretieren.


PARADISE LOST – DIE VERSTOSSENEN (HOMMAGE AN JOHN MILTON), 2005, ÖL AUF LEINWAND, 140 X 100 CM

Wie Miltons Satan mit hinterlistiger Absicht den Garten Eden aufsucht, um aus Rache an Gott dessen Lieblingsgeschöpf Mensch zu verführen, so dringt in Rickerts geschaffene Bildwelt ein mutwilliger Zerstörer ein. Hier wie dort erkämpft sich der destruktive Eindringling in unterschiedlichen Situationen und Rollen, u. a. als Brudermörder Kain, als Spion, als Verstoßener, als Soldateska, einen gewaltigen Raum, mutiert zur zentralen Bildfigur und entpuppt sich als Auslöser für eine grauenvolle Phantasmagorie des Verfalls, die uns an moderne Kriege und globale Bedrohung durch Terrororganisationen und -netzwerke denken lässt.

Dr. Heike Welzel-Philipp, Kunsthistorikerin (Textauszug)

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Tel.: 030 / 825 54 43
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