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Haus am Lützowplatz / Studiogalerie

Out of this World

Martin Schepers und Philip Topolovac


Eröffnung: Freitag, 12. Dezember 2014, 19 Uhr
Ausstellung in der Studiogalerie vom 13. Dezember 2014 bis 8. Februar 2015

BEGRÜSSUNG: Dr. Marc Wellmann
EINFÜHRUNG: Mark Gisbourne (in englischer Sprache)

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Eröffnung: Freitag, 12. Dezember 2014, 19 Uhr

Martin Schepers und Philip Topolovac sind Entdeckungsreisende – in ihren Arbeiten suchen sie nach dem Verborgenen und Unbekannten innerhalb und außerhalb einer scheinbar restlos transparenten Welt. Aufklärung, Satellitenüberwachung und Quantenmechanik halten sie nicht davon ab die Abgründe und Weiten zu erkunden, die sich hinter der Oberfläche der erforschten Realität auftun. In ihren Arbeiten loten sie die Konstrukte aus, mit denen sich der moderne Mensch umgeben hat, um das Metaphysische zu vergessen. Insofern sind die beiden Künstler Romantiker im besten Sinne – mit Ihren Werken stehen sie in einer modernen Tradition, die subjektive Verklärung im spezifischen Objekt sucht und bei genauerer Betrachtung die Grenzen zur objektiven Realität auflöst und als Spekulation entlarvt. In ihrem ersten gemeinsamen Ausstellungsprojekt, kuratiert von Mark Gisbourne, wollen sie ihre Arbeiten miteinander konfrontieren, Verbindungen und Unterschiede untersuchen und die Kernthemen ihrer Arbeitsweisen zu einem größeren Ganzen verdichten.

Der englische Ausstellungstitel „Out of this world“ verweist dabei auf zwei verschiedene Ansatzpunkte. Einerseits das „von dieser Welt Sein“, also die Beschäftigung mit den uns unmittelbar umgebenden Realitäten. Andererseits die Untersuchung des Entfernten, Unbekannten, im Wortsinne Sublimen, welches nicht von dieser Welt zu stammen scheint. Beide Aspekte finden sich in den Herangehensweisen und Untersuchungen der Künstler wieder:


Martin Schepers
Pt III, 2014
Graphit, Tusche, Kugelschreiber, Kohle auf Papier
210 x 300 cm

Martin Schepers widmet sich in seinen letzten Projekten dem Themenkomplex der industriellen Nutzung und Erkundung unserer Welt. Dabei überträgt er die wirtschaftlichen Kontexte von Kraftwerken, Tagebauen oder Containerschiffen in Zeichnungen und Installationen auf eine metaphysische Abstraktionsebene. Indem er deren Strukturelemente nachahmt und dekonstruiert, kehrt er die darin enthaltenen Bedingungen einer poetischen Weltbetrachtung hervor. Er findet das potentiell Sublime in der Deklination eines Schiffsrumpfes oder den Schichtungen eines Kohleabbaugebietes.


Philip Topolovac
Loch, 2005
Installation, mixed media
33 x 41 x 10 cm

Landschaft, Archäologie und Technologie sind Themen, die Philip Topolovac in seinen aktuellen Arbeiten verfolgt. Seien es temporäre Gebirge im öffentlichen Raum, Fundstücke aus dem zweiten Weltkrieg, die er auf Baustellen im Berliner Stadtzentrum sucht oder technische Schreckgebilde, die er in Form von Installationen hinter Wänden und Decken vom Betrachter finden lässt – das Ausgraben und Aufbrechen der gewohnten Umgebungs- und Erfahrungsräume sind zentrale Bestandteile seiner Arbeit. In Skulpturen und Installationen hinterfragt er Kategorien von Wahrnehmung und Interpretation. Die als Schrott entsorgten Kriegsfundstücke verklärt er so zu wertvollen Artefakten; die Abformung einer Bodenpartie wird zur Reflexion über Identität und Landschaft.

Das nun von Mark Gisbourne zusammen mit den Künstlern entwickelte Ausstellungskonzept handelt von der Polarität des Definierten und Undefinierten – des eindeutig Bestimmten und Offenen, Abstrakten. Auf der einen Seite steht das Vermessen, die physische und zeitliche Bestimmung der fassbaren Welt. Auf der anderen Seite steht die Distanz, Fragmente aus Raum und Zeit, von denen nicht klar ist, ob sie aus der Zukunft, der Vergangenheit stammen. Zwei scheinbar völlig unterschiedliche Orte wie eine Baustelle in Berlin und die Weite des Alls haben darin ihre Verbindung, dass an diesen Orten noch alles möglich ist, weil eine konkrete Festschreibung fehlt.

Weitere Informationen zu den Künstlern:
philip-topolovac.com
martinschepers.de

Haus am Lützowplatz
Fördererkreis Kulturzentrum Berlin e.V.
Lützowplatz 9
10785 Berlin

Tel.: +49 30 261 38 05
Fax : +49 30 264 47 13
office@hal-berlin.de
hal-berlin.de

Öffnungszeiten:

Dienstag - Sonntag: 11.00 - 18.00 Uhr
Eintritt frei!

Verkehrsanbindung:
U1, U2, U3, U4 Nollendorfplatz

__________________________________

Opening: Friday, December 12, 2014, 7 p.m.

Out of this World
The concept for the exhibition departs from the dual aspect suggested by the title Out of This World, that is to say the two artists Philip Topolovac and Martin Schepers install a joint exhibition that is both complementary and yet simultaneously an expressive and dialectical engagement. The idiomatic English usage ‘out of this world’ means both something that intensely engaged with yet born out of this known material world., i.e., of the planet. While at the same time the expression may mean something that is literally something from outer space i.e., quite literally outside the world. The concept for the exhibition is grounded on the interaction between inside and outside, that is on aspects embedded in the world but also as an engaged but detached observation of it. This offers a fruitful territory to explore with Philip Topolovac’s early technology satellite sculptures, and Martin Schepers’ drawings that are both grounded in the literal materiality of our planet. Many of Schepers’ sculptures that the drawings relate to are generated through found and recycled materials. In fact this is also related closely to an aspect of Philip Topolovac’s work: the archaeological discovery of sundry material objects that (Mark Dion-like) are unearthed as hidden histories. They are thereafter elevated from found detritus to a status — through forms of installation — of enhanced aesthetic and/or material value. These objects are also ‘out of this world’ or at least unearthed lost objects recast anew into this world. In distinction to Dion, however, they are not taxonomically presented rather they are shown as if they were relics with their own individual vitrines. This pseudo-spiritual type of presentation could be said also, in a certain sense, be ‘out of this world‘ — from an Elohim point of view. However, emphasis will be placed of on the inside-outside dichotomy, and the installation as I perceive it at this point is to stimulate a lively interactivity between the two artists. The spaces of the Studiogalerie will be used in this interactive manner for a conceptual and visual understanding to emerge.

Mark Gisbourne, curator of the exhibition
(Thursday, 18 September 2014)

Mark Gisbourne (*1949, Stratford-on-Avon). Educated in Rome, and Courtauld Institute of Art, University of London, where he was a tutor. Lecturer Master’s Programme, Slade School of Art, University College, University of London, and Senior Lecturer Sotheby’s Institute, Masters Programmes (accreditation University of Manchester). A former President of the British Art Critics Association (AICA), and an International Vice-President who co-organised the World Congress of Art Critics, Tate Modern at its opening in 2000. He is an international curator of numerous exhibitions, and a writer of a dozen books and over two hundred and fifty catalogue essays, having been published in over twenty languages. He currently lives and works in Berlin.
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